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Tischtennis-Regionalliga Nord der Damen
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SG Marßel gelingt Maximalausbeute

Klaus Grunewald 27.01.2019 0 Kommentare

Die Marßelerin Katarina Belopotocanova machte im ersten Spiel gegen TuS Germania Schnelsen den Deckel drauf und war auch einen Tag später hellwach.
Die Marßelerin Katarina Belopotocanova machte im ersten Spiel gegen TuS Germania Schnelsen den Deckel drauf und war auch einen Tag später hellwach. (Maximilian von Lachner)

Marßel. Auf drei Punkte am Doppelspieltag in eigener Halle hatte Trainer Thomas Bienert gehofft. Doch die Damen der SG Marßel holten vier und bewiesen beim 8:5 gegen TuS Germania Schnelsen und 8:4 gegen den TTC Berlin Neukölln trotz kleiner Schwächephasen, dass sie zurecht auf dem zweiten Tabellenplatz stehen und gute Chancen haben, wie in der vergangenen Saison zumindest die Vizemeisterschaft in der Tischtennis-Regionalliga Nord zu gewinnen.

SG Marßel – TuS Germania Schnelsen 8:5: „Der Auftakt war nicht so komfortabel“, bilanzierte Jennifer Bienert. Die 23-Jährige, die an Position drei der SG Marßel spielt, musste am Sonnabend gegen den TuS Germania Schnelsen in die Rolle der Teambetreuerin schlüpfen, weil ihr Vater Thomas nicht als Trainer zur Verfügung stand. Er weilte als Bezirksjugendwart Weser-Ems bei den niedersächsischen Landesmeisterschaften für Jungen und Mädchen in Göttingen.

Seine Tochter räumte nach dem gut zweieinhalbstündigen Match in der Landskronahalle gegen die Hamburgerinnen ein, dass die beiden Niederlagen in den Doppeln für eine gewisse Verunsicherung bei den favorisierten Marßelerinnen gesorgt hätten.

Doch die Nordbremerinnen, die das Hinspiel in Schnelsen glatt mit 8:1 für sich entschieden hatten, erholten sich relativ schnell von dem Schock des 0:2-Rückstands. Zwar musste sich Katarina Belopotocanova erwartungsgemäß Schnelsens Spitzenspielerin Amrutha Pushpak mit 1:3 beugen, doch Elina Vakhrusheva (3:1 gegen Viet Tran), Jennifer Bienert (3:0 gegen Julietta Gez) und Klara Bruns, die im unteren Paarkreuz an Position vier spielte (3:1 gegen Daniela Hennig, Schnelsens Nummer drei), sorgten für den zwischenzeitlichen 3:3-Ausgleich.

Jetzt hatten die Gastgeberinnen eigentlich nur noch Punktverluste gegen die überragende TuS-Spitzenspielerin Amruta Pushpak zu befürchten. Und so kam es auch: Pushpak, die an der Seite von Daniela Hennig zu Beginn das Doppel gegen Bienert/Bruns 3:1 gewonnen hatte, setzte sich in einem hart umkämpften Duell mit Glück 3:2 gegen Elina Vakhrusheva durch und gewann 3:1 gegen Jennifer Bienert, die dem Verlust des ersten Satzes (11:13) nachtrauerte: „Hätte ich den gewonnen, wäre noch etwas möglich gewesen.“ Doch alle Marßeler Niederlagen gegen Pushpak waren letztlich kein Beinbruch, weil Katarina Belopotocanova, Jennifer Bienert, Elina Vakhrusheva (3:1 gegen Daniela Hennig) und nochmals Katarina Belopotocanova nahezu problemlos die erforderlichen Punkte zum 8:5-Heimsieg einsammeln konnten.

SG Marßel – TTC Berlin Neukölln 8:4: Auch gegen den Tabellenvierten taten sich die Nordbremerinnen in beiden Doppeln schwer. Allerdings wehrten sich Jennifer Bienert/Klara Bruns ebenso vehement wie Elina Vakhrusheva/Katarina Belopotocanova gegen drohende Niederlagen und siegten jeweils mit 11:9 im fünften Satz.

Das sei ganz wichtig für den Gesamtsieg gewesen, sagte Thomas Bienert, der gestern rechtzeitig aus Göttingen eingetroffen war, um das SGM-Quartett zu coachen. Wichtig auch deshalb, weil Spitzenspielerin Elina Vakhrusheva nicht ihren besten Tag erwischte und sowohl gegen Neukölln Nummer eins, Jennifer Schmidt, als auch gegen die an Position zwei gesetzte Janina Thiele 1:3 beziehungsweise 0:3 unterlag. Lediglich gegen Mareike Jünemann gelang ihr ein glattes 3:0.

Besser disponiert war dagegen Marßels Nummer zwei, Katarina Belopotocanova, die sich keine Blöße gab und weder Jennifer Schmidt beim 3:1- noch Neuköllns Nummer zwei, Janina Thiele, beim 3:0-Sieg eine Chance ließ. Ebenfalls nur drei Sätze benötigte Marßels Nummer drei, Jennifer Bienert, um Desilava Apostolova (Nummer vier) und Mareike Jünemann von der Platte zu fegen. Gegen Jennifer Schmidt allerdings war an diesem Sonntag auch für Nummer drei der SG Marßel kein Kraut gewachsen. Die Berlinerin gewann 3:0. Am deutlichen 8:4-Sieg für die SG Marßel konnte sie freilich nicht mehr rütteln.

Thomas Bienert zeigte sich dem zweiten Sieg hoch zufrieden. Vor allem deshalb, weil sich die SGM als spielstarke Einheit präsentierte, die auch Schwächephasen bei der einen oder anderen Spielerin kompensieren kann.

Weitere Informationen

SG Marßel – TuS Germania Schnelsen 8:5: Bienert/Bruns – Pushpak/Hennig 1:3 (8:11, 5:11, 11:6, 8:11); Vakhrusheva/Belopotocanova – Tran/Gez 2:3 (7:11, 11:6, 11:6, 9:11, 8:11); Vakhrusheva – Tran 3:1 (10:12, 11:8, 11:8, 11:6); Belopotocanova – Pushpak 1:3 (5:11, 7:11, 11:8, 8:11); Bienert – Gez 3:0 (11:3, 11:7, 11:9); Bruns – Hennig 3:1 (11:9, 6:11, 11:2, 11:4); Vakhrusheva – Pushpak 2:3 (8:11, 9:11, 11:8, 15:13, 8:11); Belopotocanova – Tran 3:1 (11:1, 8:11, 11:7, 14:12); Bienert – Hennig 3:0 (11:6, 11:9, 11:2); Bruns – Gez 3:0 (11:6, 11:4, 11:7); Bienert – Pushpak 1:3 (11:13, 5:11, 11:3, 8:11); Vakhrusheva – Hennig 3:1 (11:4, 11:6, 8:11, 11:5); Belopotocanova – Gez 3:0 (11:4, 11:7, 11:4) 

SG Marßel – TTC Berlin Neukölln 8:4: Bienert/Bruns – Schmidt/Jünemann 3:2 (11:7, 11:5, 8:11, 10:12, 11:9); Vakhrusheva/Belopotocanova – Thiele/Apostolova 3:2 (11:6, 11:9, 11:13, 9:11, 11:9); Vakhrusheva – Thiele 0:3 (8:11, 9:11, 9:11); Belopotocanova – Schmidt 3:1 (11:9, 11:6, 4:11, 11:9); Bienert – Apostolova 3:0 (11:6, 11:8, 11:9); Bruns – Jünemann 0:3 (8:11, 6:11, 2:11); Vakhrusheva – Schmidt 1:3 (7:11, 12:10, 7:11, 7:11); Belopotocanova – Thiele 3:0 (11:9, 11:4, 11:9); Bienert – Jünemann 3:0 (11:6, 13:11, 11:6); Bruns – Apostolova 3:0 (11:9, 11:3, 11:7); Bienert – Schmidt 0:3 (9:11, 12:14, 6:11); Vakhrusheva – Jünemann 3:0 (11:5, 11:5, 12:10)  GRU


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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...