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Fußball-Bremenliga
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Sturz in den Tabellenkeller droht

Klaus Grunewald 06.12.2018 0 Kommentare

Ob Oguzhan Dalan für den Blumenthaler SV gegen die Leher TS auflaufen kann, ist beruflich bedingt noch fraglich. Aber viel mehr als in der Offensive drückt die Nordbremer im Abwehrbereich der Schuh. Nur im Hinspiel gegen die Leher TS blieb
Ob Oguzhan Dalan für den Blumenthaler SV gegen die Leher TS auflaufen kann, ist beruflich bedingt noch fraglich. Aber viel mehr als in der Offensive drückt die Nordbremer im Abwehrbereich der Schuh. Nur im Hinspiel gegen die Leher TS blieb Blumenthal ohne Gegentor, insgesamt summierte sich die Zahl der Gegentreffer in 17 Partien schon auf 47. (M. von Lachner)

Vegesack. Der 18. Spieltag in der Bremen-Liga könnte für den Blumenthaler SV die letzte Chance sein, einigermaßen entspannt in die Winterpause zu gehen. Die Nordbremer sollten am Sonntag ab 14 Uhr zumindest einen Punkt bei der Leher TS ergattern, um nicht Gefahr zu laufen, bis zum 16. Februar 2019 einen Abstiegsplatz zu zieren. Der ist nur zwei Punkte entfernt und wird vom KSV Vatan Spor bekleidet. Mit solchen Gedanken braucht sich die SG Aumund-Vegesack nicht zu belasten. Der aktuelle Tabellenneunte erwartet am Sonnabend um 14 Uhr den Habenhauser FV und könnte mit dem angestrebten Heimsieg ein oder zwei Stufen höher klettern.

Leher TS – Blumenthaler SV: Die Erinnerung an das Hinspiel am 15. September im Burgwallstadion dürfte bei manchem Blumenthaler Fan noch heute Kopfschütteln auslösen. Die Seestädter stibitzten beim torlosen Remis einen höchst glücklich errungenen Punkt, weil die deutlich überlegene junge Blumenthaler Mannschaft ein gutes halbes Dutzend hochkarätiger Torchancen ausgelassen hatte. Die Devise am Sonntag auf dem Platz an der Honholdstraße in Bremerhaven kann allerdings nicht nur deshalb „Revanche“ lauten. „Unser Ziel müssen drei Punkte sein, um Distanz zu den Abstiegsrängen zu wahren“, unterstreicht BSV-Trainer Denis Spitzer.

Das ist allerdings leichter gesagt als getan, denn die Leher Turnerschaft hat sich in den vergangenen Wochen gefestigt und inzwischen als Tabellenachter mit 24 Punkten zehn mehr auf dem Konto als die Nordbremer. Ein Grund für den Aufschwung: Lehe hat die Taktik verändert, verlässt sich nicht mehr allein auf Konterfußball und ist deshalb schwieriger auszurechnen. Gleichwohl besitzen die Blumenthaler genügend Qualität, um am Sonntag zumindest nicht als Verlierer die Rückreise anzutreten. Beste Voraussetzung wäre, wenn „die Null stehen würde“, wie vor allem die Torhüter zu sagen pflegen. Nur im Spiel gegen die Leher TS konnte die Burgwallelf ihren Kasten sauber halten. In allen anderen bislang 16 Begegnungen kassierten sie im Schnitt 2,8 Gegentreffer pro Match.

Verständlich, dass Denis Spitzer darüber nachdenkt, wie sein Deckungsverbund zu stabilisieren ist. Er will die Winterpause nutzen, um den einen oder anderen ligaerprobten Akteur an Land zu ziehen. Erste Kontakte seien geknüpft worden, verrät der Blumenthaler Trainer. Dem freilich nicht verborgen geblieben ist, dass die Konkurrenz auch ein Auge auf den einen oder anderen Spieler seines Teams geworfen hat. Kurzum: Das winterliche Personalkarussell kommt nach dem 18. Spieltag in Schwung, und davon will auch der Tabellenvierzehnte profitieren.

Zunächst aber gilt es, in der Seestadt den Fall in den Tabellenkeller zu verhindern. Ob Torwart Thomas Büttelmann und Sturmtank Oguzhan Dalan dabei mithelfen können, ist wegen beruflicher Verpflichtungen fraglich. Abgesehen von den Langzeitverletzten stehen aber alle anderen Akteure zur Verfügung.

SG Aumund-Vegesack – Habenhauser FV: Mit 23 Punkten aus 17 Spielen führt die SAV die untere Tabellenhälfte der Bremen-Liga an. Trainer Björn Krämer und Manager Jörg Segerath hatten sich zu Saisonbeginn sicherlich eine bessere Platzierung ausgerechnet. Doch weil die personell gut aufgestellte Mannschaft in etlichen Spielen mehr mit Leistungsschwankungen als mit konstanter Dominanz auffiel, ging so mancher Punkt flöten. In den letzten beiden Begegnungen konnten gegen den Blumenthaler SV (1:0) und beim SV Werder Bremen II (2:2) aber immerhin vier Zähler verbucht werden. Und an diesem Sonnabend sollen gegen den Habenhauser FV drei weitere hinzukommen.

Ein Selbstläufer aber werde das nicht, warnt Björn Krämer, der die Südbremer als unberechenbaren Kandidaten einstuft. Der Habenhauser Fußball-Verein ist denn auch bislang für einige Überraschungen gut gewesen und kanzelte zuletzt den FC Borgfeld auf dessen Platz mit 6:2 ab, steht allerdings in der Defensive oft wackelig. Das könnte sich als Vorteil für die Nordbremer erweisen, deren Offensive bislang in jedem Spiel für durchschnittlich zwei Treffer gut war.

Das Hinspiel gewann die SAV mit 3:2 auf dem Sportgelände am Bunnsackerweg. Und alle drei Tore der Gäste gingen auf das Konto von Andreas Schlobohm, der allerdings seit einigen Wochen wegen eines hartnäckigen Muskelfaserrisses im Oberschenkel außer Gefecht ist. Doch mit Mirko Jankowski, Nick Enghardt, Abdullah Basdas oder Muhamed Hodzic verfügen die Vegesacker über weitere Spieler mit verlässlichem Torriecher.

Allerdings haben die bisherigen Meisterschaftsspiele nicht nur Spuren bei Schlobohm hinterlassen. Schon länger können auch Ferdi Uslu (Schambeinentzündung) und Elias Steege (Kreuzbandriss) der Mannschaft nicht helfen. Und einige andere Spieler, so Björn Krämer, hätten ihre Blessuren auch noch nicht gänzlich auskuriert, müssten aber die Zähne zusammenbeißen. Ziel sei es jedenfalls, die drei Punkte in Vegesack zu behalten.


Sporttabellen & Ergebnisse
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Leserkommentare
elfotografo am 22.10.2019 18:55
"Es ist doch ein Märchen, dass man mit einer Loge Geschäftskontakte akquiriert oder pflegt, geschweige denn Geschäfte abschließt."

Haben ...
FloM am 22.10.2019 18:51
@gorgon1:
Abgedroschen ist es den x-ten Kommentar mit undifferenzierten Anschuldigungen zu schreiben.

Die Erkenntnis, daß man Teil ...