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„Iron Löhni“
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Nils Kohlstädt gewinnt „Iron Löhni“

Martin Prigge 09.08.2017 0 Kommentare

Triathlon
Setzten sich beim 9. „Iron Löhni“ (von links) durch: Nils Kohlstädt, Saskia Albrecht plus André Schnorr, Klaus Siedenburg und Ralf Hilker (Teamsieger). (Martin Prgge)

Löhnhorst. Wenn der Comic-Charakter Tony Stark in seinen Hightech-Anzug schlüpft, kann er mithilfe ausgefeilter Technik als Superheld „Iron Man“ den gefährlichsten Filmbösewichten entgegentreten. Beim gleichnamigen Triathlon, wie beispielsweise auf Hawaii, müssen die Athleten hingegen auf reine Muskelkraft und Ausdauer vertrauen. So auch beim etwas abgespeckten, aber an den „Ironman“ angelehnten Volkstriathlon „Iron Löhni“, der in Löhnhorst nun zum neunten Mal stattfand.

Wie schon in den Vorjahren spielte das Wetter mit – sodass sich die Einwohner der Gemeinde auf einen ihrer Jahreshöhe­punkte freuen konnten. Immerhin gilt der „Iron ­Löhni“ im Dorf als eine Art Familientreffen. So herrschte bei der Einweisung der Athleten vor dem Startschuss reges Treiben auf dem Löhnhorster Sportplatz.

Für die Teilnehmer galt es, zunächst eine Schwimmstrecke von 500 Metern zu absolvieren, die im Löhnhorster See des FKK-Geländes am Habichthorster Weg zu bewältigen war. „Tolle Sache, dass wir hier wieder schwimmen durften“, bedankte sich Mitorganisator Hartmut Henke. Die anschließende Fahrradstrecke führte die Sportler auf 21 Kilometern durch Löhnhorst und umzu, ehe sie zum Abschluss zweimal durch das Dorf fünf Kilometer laufen mussten.

Vorjahressieger auf Platz zwei

Vorjahressieger Siegmar Zedler, der 2016 überraschend gewonnen hatte, war vor dem Start guter Dinge und wollte seinen Titel verteidigen. „Eigentlich sollten ja die Jüngeren vorwegpreschen, aber man weiß ja erst hinterher – wie es läuft“, zeigte sich der 58-jährige Zedler gespannt auf die Konkurrenz. „Wir hatten schon überlegt, ob wir ­extra eine Wertungsklasse Ü50 einführen sollten, damit auch die Youngster mal eine Chance haben“, scherzte Organisator Matthias Wachtendorf. Letztlich kam Zedler als Zweiter nach 1:19:20 Stunden ins Ziel – und ließ tatsächlich einem jüngeren Hobby-Triath­leten den Vortritt.

Es siegte beim 9. „Iron Löhni“ Nils Kohlstädt (Jahrgang 1988, OT Bremen), der 1:17:29 Stunden erreichte. „Es ist eine tolle Veranstaltung, vor allem, weil sie in solch einem kleinen Rahmen aufgezogen wird. Den besonderen Reiz macht der Umstand aus, dass auf der Radstrecke nicht alles ­asphaltiert ist und man sich das Rennrad hier eher abschminken kann“, so der Triathlet, der durch einen befreundeten Löhnhorster auf das Event aufmerksam wurde.

Dass der Wettbewerb allein durch erfolgreiche Mundpropaganda immer größer und beliebter wird, ließ sich aber nicht nur bei Gewinner Kohlstädt erkennen. Sportlehrer Oliver Bomber, ein guter Kumpel von Organisator Wachtendorf, nahm zum ersten Mal teil, weil er den „Löhni“ als eine Trainingseinheit in Vorbereitung auf den Bremer Halbmarathon mitnehmen wollte. „Schwimmen wird interessant“, so Bomber, der schließlich als Neunter ins Ziel kam.

Am Schwimmen interessiert waren auch die Familien Große und Wegner, deren Kinder Sina und Emma bei der SAV an ihrer Schwimm-Karriere feilen. Sie nahmen als Team teil – und Sina Große war im See mit 7:46 Minuten Schnellste überhaupt. Am Ende landeten die Großes auf Platz zwei und Wegners wurden Fünfte. Über die Schule kam Saskia Albrecht in Kontakt mit dem „Iron Löhni“. 2015 holte sie sich bei den Frauen den Titel – und siegte bei der neunten Auflage erneut (1:33:55). Einmal pro Woche schwimmt sie derzeit, für einen Triathlon trainiert sie normalerweise aber nicht. „Der Dorftriathlon ist total gewachsen, was auch daran liegt, dass viele zum ersten Mal mitmachen und es ihnen so gut gefällt, dass sie hängen bleiben“, so Saskia Albrecht.

Am Teamwettbewerb nahm auch die ­erste Fußball-Herrenmannschaft des SV Löhnhorst um Coach Torsten Kentel teil – um sich für ein anschließendes Freundschaftsspiel aufzuwärmen. „Wir wollten schon immer einmal mitmachen – jeder übernimmt eine Disziplin und die Besten gewinnen einen Preis als Anreiz“, so Kentel, der damit ein kurzes Trainingslager abschloss.

Die Teamwertung entschied das Trio „Die Triathletics“ (Ralf Hilker, André Schnorr, Klaus Siedenburg) für sich, die zusammen fast 150 Jahre alt sind. Nach mehrmaliger Teilnahme hatten sie in diesem Jahr auf den Sieg gehofft – und belohnten sich mit einem eisernen Wanderpokal. Bis auf einen kleinen Sturz des Viertplatzierten Christian Schikora verlief das Event ohne große Zwischenfälle. Im nächsten Jahr soll der Volkstriathlon erneut eine Woche nach den Sommerferien stattfinden – dann feiert Löhnhorst zehnjähriges „Löhni“-Jubiläum.


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Leserkommentare
Fehleinkauf am 22.10.2019 10:30
Was als für immer unerreichtes Märchen in den 70ern begann, ist heute nur noch peinlich.

Peinliche Story
Peinliche ...
Izmir_Fuchs am 22.10.2019 10:27
Keine Sorge, das dient nur AKKs Profilierung. Sie kann den Vorschlag doch nur aufgreifen, weil sie genau weiß, dass da nichts passieren wird.