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LTV-Herren noch im Soll

Olaf Schnell 04.02.2019 0 Kommentare

Patrick Suhren (Lemwerder TV) sicherte sich mit seinen Teamkollegen am vorletzten Regionalliga-Spieltag wichtige 2:2 Punkte.
Patrick Suhren (Lemwerder TV) sicherte sich mit seinen Teamkollegen am vorletzten Regionalliga-Spieltag wichtige 2:2 Punkte. (FOTOS: Jörg Suhren)

Lemwerder. Gut gemacht. Einen Sieg wollten die Mannen um Spielertrainer Julian Aust, der den privat verhinderten Coach Uwe Kienast vertrat, im Vorfeld unbedingt holen – das klappte.

Nach der vermeidbaren 1:3-Niederlage gegen MTV Hammah ließen die Lemwerderaner hiernach den sehr wichtigen 3:1-Erfolg gegen TV Brettorf III folgen. Beim Saisonfinale am Sonntag, 17. Februar, geht es nun für den Lemwerder TV daheim um die Wurst. Gegen den Wardenburger TV (Platz acht) und Spitzenreiter SV Düdenbüttel müssen dann aber unbedingt zwei Siege herausspringen, damit die Aufstiegsrunde vielleicht doch noch zu packen ist.

MTV Hammah – Lemwerder TV 3:1 (11:13, 11:9, 11:5, 11:5): „Wir konnten Hammah ja zuvor beobachten und hatten auch einen guten Plan. Der Gegner spielte viel über die Seiten – mit langen Bällen nach hinten. Unsere Taktik war, dass wir die Schlagseite des Gegners auseinandernehmen und auch mit Kurzen spielen wollten“, berichtete Aust.

So kam das LTV-Team, das kurzfristig noch auf die beiden Spieler Sebastian Drees und Lasse Kienast verzichten musste, sehr stark aus den Startlöchern. Der Viertplatzierte konnte in der Aufstellung Patrick (Angabe), Daniel Bartelt (Rückschlag), Matti Kienast (Mitte), Florian Martin (hinten links) und Patrick Suhren (hinten rechts) gleich den ersten Satz nach einer 7:3-Führung für sich entscheiden, obwohl die Mannschaft in der Schlussphase wieder den Faden verlor. „Weil unsere Angaben mit relativ wenig Kraft nicht nach vorne, sondern nach hinten geschlagen wurden“, bemerkte Aust. Plötzlich führte Hammah mit 10:9, doch mit einem Kraftakt setzte sich Lemwerder in der Verlängerung durch (13:11). Der zweite Durchgang war wieder hart umkämpft – bis zur Schlussphase. Die 8:6-Führung brachte das LTV-Team aber nicht nach Hause, weil die Lemwerderaner es nicht schafften, den gegnerischen Schlagmann aus dem Spiel zu nehmen. „Auch wurde die Annahme in der Abwehr immer schwächer“, meinte Aust.

Im dritten Satz wurde Florian Martin in der Abwehr durch Julian Aust ersetzt. Doch auch weil sich der Lemwerder TV gleich fünf Fehlangaben leistete, fand er auch im Folgesatz nicht mehr in die Spur. Der LTV versuchte zwar, vorne bei den Angabe Matti Kienast mit einzubinden. „Aber es sollte nicht sein. Wir kamen nicht mehr in den Spielfluss zurück und kurze Bälle wurden kaum gespielt. Wir haben stark angefangen und stark nachgelassen. Und haben leider das Spiel dann in der Offensive verloren. Es fehlte bei uns die Struktur. Wie konnten nicht mehr druckvoll spielen und uns befreien“, äußerte sich Aust nach der vermeidbaren 1:3-Niederlage.

TV Brettorf III – Lemwerder TV 1:3 (9:11, 7:11, 11:0, 10:12): Die Brettorfer spielten wie in der Hinrunde mit dem starken Jens von Seggern im Angriff, „ein Spieler mit einer guten Übersicht. Wenn er kurze Bälle spielt, dann sind die auch sehr, sehr kurz“, meinte Julian Aust, der in dieser Begegnung in der Mitte zum Einsatz kam – Matti Kienast und Patrick Suhren in der Defensivabteilung. In der Offensive agierten wieder Patrick und Daniel Bartelt. Auch in dieser Partie durfte sich der LTV über eine 1:0-Satzführung freuen, und wie im Spiel gegen Hammah ging es wieder sehr spannend zu (11:9).

Funktionierende Defensive

Wichtig war, dass Patrick und Daniel Bartelt viele kurze Bälle holten. „50 Prozent der TVB-Bälle waren kurze Sachen. Egal, ob von der Annahme oder vom Rückschlag. Gut war, dass unsere Abwehrleistung stimmte – daran haben wir uns hochgezogen“, freute sich Julian Aust. Hiernach konnte sich Lemwerder etwas aus der Umklammerung befreien und verteidigte den Vier-Punkte-Vorsprung letztlich bis zum Ende. Dabei mussten die Brettorfer personell umstellen, weil ihr Schlagmann Jens von Seggern verletzungsbedingt nur noch in der Abwehr mitwirken konnte.

In Satz drei ließ das LTV-Team dann gewaltig die Zügel schleifen. So ließen die Brettorfer in diesem Abschnitt keinen Punkt der Lemwerderaner zu (11:0). „Bei uns ist irgendetwas im Kopf passiert. Vielleicht war es auch die nächste Verletzung eines Brettorfers. Wir hatten den Ball und konnten uns kein einziges Mal durchsetzen. Vielleicht hatten wir auch zu viel Mitleid mit den Brettorfern, die auch noch einen zweiten starken Schlagmann ins Spiel schickten, der uns die Bälle um die Ohren gehauen hat“, berichtete Aust.

Kein Wunder, dass Brettorfs Dritte im vierten Durchgang wieder gewaltig in die Spur kam. Am Ende hatte das Aust-Team ganz viel Dusel, um sich mit 12:10 zu behaupten. „Da haben wir noch einmal einen vernünftigen Satz abgeliefert. Letztlich sind wir froh über die 2:2 Punkte“, ergänzte Aust.

Lemwerder TV: Daniel Bartelt, Patrick Bartelt, Aust, Martin, Suhren, Matti Kienast.


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Leserkommentare
rondon am 21.10.2019 17:06
und da liegt der Vorteil, wenn er den Partei-Vorsitz hat, kann (sollte) er nicht mehr im TV auftreten.
Fr. Merkel spielt ja auch nicht im ...
suziwolf am 21.10.2019 17:03
„BummelabummeLaterne“ ... 🔮

Das Leuchten der Magie ... 💫🤹🏻‍♂️