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39. Neujahrs-Fußballturnier des ASV Ihlpohl
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Turniersieger mit nur einer Niederlage

Klaus Grunewald 02.01.2018 0 Kommentare

Hallenfußball. Neujahrsturnier ASV Ihlpohl. FC Hambergen - Blumenthaler SV- Hambergens # 6 gegen Blumenthals TW Peter Mo
Hütete das Blumenthaler Tor: Teamchef Peter Moussalli (blaues Trikot, hier im Spiel gegen Hambergen). (ANDREAS KALKA)

Ritterhude. Das Weiterkommen hing am seidenen Faden: Dann aber kam der Blumenthaler SV immer besser ins Rollen und gewann das 39. Neujahrs-Fußballturnier des ASV Ihlpohl um den ULC-Sportsdome-Cup schließlich souverän. Den dritten Platz sicherte sich der FC Hambergen mit einem 2:1-Sieg im Osterholzer Kreis-Duell gegen die TuSG Ritterhude. Der ASV Ihlpohl erwies sich als großzügiger Gastgeber und beendete den viereinhalbstündigen Budenzauber vor rund 150 Besuchern auf dem achten und letzten Rang.

Natürlich zählen die Endspiele stets zu den Höhepunkten in einem Hallenfußball-Event. In der Moormannskamp-Halle aber sollte am Neujahrstag bereits in der Vorrunde der Gruppe A Hochspannung aufkommen. Dafür sorgten Pokalverteidiger SV Grohn, der Bremen-Ligist Blumenthaler SV und der vermeintliche Underdog FC Hambergen. Alle drei Teams wiesen nach ihren drei Gruppenspielen sechs Punkte auf. Das Torverhältnis sprach am Ende knapp für Blumenthal und Hambergen, während Pokalverteidiger Grohn die Segel streichen musste. Ärgerte sich Coach Torben Reiß: „Wir sind gut gestartet, haben uns aber selber geschlagen, weil wir Hambergen nicht ernst genug genommen haben.“ Immerhin durfte der SV Grohn für sich in Anspruch nehmen, dem späteren Turniersieger Blumenthaler SV mit 2:3 bezwungen und ihm damit die einzige Niederlage beigebracht zu haben.

Fußball-Turnier
Hütete das Blumenthaler Tor: Manager Peter Moussalli (blaues Trikot, hier mit seiner erfolgreichen Mannschaft). (Klaus Grunewald)

Unzufriedener ASV-Trainer

Auch ASV-Trainer Thomas Schindler konnte mit den Leistungen seiner Schützlinge nicht zufrieden sein. Sie blieben vor allem in der Offensive harmlos, weil sich ihr einziger etatmäßiger Stürmer Keno Liebschner früh verletzte. Am Ende des Turniers hatten die Ihlpohler nur Niederlagen und gerade mal zwei Treffer erzielt: einen markierte Otto Schmidt, der andere war ein Geschenk vom Gegner Weser Roland. Die Mixed-Mannschaft um den Ex-Ihlpohler Torben Dause und den ehemaligen Spieler des Bremer SV, Ole Laabs (jetzt TB Uphusen), gewann das Match um Rang sieben 3:2.

Entspannter verliefen die Vorrunden-Begegnungen in der Gruppe B. Die SG Aumund-Vegesack mit Trainer Issam El-Madhoun als Ballverteiler schoss sich mit dem höchsten Sieg gegen den 1. FC Burg (5:0) und einem ebenso ungefährdeten 3:0 gegen Ritterhude sowie einem 0:0 gegen Weser Roland ins Halbfinale. Die Hammestädter wurden Zweiter und qualifizierten sich damit als Gegner des Blumenthaler SV im Kampf um den Einzug ins Endspiel. Das Burgwall-Team erwies sich allerdings für die Ritterhuder als eine Nummer zu groß. Durch Treffer von Vinzenz van Koll und Tim Pendzich gewannen sie 2:0. Der Blumenthaler Mannschaftskapitän orakelte anschließend: „Vielleicht gibt es ja im Finale ein Derby.“

Voraussetzung dafür war ein Erfolg der SG Aumund-Vegesack, die sich gegen Hambergen aber zunächst schwertat. Die Mannschaft aus dem Norden des Landkreises Osterholz agierte mit ihrem Teamleiter Jan-Henrik Gantzkow taktisch diszipliniert und ließ Vegesack zunächst nicht zur Entfaltung kommen. Kurz vor Schluss aber erzielte der mit insgesamt vier Treffern später als Torschützenkönig ausgezeichnete Kasim Uslu auf Zuspiel von Sinan Alija das 1:0.

Hambergen antwortete mit dem vermeintlichen 1:1. Den von der Latte abgefälschten Ball nach Schuss von Gantzkow erwischte SAV-Keeper Florian Schäfers erst hinter der Linie, wie etliche Fans versicherten. Schiedsrichter Marius Schier aber konnte es von seiner Position aus nicht erkennen, ließ weiterspielen, und Sinan Aliji erzielte das 2:0 für die SAV. Die „Rache“ der Hamberger für die bittere Niederlage bekam im kleinen Finale die TuSG Ritterhude zu spüren.

Kevin Struß und Jorit Bierwald brachten den FCH in Front, bevor Niklas Tröger der Ehrentreffer gelang. Im Endspiel gegen SAV dirigierte schließlich Manager Peter Moussalli den Blumenthaler SV zum Pokaltriumph. Als letzter Mann zwischen den Pfosten schaltet er sich immer wieder ins Aufbauspiel seiner Mannschaft ein und brachte sie mit seinem Treffer zum 2:1 auf die Siegerstraße.

Die Führung des Cup-Gewinners hatte Ennio Cordes erzielt, das 1:1 Kasim Uslu markiert. Für den 3:1-Endstand sorgte Jendrik Seebeck. In einer Partie, die von Blumenthal auch nach den Worten von SAV-Coach Issam El-Madhoun dominiert wurde. Fazit von Peter Moussalli: „Wir haben gut gespielt, es hat heute Spaß gemacht.“ Sichtlich zufrieden zeigte sich auch Organisationsleiter Thomas Lascheit: „Es ist insgesamt rundgelaufen. Das 40. soll auf alle Fälle noch stattfinden.“


Sporttabellen & Ergebnisse
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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...