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Fußball-Bremen-Liga
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Unüberwindbare FCO-Abwehr

Klaus Grunewald 19.05.2019 0 Kommentare

Blumenthals Jan-Luca Warm (am Ball) konnte seine Torgefährlichkeit gegen den FCO gestern nur andeuten. 
Blumenthals Jan-Luca Warm (am Ball) konnte seine Torgefährlichkeit gegen den FCO gestern nur andeuten.  (Maximilian von Lachner)

Blumenthal. „Wir wollen hier locker aufspielen“, sagte der Trainer des FC Oberneuland, Kristian Arambasic, vor dem Anpfiff. Nach 90 Minuten hatte sich seine Ankündigung bewahrheitet. Locker mit 4:0 setzte sich der Tabellenzweite der Fußball-Bremen-Liga beim Blumenthaler SV durch und war in keiner Phase der Begegnung in Bedrängnis geraten. Auch Denis Spitzer, Coach der Burgwall-Elf , fand klare Worte: „Der Sieg des FCO geht völlig in Ordnung.“

Rund 200 Zuschauer fanden sich zum letzten Saisonspiel am Sonntagnachmittag im Burgwallstadion ein. Eine Saison, die für die komplett neuformierte Blumenthaler Mannschaft recht holprig begonnen hatte. In der Rückserie aber konnte die Mannschaft aufgrund einer permanenten Leistungssteigerung Hoffnungen für die Zukunft wecken.

Vorbild könnte der FC Oberneuland sein, der sich nur zweimal dem Bremer SV beugen musste und deshalb die Meisterschaft und Aufstiegsrunde zur Regionalliga verpasste. Ansonsten aber präsentierte sich das Team von Kristian Arambasic die gesamte Saion über so wie am letzten Spieltag auf dem holprigen Blumenthaler Rasen. Nahezu unüberwindbar in der Abwehr, clever im Umschaltspiel und torgefährlich in der Offensive.

Da nützte es den Gastgebern auch nichts, dass sie die Partie in der ersten halben Stunde offen halten konnten, weil Ebrima Jobe (1.) und Onur Uzun (3.) schon unmittelbar nach Spielbeginn zwei Großchancen ausließen. Doch als der erste Gewitterdonner durchs Burgwallstadion zog, schlug es beim Blumenthaler SV ein. Nach einem blitzschnellen Konter eilte Erima Jobe allein mit dem Ball auf BSV-Keeper Jascha Tiemann zu und ließ ihm keine Abwehrchance (30.).

Nun hatte der Tabellenzweite der Bremen-Liga die Tür zum Auswärtserfolg weit geöffnet. Denn die Mannschaft von Denis Spitzer war gezwungen, mehr für die Offensive zu tun und größer ins Risiko zu gehen. Was den sicher kombinierenden Gästen bei Balleroberung in die Karten spielte. So in der 43. Minute, als Affamefuma-Michael Ifeadigo mutterseelenallein vor Tiemann auftauchte und zum Halbzeitstand von 0:2 einnetzte.

In den ersten 45 Minuten hatten die Blumenthaler zwar große Lauf- und Kampfbereitschaft gezeigt. Doch spätestens am Strafraum des FCO waren sie mit ihren Latein gegen den gut gestaffelten Deckungsverbund des FCO am Ende gewesen. Erst nach einer Stunde Spielzeit bot sich den Nordbremern eine gute Gelegenheit zum Anschlusstreffer. Der eingewechselte Mahdi Matar zirkelte einen direkten Freistoß aus 26 Metern aufs Gäste-Tor, aber der ehemalige Keeper des Blumenthaler SV, Hannes Frerichs, fischte den Ball noch aus dem oberen Torwinkel.

Als wäre diese Chance für die Nordbremer für sie ein Weckruf gewesen, intensivierten die Gäste noch einmal ihr Angriffsspiel. Und prompt erhöhte Erima Jobe auf 3:0: Jobe stoppte eine Rechtsflanke von Ifeadigo mit der Brust und drückte den Ball über die Torlinie (60.). Dennoch resignierten die Blumenthaler nicht. Und als der Himmel seine Schleusen öffnete, versuchten vor allem Mahdi Matar und Moritz Hannemann, dem Spiel der Burgwall-Elf noch einmal offensive Impulse zu geben. Doch auch die zweite Blumenthaler Chance – ein strammer Flachschuss von Hannemann – machte der FCO-Schlussmann zunichte (64.). Danach aber lag mehrfach der vierte Treffer der Gäste in der Luft. In der 86. Minute war es dann auch soweit. Einmal mehr verloren die Blumenthaler den Ball in der Vorwärtsbewegung, der Konter lief über Ifeadigo, der Onur Uzun in Schussposition brachte – und Oberneuland führte 4:0.

Kristian Arambasic sprach von einer „klaren Sache“. Seine Mannschaft habe eine souveräne Vorstellung geboten und keine großen Probleme gehabt. Den Blumenthaler bescheinigte er gleichwohl, eine hoch talentierte Mannschaft zu haben, die in der nächsten Saison zu den stärksten Teams der Bremen-Liga gehören werde. Zudem hofft der FCO-Coach, dass der Bremer SV aufsteigt und der Weg zur Meisterschaft für sein Team frei werde.

„Wir aber werden in der neuen Saison daran arbeiten, uns als Mannschaft weiter zu entwickeln, um ein gewichtiges Wort in der Bremen-Liga mitreden zu können“, tröste BSV-Coach Denis Spitzer seine Spieler über die Heimniederlage hinweg.


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Leserkommentare
Turugeno am 23.10.2019 12:36
Das jetzige Rentensystem kollabiert ja ohnehin aufgrund der Demographie in absehbarer Zeit. Weiß auch jeder, wird aber nichts geändert, denn die ...
2tara9 am 23.10.2019 12:27
Sind die Anwohner in Findorff eigentlich alle älter als die Stadthalle? Mich wundert immer, dass sich Leute Wohngelegenheiten (meistens günstiger, ...