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Fußball-Landesliga Bremen
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Mehr als ein Derby

Marc Gogol 20.09.2019 0 Kommentare

Türkspors John-Marvin Halstenberg hat auch schon für den Lokalrivalen DJK Blumenthal gespielt.
Türkspors John-Marvin Halstenberg hat auch schon für den Lokalrivalen DJK Blumenthal gespielt. (Christian Kosak)

Bremen-Nord. Nur eine Woche nach dem mit 3:2 gewonnenen Derby in der Fußball-Landesliga beim SV Grohn ist der SV Türkspor erneut an einem Nachbarschaftstreffen beteiligt. Diesmal als Gastgeber gegen die ebenfalls auf dem Burgwall beheimatete DJK Germania Blumenthal. Der SV Grohn reist indes nach dem Aus im Lotto-Pokal ein zweites Mal ins Nordsee-Stadion und trifft auf den OSC Bremerhaven, und der SV Lemwerder empfängt den momentanen Ligaprimus SC Vahr Blockdiek.

SV Türkspor – DJK Germania Blumenthal: Aus Sicherheitsgründen muss das Spiel auf dem Rasenplatz stattfinden, das habe der Bremer Fußball-Verband mitgeteilt, informiert Türkspors Trainer Bahadir Kilickeser. Er hätte sonst auf dem Kunstrasenplatz spielen lassen, wo sein Team seit rund eineinhalb Jahren in einem Pflichtspiel ungeschlagen ist. Aber auch auf dem großen Platz strebt der nominelle Gastgeber einen Sieg an, das wäre der vierte in Folge, und dann sähe es in der Tabelle für den SV Türkspor richtig gut aus. „Wir wollen die Euphorie aus dem Derby in Grohn in dieses Derby mitnehmen und uns oben festsetzen“, sagt Bahadir Kilickeser. „Die Chancen stehen 50:50, die Tagesform wird den Ausschlag geben.“ Auf jeden Fall gibt es einen großen Auflauf vieler Spieler des SV Türkspor, die in der Vergangenheit auch für die DJK gegen den Ball getreten haben. Auch Bahadir Kilickeser startete einst seine Trainerkarriere bei den „Germanen“.

Aufgrund dieser vielen personellen Verflechtungen bezeichnet DJK-Trainer Aydin Pekyalcin die Partie auch als „kein normales Derby“, sondern eher als „Spiel der Saison“. Wichtig ist ihm vor allem, dass bei aller Rivalität auf dem Platz danach beide Mannschaften gesund und wohlauf den Heimweg antreten können. „Wer den kühleren Kopf in den 90 Minuten bewahrt, wird als Sieger vom Platz gehen“, prognostiziert der DJK-Coach. Den SV Türkspor schätzt Aydin Pekyalcin als offensiv sehr, sehr stark ein. Türkspor sei andererseits aber mit defensiven Schwächen bestückt, die es auszunutzen gelte. Neben dem aus dem VfL 07-Spiel (0:0) verletzt hervorgegangenen Bilan Subasoglu muss Aydin Pekyalcin voraussichtlich auch noch die erkrankten Brüder Ibrahim und Abdullah Tiras sowie einige Urlauber ersetzen. „Wir hoffen auf viele Zuschauer, denen wir ein gutes Spiel bieten wollen“, lautet Pekyalcins Zielsetzung.

Sonnabend, 17.15 Uhr, Burgwall-Stadion

OSC Bremerhaven – SV Grohn: Der Bremen-Liga-Absteiger hat mit dem 3:1 beim TuS Komet Arsten gerade seinen ersten Saisonsieg verbuchen können. Die Grohner verloren im August das Lotto-Pokalspiel unter ungünstigen Voraussetzungen bei den „Olympischen“ mit 1:2. „Somit wird es in Bremerhaven nicht einfach für uns, insbesondere nach dem ergebnistechnischen Dämpfer gegen Türkspor“, meint SVG-Spielertrainer Jan-Philipp Heine. Dennoch möchte er aus der Seestadt etwas mitnehmen. „Der Verein OSC ist uns von den Voraussetzungen her überlegen, die Mannschaft fußballerisch auch“, so der Husaren-Coach, der auch noch einige Ausfälle zu verkraften hat. Muhammet Özkul dürfte nicht dabei sein, der Einsatz von Jannis Kurkiewicz ist fraglich. Zudem musste Mariano Bregasi in sein Heimatland zurückkehren und dürfte in den nächsten Wochen fehlen.

Sonnabend, 15 Uhr, Nordsee-Stadion

SV Lemwerder – SC Vahr Blockdiek: Auch wenn es für das Schlusslicht aus Lemwerder gegen den Tabellenführer geht, sieht SVL-Trainer Edu Yakan seine Mannschaft nicht chancenlos. „Es sind ja erst fünf Spieltage gelaufen, und mit Vahr als Erstem hat keiner gerechnet. Sie haben auch noch nicht gegen so starke Mannschaften gespielt“, gibt Edu Yakan zu Protokoll. Nach seinen Erkenntnissen agieren die Gastgeber ähnlich wie der letzte Gegner der Lemwerderaner, der TSV Hasenbüren (0:3). Hinten kompakt mit langen Leuten und langen Bällen nach vorne. „Wir müssen und werden dagegenhalten“, verspricht Edu Yakan und hofft, dass dieses Mal keine individuellen Fehler zu Gegentreffern führen wie in den Vorwochen. Jannik Plaster und Jascha Begkondu sowie Tobias Lange fallen aus. Für den beruflich bedingt abwesenden Paul-Philipp Lapsien wird Mustafa Kaya das SVL-Tor hüten.

Sonntag, 15 Uhr, SFZ Lemwerder


Sporttabellen & Ergebnisse
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Leserkommentare
Sknoe am 18.10.2019 18:10
Mit Oberlehrern gibt es natürlich immer wieder mal Konflikte, die, die ihr vermeintliches Recht durchsetzen wollen. Man sollte aber gar nicht erst ...
MaxHeinken am 18.10.2019 18:04
Ein wirklich sehr guter Beitrag.

In Bremen arbeiten viele, die im Bremer „Speckgürtel“ wohnen.
Nicht alle können mit den ...