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HSG Schwanewede/Neuenkirchen
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Neuzugänge Nummer acht und neun

Olaf Kowalzik 17.05.2019 0 Kommentare

Auch beim Donnerstag-Training war der frischgebackene Verbandsliga-Meister HSG Schwanewede/Neuenkirchen gut gelaunt.
Auch beim Donnerstag-Training war der frischgebackene Verbandsliga-Meister HSG Schwanewede/Neuenkirchen gut gelaunt. (OLAF KOWALZIK)

Schwanewede. Die angehenden Oberliga-Handballer der HSG Schwanewede/Neuenkirchen haben sich auf dem Transfermarkt noch einen Nachschlag gegönnt: Nils Goepel und Hannes Wünsch sind die Neuzugänge Nummer acht und neun, die den künftigen Kader der „Schwäne“ auf 20 Spieler anwachsen lassen. Das Duo kommt vom Oberliga-Zehnten VfL Edewecht, der sein Team mangels personeller Masse völlig überraschend bis in die Regionsklasse zurückgezogen hat. Bislang hatte sich der Oberliga-Aufsteiger mit Niklas Planck, Andrej Kunz (TV Neerstedt), Torben Lemke (VfL Edewecht), Jan Tholen (TvdH Oldenburg), Roberto Cagliani, Marco Wilhelms (ATSV Habenhausen) und Tizian von Lien (Elsflether TB) verstärkt.

„Mit dem Edewechter Rückzug hatten wir gar nicht gerechnet, da mussten wir einfach noch einmal zugreifen“, erklärte der HSG-Trainer Andreas Szwalkiewicz. Dass Torben Lemke dieses Mal seine Finger mit im Spiel hatte, überrascht nicht, denn er war in der gerade erst abgeschlossenen Saison der Mannschaftskamerad der Ammerländer. Aufgrund seines Tipps hatten sich die „Schwäne“ auch schon vor einem Jahr den Kroaten und Haupttorschützen Karlo Oroz geangelt, jetzt „spendierte“ Lemke seinem künftigen Coach die Telefonnummern für die Gesprächsaufnahme der VfL-Wechselwilligen.

Zweitgrößter Transfer

Nils Goepel ist der zweitgrößte Transfer des Verbandsliga-Meisters für die Saison 2019/20, was die Körperlänge angeht. Denn nach dem 2,04-Meter-Mann Torben Lemke weist der Edewechter Kreisläufer eine stattliche Höhe von 1,97 Meter auf, die der 6:0-Deckung der „Schwäne“, die sie neben der 3:2:1-Formation noch weiter forcieren wollen, sehr gut tun wird. Was freilich auch für die Halbposition in der 3:2:1-Abwehr zählt. „Über den Innenblock müssen unsere Gegner erst einmal werfen“, schnalzt „Andi“ Szwalkiewicz mit der Zunge. Der 21-Jährige hat auch schon beim OHV Aurich in der dritten Liga gespielt und traf für Edewecht in der vergangenen Saison 62 Mal ins Schwarze.

Ganze 22 Zentimeter kleiner als Goepel ist Hannes Wünsch, dafür wirft der 22-Jährige mit links, was bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen sonst nur Tim Paltinat und Nils Husen können. 44 Mal netzte der Rechtsaußen in der vergangenen Spielzeit für die Ammerländer ein, der dem Aufsteiger mit seinem Wechsel eine neue Variabilität erlaubt.

„Jetzt kann ich Tim Paltinat auch auf Halbrechts bringen, was uns neue Möglichkeiten eröffnet“, freut sich der HSG-Trainer darüber, noch schwerer auszurechnen zu sein. Der große Kader, dem neben dem Stand-by-Torwart Marcus Helmke auch der Langzeitverletzte Torben Pilger (Riss der Patellasehne) angehört, birgt aber auch Risiken.

Schließlich müssen sich die vielen Neuen erst einmal mit den bisherigen Platzhirschen einspielen, und alle Spieler zusammen auch bei Laune gehalten werden. „Unsere Hauptaufgabe wird es sein, schnell zusammenzuwachsen“, betont Szwalkiewicz. Am Verteilen der individuellen Trainingspläne im Juni und dem Trainingsauftakt Anfang Juli will er nicht rütteln. „Möglicherweise gehen wir aber eher in die Halle, um die Spielabläufe zu trainieren. Denn die werden eine längere Zeit benötigen, bis sie funktionieren.“ Er sieht es als vorteilhaft an, dass sieben seiner Verstärkungen quasi in Blockbildung aus drei Vereinen kommen, was ihnen das Einleben im Team erleichtern wird.

Dabei will der Viertliga-Rückkehrer sein Spieltempo sowohl auf dem Weg nach vorne als auch zurück in die Abwehr erhöhen. Auch bei möglichen Verletzungen, die zum Abschluss der Verbandsliga-Saison Torben Pilger, Niels Huckschlag und René Steffens erwischt haben, hat er nun genügend Puffer.

Den Kader hat sich der Schwaneweder Trainer aber auch mit Blick auf die kommende Oberliga-Saison zusammengestellt, in der er „mindestens den sechsten Platz erreichen will.“ Das hat seinen Grund, denn die kommende Saison dürfte angesichts der bevorstehenden Spielklassen-Strukturreform für die Qualifikation zur neuen Oberliga Niedersachsen/Bremen entscheidend sein. „Wenn alles gut läuft haben wir das Zeug dazu, uns trotz der starken Konkurrenz dafür zu qualifizieren“, ist Andreas Szwalkiewicz überzeugt.

Weitere Informationen

Oberligen Niedersachsen und Nordsee sollen zusammengelegt werden

Am 25. Mai stimmen 80 Delegierte und sieben Präsidiumsmitglieder, darunter auch Bremer Vertreter, beim Handball-Verbandstag der Niedersachsen in Hannover über eine Spielklassenreform ab. Das Ziel ist es, die beiden Oberligen Niedersachsen (Südniedersachsen bis Lüneburger Heide) und Nordsee (Nordwest-Niedersachsen und Bremen), in letzterer geht die HSG Schwanewede/Neuenkirchen an den Start, zu einer neuen Liga zusammenzulegen. Damit soll das Leistungsgefälle verringert werden, was wiederum den Aufsteigern in die dritte Liga zugute kommen soll, da sie mehr Spiele auf höherem Niveau absolvieren müssen. Bei einer Zustimmung wird die neue Oberliga in der Saison 2020/21 mit einer Staffelstärke von 14 Teams eingeführt, in der sowohl die Verbandsliga-Aufsteiger als auch mögliche Drittliga-Absteiger aufzunehmen wären. Für diese Spielklasse müssten sich die Teams dann in der kommenden Saison qualifizieren. Auswirkungen hätte das Konstrukt auch auf die Landesligen, die dann von fünf auf vier Staffeln verringert werden sollen.


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Leserkommentare
tommi24 am 18.10.2019 17:28
@Da würde der wutbürgernde Autofahrer aber sofort durchdrehen.

Ja, ganz bestimmt!
tommi24 am 18.10.2019 17:27
@Also muss hier mal "suziwolf" unterstützen.

Ich auch, diese vermaledeiten Blechkistenfahrer müssen aus der Stadt, es lebe das Fahrrad. ...