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Fußball-Bezirksliga Bremen
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SV Türkspor macht den Aufstieg perfekt

MARTIN PRIGGE 15.04.2019 0 Kommentare

Nach dem Abpfiff feierten die Spieler des SV Türkspor die Rückkehr in die Fußball-Landesliga Bremen.
Nach dem Abpfiff feierten die Spieler des SV Türkspor die Rückkehr in die Fußball-Landesliga Bremen. (FOTOS: Maximilian von Lachner)

Bremen-Nord. Der SV Türkspor hat den Aufstieg geschafft. Am 24. und aus Nordbremer Sicht sehr torreichen Spieltag der Fußball-Bezirksliga Bremen sicherte sich der Blumenthaler Traditionsklub mit einem knappen 6:5-Erfolg gegen ATS Buntentor den künftigen Auftritt in der Landesliga und hat nun die Meisterschaft vor Augen. Zudem holte die TSV Farge-Rekum mit dem 5:0-Kantersieg über die Leher TS II wertvolle drei Punkte im Abstiegskampf. Während sich die SG Aumund-Vegesack II gegen SC Lehe-Spaden mit 2:2 begnügen musste, verspielte der Blumenthaler SV II seine 3:1-Führung und verlor gegen FC Roland Bremen letztlich mit 3:4.

SV Türkspor – ATS Buntentor 6:5 (3:4): Nach dem erlösenden Abpfiff konnte das SVT-Team endlich erleichtert seine starke Leistung bejubeln. Türkspor-Coach Bahadir Kilickeser hat seine Elf mit dem 6:5 über Buntentor zurück in die Landesliga geführt. Der Aufstieg ist den Blumenthalern jetzt nicht mehr zu nehmen. „Meine Jungs bekommen jetzt eine Woche frei und dann wollen wir so schnell wie möglich die Meisterschaft perfekt machen“, kommentierte ein zufriedener SVT-Trainer.

In einer hart umkämpften Begegnung schenkten sich beide Teams nichts. „Buntentor hat uns überrascht. Das war endlich mal ein Gegner, der uns so richtig gefordert hat. Es war ein Kraftakt pur, von der ersten bis zur letzten Minute. Großes Lob an den Gegner“, kommentierte Bahadir Kilickeser die Begegnung. Dem 1:0-Führungstreffer durch Sinan Alija (14.) folgte eine Angriffswelle der Gäste. Levien Laack glich aus (19.), Patrick Wolny brachte Buntentor in Führung (21.) und diese baute Bela Prieß mit einem Eigentor zum 1:3 aus (25.).

Ismail Kök erzielt Siegtor

Per Elfmeter sorgte Milan Meyer aber für den 2:3-Anschluss (30.), ehe erneut Buntentors Levien Laack das 2:4 markierte (35.) und nur Sekunden später Sezer Aydin zum 3:4-Pausenstand einnetzte (35.). Direkt nach dem Wechsel glich Cebrail Finke zum 4:4 aus (46.), was er 20 Minuten später zum 5:5 erneut tat (64.), da Patrick Wolny zwischenzeitlich getroffen hatte (56.). In der Nachspielzeit schoss Ismail Kök den SVT mit seinem Treffer in die Landesliga (90.+1). „Wir können zufrieden sein, dass wir aus dem Spiel heil herausgekommen sind und freuen uns sehr über den Aufstieg“, sagte Bahadir Kilickeser.

TSV Farge-Rekum – Leher TS II 5:0 (4:0): Nun hat sich die TSV Farge-Rekum wohl wirklich gefangen, zumindest geben ihr die Resultate der vergangenen Wochen mehr als einen Funken Hoffnung auf den Klassenerhalt. Das 2:1 gegen ATS Buntentor (die immerhin jetzt den Aufsteiger Türkspor forderten), die trotz guter Leistung knappe 0:1-Niederlage gegen SC Weyhe aus der Vorwoche – und nun ein sehenswerter 5:0-Kantersieg. „Im ersten Durchgang haben wir Lehe an die Wand gespielt“, sprach TSV-Coach Malte Golla von einem Klassenunterschied. Angesichts etlicher liegen gelassener Tormöglichkeiten sei das 4:0 zur Halbzeit durch die Treffer von Sinan Schledz (13.), Christian Bohnhardt (26.) sowie zweimal Marco Greul (29./32.) fast etwas zu wenig gewesen. „Es hätte auch gut 9:0 zur Pause stehen können“, betonte Golla. Nach dem Wechsel gerieten die Gastgeber etwas ins Schwimmen und schafften so bis in die Schlussphase kein weiteres Tor mehr.

In der 80. Minute war jedoch Sebastian Heese zur Stelle und erzielte den Treffer zum 5:0-Endstand. Mit 17 Punkten auf dem 14. Tabellenplatz stehend muss Farge am Donnerstagabend zum Nachholspiel nach Bremerhaven. Um 20 Uhr wartet dort Tuspo Surheide. Den Klassenerhalt hatte Farges Trainertrio Malte Golla/Dennis Zäbe/Jerome Schröder bereits abgeschrieben. „Die Kluft wurde ja immer größer. Wenn wir jetzt weiter gewinnen, ist vielleicht noch etwas drin. Aber auf die Tabelle zu gucken, hat wenig Sinn“, plädierte Malte Golla nur für eine Fokussierung auf die anstehende Partie.

SG Aumund-Vegesack II – SC Lehe-Spaden 2:2 (2:2): Eine Woche nach dem 1:1 gegen den Blumenthaler SV II – ihrem ersten Saison-Remis – musste sich Vegesacks Zweite erneut mit einem Unentschieden zufriedengeben. Das Team um Spielertrainer Manuel Broekmann hatte über weite Strecken der Partie die Seestädter im Griff. „Wir haben mehr investiert. Schade, dass wir unsere beiden Führungen zu schnell aus der Hand geben“, bemängelte Manuel Broekmann.

Nach einem tollen Spielzug über die linke Seite flankte Mohamed Demir den Ball auf Ghandi Mohamad, der per Kopf das 1:0 erzielte (15.). Durch einen SAV-Fehler im Spielaufbau erhielt danach Leandro vaz Bastos das Leder und bugsierte es mit einem Heber aus rund 40 Metern geradewegs ins Vegesacker Tor – 1:1 (28.). Mit einem ansehnlichen direkten Freistoß brachte Nils Dettmering die Hausherren wieder in Führung (30.), doch Thomas Krupp glich vor der Pause aus (35.).

„Da war gegen den Tabellenfünften sogar ein Sieg drin“, meinte Manuel Broekmann angesichts ungenutzter Großchancen durch Nils Dettmering, Ahmed Atris und Marcel Niemczyk. Aber am Ende konnte SAV II froh sein, dass Lehe-Spaden mit einem Handelfmeter nicht noch die Partie drehte – SAV-Keeper Florian Schäfers parierte. Ein Sonderlob des Trainers erhielt SAV-Kapitän Veysel Yasak: „Er kommt langsam zu alter Stärke und das ist im Abstiegskampf jetzt ganz wichtig.“

Blumenthaler SV II – FC Roland Bremen 3:4 (3:1): Das war ein bitterer Ausgang für die Blumenthaler Bremen-Liga-Reserve. „Wir müssen daraus lernen, so ein Ergebnis auch mal zu verwalten und nicht zu torhungrig zu agieren“, sagte BSV-Spielertrainer Daniel Rosenfeldt nach dem Abpfiff. Denn nach einer überragenden ersten Halbzeit, die sich nur in der Hälfte des FC Rolands abspielte, verursachte der Offensiv-Hunger der Blumenthaler Lücken in der Defensive.

Florian Schwingel markierte nach rund einer Viertelstunde das 1:0 (17.), was Rolands Topscorer Sadra Farokhnia egalisierte (30.). Leandro Zanatto Borges‘ Doppelschlag sorgte für den 3:1-Pausenstand (34./43.).

Im zweiten Durchgang hatten Bastian Stein und Mirko Leppek Großchancen für Blumenthal II. „Ich habe in der Kabine gesagt, wenn wir zu offensiv spielen, schlagen wir uns selbst“, prophezeite Daniel Rosenfeldt korrekt. Per Strafstoß führte Howanes Johnny Titizian so die Gäste gegen Ende auf 2:3 heran (79.) und unmittelbar vor Schluss ließ sich die Burgwall-Elf auskontern – Ahmad Amiri markierte das 3:3 (89.) und Sadra Farokhnia vollendete einen Konterangriff in der Nachspielzeit zur unglücklichen Blumenthaler 3:4-Niederlage (90.+2).


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Leserkommentare
werderfan am 23.10.2019 21:15
Ich versuche das mal kurz für die Demokratiefreunde zu erläutern:
1. Der Umweltausschuss des Beirats Blumenthal tagt am nächsten Montag ...
IhrenNamen am 23.10.2019 21:02
Ich bin mal sehr gespannt wie sich das auf die Spendensumme auswirkt.