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Handball-Verbandsliga Männer
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Stimmungsvoll und emotional

Olaf Kowalzik 05.05.2019 0 Kommentare

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Die "Schwäne" im Rampenlicht. Im letzten Heimspiel gegen TuS Bramsche gelang der Titelgewinn in der Handball-Verbandsliga. (Christian Kosak)

Schwanewede. „Hey, hey, wer nicht hüpft, der ist kein Meister.“ Die Verbandsliga-Handballer der HSG Schwanewede/Neuenkirchen waren nach ihrem 35:25 (20:10)-Heimsieg über den TuS Bramsche bestens gelaunt und hatten offenbar noch reichlich Kraft für mehr. Die Spieler klatschten sich schon 71 Sekunden vor dem Abpfiff an der Seitenlinie hochzufrieden ab, dazu erhoben sich die 320 Zuschauer von den Rängen und richteten ihren donnernden Applaus nach der Taktvorgabe des Chef-Trommlers Peter Pomorski aus.

„Auf solch ein Publikum können wir einfach nur stolz sein“, bedankte sich der verletzte Spielmacher Niels Huckschlag via Mikrofon an die Menge und die jubelten dankbar zurück. Die Spieler packten derweil ihre T-Shirts mit dem großen Aufdruck „Deutscher Handball-Meister“ und in kleineren Lettern darunter stehend, „Verbandsliga Nordsee 18/19“, aus und zogen sie an. Die pfiffige Aufmachung hatte sich Trainer Andreas Szwalkiewicz ausgedacht. Danach ging es beim Aufstellen für das obligatorische Meisterfoto dem wieder einmal starken Torwart Marcus Helmke an den Kragen. Kreisläufer Fabian Hartwich schnappte sich eine Bierflasche und goss deren Inhalt genüsslich über die schütteren Haare des 45-Jährigen Keepers aus, bis auch noch dessen Brillengläser vollständig verklebt waren.

„Als es im vergangenen Jahr um die Erteilung von Marcus’ Spielberechtigung für die HSG ging, wollte ich ihm zunächst noch helfend eine Schutzsperre anbieten“, witzelte Jens Schoof, der Vizepräsident des Bremer Handball-Verbandes, der die „Schwäne“ mit einem Meisterwimpel und einem Spielball ehrte. „Zu Marcus’ Leistung sage ich nur: Chapeau!“ Natürlich hatte der „Vize“ des Bremer und des Niedersächsischen Verbandes auch viele launige Worte für den Oberliga-Rückkehrer und dessen Publikum parat. „Die HSG hat den Kopf nicht in den Sand gesteckt und ihre Hausaufgaben perfekt gemacht“, schloss er dabei ab.

Einer der „Schwäne“-Spieler genoss den Abend ganz besonders – Kapitän Mirko Ahrens, der nach 13 Jahren im HSG-Dress zum künftigen Ligarivalen ATSV Habenhausen wechselt. Der 29-Jährige war schon weit vor dem Anpfiff hochgradig nervös und wurde bei jedem seiner vier Treffer ganz besonders gefeiert. Als sein Coach ihn in der 49. Minute vom Feld nehmen wollte und der Hallensprecher Jan-Peter Lemke die bestens gelaunten Fans schon zum Aufstehen aufgefordert hatte, holte sich „Batman“ Ahrens aber nur einen Nachschub und rannte sofort in den Angriff zurück.

Knapp achteinhalb Minuten vor Ultimo endete schließlich der Einsatz von Mirko Ahrens, in dem „Andi“ Szwalkiewicz ein Team-Time-out beantragte und seinen Käpt’n alleine dem jubelnden Publikum überließ. Bei diesem Gänsehaut-Moment stockte dem vierfachen Torschützen komplett der Atem, zumal im Hintergrund der Klassiker „Time to say goodbye“ aufspielte. Diese Hymne galt auch für René Steffens, der sich nun trotz einer Schleimbeutelverletzung ins Tor begab und unter anderem noch einen Siebenmeter parierte.

„Die Saison war für uns eine runde Sache“, meinte HSG-Trainer Andreas Szwalkiewicz. „Der Abstieg hat der Mannschaft und dem Verein letztlich gutgetan.“ Die Feier am Abend mit Freigetränken für die Fans, die selbst weit nach dem Abpfiff noch zuhauf im Small-Talk mit der Mannschaft in der Halle geblieben waren, ist übrigens nicht die letzte.

Die „Schwäne“ starten ihre große Meisterschaftssause mit den Fans am kommenden Sonntag ab 11 Uhr in der Neuenkirchener Schützenhalle (Reiterschanze 2) mit Musik, Essen und Getränken. Vorabanmeldungen sind unter Andreas.Szwalkiwicz@g-v-o.de erforderlich. Innerhalb von gut einem Tag haben sich bereits die ersten 80 feierbereiten Anhänger dafür angemeldet.


Sporttabellen & Ergebnisse
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Leserkommentare
Michalek am 20.10.2019 17:37
Schüler brauchen keine Erhebungen und sie sollten nicht als Versuchskaninchen herhalten müssen.

Grundschüler brauchen Unterricht, der ...
aguahorst am 20.10.2019 16:55
In der Nähe von Wilhelmshaven baut man neue Kavernen, um damit Geld zu verdienen. In Bremen will man sie verfüllen und stilllegen.....was passiert ...