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Fußball-Bremen-Liga
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SAV hofft auf Flutlichteffekt

Klaus Grunewald 19.09.2019 0 Kommentare

Ermin Alijagic
Ermin Alijagic (Christian Kosak)

Blumenthal. Der Trend kann gegensätzlicher kaum sein. Während der Blumenthaler SV in der Fußball-Bremen-Liga nach drei Siegen in Serie auf der Erfolgswelle schwimmt, ist die SG Aumund-Vegesack nach drei Niederlagen in Folge – allerdings allesamt gegen namhafte Kontrahenten – in die Mittelmäßigkeit abgetaucht. Dennoch will die SAV nach den Worten ihres Trainers Björn Krämer alles daransetzen, den Negativtrend an diesem Freitagabend beim Titelfavoriten FC Oberneuland zu stoppen (Anpfiff 19.30 Uhr). Für die Burgwallelf und ihren Coach Denis Spitzer gilt es hingegen, am Sonnabend ab 15 Uhr mit einem Heimsieg gegen den Habenhauser FV den Kontakt zur Tabellenspitze zu festigen.

FC Oberneuland – SG Aumund-Vegesack: Was tun, wenn man trotz großen Engagements aber ohne Fortune in den Spielen gegen den Blumenthaler SV (0:3), TuS Schwachhausen (2:3) und Bremer SV (1:3) als Verlierer vom Platz gegangen ist? Mit dieser Frage haben sich Spieler und Trainerteam der SAV in den vergangenen Trainingstagen intensiv befassen müssen. Björn Krämer: „An Einsatzwillen und fehlenden Torchancen lag es nicht, dass wir komplett leer ausgegangen sind.“ Aber oft habe schlicht der entscheidende Pass zum Torerfolg gefehlt.

Um nicht weiter ins Niemandsland der Tabelle abzurutschen, sind die Vegesacker gefordert, nun ausgerechnet beim Meisterschaftsfavoriten FC Oberneuland zu punkten. Der sich nach vier Siegen ohne Unterbrechung als „Mannschaft der Stunde“ fühlen kann und auf eigenem Platz am Vinnenweg die eindeutige Favoritenrolle einnimmt. Dennoch solle sich sein Team nicht verstecken und selbstbewusst auftreten, sagt Krämer. Der allerdings nicht verhehlt, dass er gegen die offensivstarken Gastgeber mit einer veränderten Grundordnung antreten könnte. Zumal er auf einige Stammkräfte wie Christian Böhmer (gesperrt), Ibrahim Fidan, Lokman Abdi und Lennart Kettner (alle verletzt) sowie den privat verhinderten Manuel Broekmann verzichten muss.

Nun hofft der Vegesacker Coach, dass Verteidiger Ferdi Uslu seine Blessuren auskuriert hat und auflaufen kann. Schließlich soll die Mannschaft insbesondere in der Defensive kompakter stehen und den gegnerischen Angreifern weniger Raum zubilligen. Wobei man es jedoch nicht auf eine Abwehrschlacht mit gelegentlichen Befreiungsschlägen ankommen lassen will. Krämer appelliert denn auch an das Selbstwertgefühl seiner Spieler: „Wir sind spielstark genug, um gegen den FC Oberneuland Torchancen zu kreieren.“

Vielleicht hilft neben Einsatzfreude und Spielgeschick an diesem Freitag der Zeitpunkt der Begegnung. Weil Schiedsrichter Mirko Eggers das Spiel erst um 19.30 Uhr anpfeift, muss das Flutlicht im Stadion am Vinnenweg eingeschaltet sein. Und das sorge an einem Freitagabend immer für eine besondere Atmosphäre, die noch einmal die Spielfreude der Protagonisten steigere, glaubt Björn Krämer. In guter Erinnerung ist ihm noch der 4:0-Auswärtserfolg beim SC Borgfeld: am Freitag, 23. August, unter künstlichem Licht.

Blumenthaler SV – Habenhauser FV Die Zwischenbilanz kann sich sehen lassen: Nach sieben Spielen liegt der Blumenthaler SV mit 15 Punkten auf Rang vier der Bremen-Liga-Tabelle und hat mit 23 Treffern bislang so oft wie keine andere Mannschaft den Ball ins gegnerische Tor befördert. Allein in den letzten drei Partien gegen die SAV (3:0), Leher TS (6:0) und BTS Neustadt (6:2) gelang das gleich 15 Mal. Dagegen nimmt sich die bisherige Ausbeute des Habenhauser FV bescheiden aus: Fünf Punkte, elf Tore, Rang 13. Fazit: Wenn Schiedsrichter Burc Yüntdag am Sonnabend um 15 Uhr die Begegnung der beiden langjährigen Liga-Rivalen anpfeift, geht der Blumenthaler SV als hoher Favorit ins Rennen.

Gleichwohl hat BSV-Trainer Denis Spitzer seine Spieler davor gewarnt, die Partie auf die leichte Schulter zu nehmen und die Südbremer zu unterschätzen. Sie haben zwar in ihren bisherigen sieben Meisterschaftsspielen erst einmal gewinnen können (2:1 gegen ESC Geestemünde), doch unterschätzen dürfe man das Team seines Kollegen Wilco Freund nicht, warnt der Blumenthaler Trainer. Um in der Tabelle oben dran zu bleiben, bezeichnet Spitzer einen Heimsieg gegen Habenhausen gleichwohl als Pflichtaufgabe.

Und natürlich hofft er, dass seine Mannschaft an diesem Sonnabend ebenso torhungrig sein wird wie in den vergangenen drei Bremen-Liga-Spielen. Weil die Torfabrik der Nordbremer bislang so produktiv war, gehören Mahdi Matar und Jonathan Bondombe-Simba mit jeweils fünf Treffern sowie Sebastian Kurkiewicz (4) zu den erfolgreichsten Schützen der Liga.

Die personelle Voraussetzung für eine Fortsetzung der Siegesserie bezeichnet der Blumenthaler Trainer als gut. In der aktuellen Stammformation fehlt nur Tim Pendzich. Der 27-Jährige muss pausieren, weil seine Adduktorenverletzung noch nicht gänzlich auskuriert ist.


Sporttabellen & Ergebnisse
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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...