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Handball-Verbandsliga der Männer
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„Schwäne“ stocken weiter auf

OLAF KOWALZIK 17.04.2019 0 Kommentare

In dieser Saison spielte Marco Wilhelms gegen die HSG Schwanewede/Neuenkirchen, in der kommenden für sie.
In dieser Saison spielte Marco Wilhelms gegen die HSG Schwanewede/Neuenkirchen, in der kommenden für sie. (OLAF KOWALZIK)

Schwanewede. Die angehenden Oberliga-Handballer der HSG Schwanewede/Neuenkirchen haben es schon wieder getan: Marco Wilhelms (ATSV Habenhausen II) und Tizian von Lien (Elsflether TB) sind die nächsten beiden Transfer-Kracher, die sich der aktuelle Verbandsliga-Primus für die kommende Spielzeit gesichert hat. Das torgefährliche Duo bringt es zusammen auf 274 Treffer und rangiert in der aktuellen Torjägerliste der Verbandsliga auf den Plätzen sechs (Wilhelms/147) und elf (von Lien/127).

Damit legt die ohnehin schon wurffreudigste Offensive der fünften Liga für die kommende Saison noch einmal kräftig nach. Das Beste daran ist jedoch, dass die beiden auch vom Siebenmeterpunkt aus ihre unbestrittenen Qualitäten haben, was den sogenannten „Sahneschnitten“ zusätzlich entgegenkommt. Im Oberliga-Abstiegsjahr 2017/18 hatte die Erfolgsquote der HSG Schwanewede/Neuenkirchen vom Punkt 72,17 Prozent betragen, aktuell sind es 72,41 Prozent. „Da ist noch Luft nach oben“, ist HSG-Trainer Andreas Szwalkiewicz überzeugt.

Szwalkiewicz wollte Tizian von Lien (Jahrgang 1995) schon in der vergangenen Saison verpflichten, bekam von dem aber damals noch einen Korb. Diesmal war eine lockere Nachfrage nach dem 26:26 im Spitzenspiel vor knapp drei Wochen gegen Elsfleth von Erfolg gekrönt. „Ich hatte schon fast nicht mehr mit seiner Zusage gerechnet“, gibt der HSG-Coach zu. „Aber wenn du einen von Lien bekommen kannst, dann musst du einfach zuschlagen“, fährt er fort.

Großes Wurfrepertoire

Der Umworbene setzt in Schwanewede auf eine ehrgeizige und engagierte Mannschaft, die auch in der kommenden Saison wieder klare Ziele verfolgt. „Mir war und ist neben den erfolgreichen Spielen am Wochenende auch das Training unter der Woche sehr wichtig“, unterstreicht von Lien, der in den beiden Partien gegen die HSG 9/5-mal eingenetzt hat. Er spielt sowohl auf Linksaußen als auch auf der Angriffsmitte und verfügt dabei über ein großes Wurfrepertoire. In der Abwehr bietet er sich vor allem als vorgezogene Spitze in der 3:2:1- oder der 5:1-Variante an. „Dort könnte er Karlo Oroz und Torben Pilger entlasten“, zählt „Andi“ Szwalkiewicz weitere Vorzüge seines Neuzugangs auf. „Ich denke, dass der Konkurrenzkampf, den der neue, größere Kader mit sich bringt, für den passenden Trainingseifer sorgen wird“, meint von Lien. „Für die Mannschaft und mich kann das nur förderlich sein.“

Marco Wilhelms ist wie Tizian von Lien ebenfalls der Topwerfer seiner Mannschaft und logierte schon in der vergangenen Oberliga-Saison mit 178 Treffern auf Platz vier der Liga-Scorerliste.

Nichtsdestotrotz ist der dynamische Angreifer auch jemand, der für seine Nebenleute spielt und den Kreisläufer gut in Szene zu setzen weiß. „Er ist ein anderer Spielertyp als Niels Huckschlag und Andrej Kunz“, sagt Andreas Szwalkiewicz, der Wilhelms aufgrund seiner Persönlichkeit auch „gut für die Team-Hierarchie findet.“

Wilhelms selbst sucht nach fünf tollen Jahren beim ATSV Habenhausen II eine neue Herausforderung. „Es wird für mich eine völlig neue Erfahrung werden, eher zu den älteren Spielern zu gehören, obwohl ich doch selbst gar nicht so alt bin“, schmunzelt der 26-Jährige, den eine geringe Fehlerquote auszeichnet. Er hatte in den beiden Spielen gegen seinen neuen Klub 15/10-mal getroffen und ist vom neuen HSG-Konzept überzeugt: „Das ist in meinen Augen nachhaltig und umfasst nicht nur eine Saison.“ Den Anschluss ans Team dürfte der 1,81 Meter großen Rechtshänder sofort finden, da er hauptberuflich als Fluglotse tätig ist und Schwanewedes Rückraumspieler Marc Blum privat als Pilot unterwegs ist. Wenn die zwei sich nichts zu erzählen haben, wer dann?

Vor dem torhungrigen Duo hatten die „Schwäne bereits Torben Lemke (VfL Edewecht), Niklas Planck, Andrej Kunz (beide TV Neerstedt), Jan Tholen (TvdH Oldenburg) und Roberto Cagliani (ATSV Habenhausen II) als Neuzugänge vermeldet, verlassen werden das Team der Mannschaftsführer Mirko Ahrens und Torwart René Steffens (beide zum künftigen Oberliga-Rivalen ATSV Habenhausen). Damit umfasst das Aufgebot der HSG Schwanewede/Neuenkirchen in der kommenden Saison inklusive des Standby-Keepers Marcus Helmke 18 Spieler.

„Damit haben wir einen Mega-Monsterkader“, betont der HSG-Coach und meint damit nicht die Größe, sondern die Qualität. „Das ist vielleicht der Stärkste, den die HSG seit vielen Jahren hat“, behauptet er. Er sieht das Team damit auch bei eventuellen Verletzungen als gut abgesichert an.

Grundsätzlich ist damit die Kaderplanung der „Schwäne“ für die Oberliga-Saison 2019/20 abgeschlossen. Eine kleine Hintertür lässt sich Andreas Szwalkiewicz aber noch offen: „Man weiß ja nie, was noch so passiert oder auf den Spielermarkt kommt“, sagt er. Ein Linkshänder für den rechten Rückraum steht bei ihm – wie auch bei vielen anderen Mannschaften – ganz hoch im Kurs.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?