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Handball-Oberliga der Männer
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„Saathoff“ trifft auf „Schmalle“

Olaf Kowalzik 19.09.2019 0 Kommentare

Andreas Szwalkiewicz trifft im Heimspiel an diesem Freitag auf einen alten Bekannten.
Andreas Szwalkiewicz trifft im Heimspiel an diesem Freitag auf einen alten Bekannten. (OLAF KOWALZIK)

Schwanewede. Andreas Szwalkiewicz muss schmunzeln, als er über den an diesem Freitag stattfindenden  Heimspielkracher gegen die SG VTB Altjührden (20 Uhr, Heideschule) spricht. „“Schmalle“ nennt mich heute noch „Saathoff““, sagt der Handball-Trainer der HSG Schwanewede/Neuenkirchen. „Schmalle“, das ist Altjührdens Trainer Christian Schmalz, der den „Schwänen“ in der Männer-Oberliga mit dem Drittliga-Absteiger die Punkte streitig machen will.

Schmalz hatte zusammen mit „Andi“ Szwalkiewicz vor rund 15 Jahren in Aurich eine gute Zeit miteinander erlebt: Szwalkiewicz als Goalgetter auf dem Feld und „Schmalle“ Schmalz als Co-Trainer des OHV Aurich auf der Bank. Da die Ostfriesen jedoch den Zungenbrecher Szwalkiewicz nicht aussprechen konnten, wurde er bei jeder Toransage einfach zum ostfriesischen „Saathoff“ umbenannt. Da Szwalkiewicz damals beim OHV Torschützenkönig war, geschah das nicht selten. Deshalb wird Andreas Szwalkiewicz von seinem heutigen Gegenüber immer noch mit „Saathoff“ angesprochen. Vor zehn Jahren löste Szwalkiewicz Christian Schmalz außerdem als Trainer beim damaligen Oberligisten MTV Jever ab.

Ob der „Schwäne“-Trainer heute nach der Partie immer noch vergnügt sein wird, muss allerdings abgewartet werden. Denn die SG VTB Altjührden ist trotz ihrer drei verletzten, starken Spieler mit 4:0 Punkten optimal in die Saison gestartet. Szwalkiewicz: "Für mich ist die SG mit ihrem super Kader ein absoluter Titelfavorit.“ Den Friesländern verursachen allerdings die Langzeitausfälle von Patryk Abraham, Lukas Kalafut und Lasse Thünemann ob ihres schmalen Kaders Sorgenfalten.

In diesem Punkt sind die „Schwäne“ mit ihrem 20-Mann-Aufgebot wesentlich besser aufgestellt. Weshalb sie den jüngsten Ausfall ihres Neuzugangs Tizian von Lien nach den Langzeitverletzten Nils Husen und Torben Pilger zumindest personell verkraften können. Beim wendigen Mittelangreifer wurde in der rechten Schulter ein erneuter Teilabriss der Gelenklippe festgestellt, den er sich beim Vorbereitungsturnier in Delmenhorst zugezogen hat. Er wird am 30. Oktober in Hannover operiert. „Erst danach werde ich endgültig wissen, wie lange ich ausfalle“, erzählt von Lien. Er taxiert seine Fehlzeit auf „mindestens sechs Wochen bis maximal sechs Monate.“ Da der HSG Schwanewede/Neuenkirchen außerdem noch Fabian Hartwich (gesperrt) und Jannis Molzahn (studienbedingt) fehlen werden, ist ihr Kader für das Schlagerspiel auch schon so gut wie fix. „Da zeigt sich schon jetzt, wozu die Größe gut ist“, sagt Andreas Szwalkiewicz. Dafür war er nämlich im Vorfeld der Saison hier und da schon etwas belächelt worden.

Auch wenn seine Mannschaft beim jüngsten 27:25-Auswärtssieg in Rotenburg einen Sieben-Tore-Rückstand klasse aufgeholt hat, hatte sie sich dort immer noch zu viele kleine Schwächen gegönnt. Welche, die gegen den Tabellenzweiten ins Auge gehen können. „Wir müssen auf den Punkt spielen, brauchen die einfachen Tore und müssen uns auf eine starke Rückraum-Kreis-Achse einstellen“, meint der HSG-Coach.

Topwerfer der SG VTB Altjührden ist der 1,98-Meter große Linkshänder Renke Bitter (zwölf Tore aus zwei Spielen), der bis hinauf zur zweiten Bundesliga gespielt hat. Reichlich Stimmung auf den Rängen wollen die Gäste auch mitbringen, denn sie setzen für das heutige Duell extra einen Fanbus ein. „Varel bringt immer viel Anhang mit, daher hoffen wir auf eine ähnlich starke heimische Unterstützung wie vor zwei Wochen gegen Habenhausen“, wünscht sich Andreas Szwalkiewicz. Für Altjührdens Sportlichen Leiter Christoph Deters kommt es wiederum darauf an, „dass wir seriös und voll konzentriert an die Aufgabe herangehen.“ Gewarnt sind die Friesländer vor der HSG Schwanewede/Neuenkirchen auf alle Fälle, denn als sie am 3. März 2018 als souveräner Oberliga-Spitzenreiter in der „Heidehölle“ aufkreuzten, setzte es für sie dort eine 26:28-Niederlage. Vom damaligen Altjührdener Team wird aber nur noch Kevin Langer im Aufgebot stehen.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...