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Badgers schlagen Spartans
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Nur zwei kurze Schreckmomente

Tobias Dohr 01.06.2015 0 Kommentare

Die Frage, wer in der Football-Regionalliga Nord der erste Verfolger der Osnabrück Tigers sein wird, ist geklärt: Mit einem am Ende absolut souveränen und hoch verdienten 40:16 (21:10)-Heimsieg über die bis dato punktgleichen Arminia Spartans aus Hannover sorgten die Ritterhude Badgers für klare Verhältnisse. Nach dem ebenso deutlichen 39:12-Auswärtssieg aus dem Hinspiel vor nur drei Wochen setzte das Team von Headcoach Marcus Meckes vor rund 500 Zuschauern am Moormannskampstadion erneut ein deutliches Zeichen. Denn jeweils zu Beginn der ersten und zweiten Halbzeit hatten die Hausherren durchaus zwei knifflige Situationen zu überstehen – beide Male befreiten sich die Badgers allerdings im Stile einer Spitzenmannschaft aus dieser kurzen Umklammerung.

American Football, Regionalliga Nord, Ritterhude Badgers - Hannover Spartans, Chris Antonowitsch im Tackle
Endstation Chris Antonowitsch: Der Ritterhuder tackled den Hannoveraner Angriffsspieler. Am Ende fuhren die Badgers einen souveränen 40:16-Heimsieg ein. (tobias Dohr)
Die Partie hatte mit rund 20-minütiger Verspätung begonnen, da die Hannoveraner auf Anweisung des Schiedsrichtergespanns kurzfristig ihre Trikots hatten wechseln müssen und somit eine neue Pass-Kontrolle nötig geworden war. Diese ungeplante Verzögerung bekam den Gastgebern nicht gerade gut. Gleich im allerersten Spielzug der Ritterhuder ließ Waldemar Kulakow das Spielgerät fallen. Die Gäste nutzten diesen Turnover, um ihrerseits auf ziemlich spektakuläre Art und Weise in Führung zu gehen.

Zwar brachte der erste Drive keinen Touchdown ein, doch im vierten Versuch entschlossen sich die Gäste für ein Fieldgoal – wohl gemerkt von der Mittellinie. Die 50 Yards plus die zehn Yards bis zu den „goal posts“ überwand der schussgewaltige Kicker der Spartaner dennoch. Ein beeindruckender Flug endete zwischen den Pfosten und brachte die anfängliche 3:0-Führung. Doch die währte nur kurz, denn die Ritterhude Badgers waren alles andere als geschockt über diesen Fehlstart.

Marius de Freese nahm einen Pass von Quarterback Ryan Cieplenski auf und trug das Spielgerät zum 6:3 in die Endzone. Thilo Neubert ließ den Extrapunkt folgen. Doch Hannover blieb zunächst ein überaus unangenehmer Gegner. Mit der nächsten Angriffswelle übernahmen die Spartans nämlich schon wieder die Führung. Und es kam noch schlimmer: Nach einem Kickoff-Return spekulierten Hauke Liebe und Nico Morning auf einen Ausball, doch das Ei blieb im Feld. Dort wurde es von einem herangesprinteten Hannoveraner reaktionsschnell gecovered – Ballbesitz Hannover kurz vor der Ritterhuder Endzone statt Angriffsrecht für die Badgers.

Fotostrecke: Ritterhude Badgers schlagen Hannover
Doch die Hausherren überstanden diese knifflige Situation und übernahmen fortan endgültig das Kommando. Nach einer herrlichen Interception von Roberto Krahl zu Beginn des zweiten Viertels sorgte Cieplinski mit einem Laufspiel für das 14:10. Anschließend schickte die nun immer stärker werdende Badgers-Defense die Hannoveraner zum ersten Mal mit einem „three and out“ direkt wieder vom Feld. Denis Varela Tomar sorgte mit dem nächsten Touchdown für den 21:10-Pausenstand.

Die erste Aktion der zweiten Hälfte gehörte dann aber zunächst wieder den Gästen. Gleich mit dem ersten Spielzug gelang Hannover der Touchdown zum 16:21. Es war erneut ein Weckruf, den die Badgers wohl gebraucht hatten. Fortan ließ das Meckes-Team nichts mehr anbrennen. Der kanadische Wide Receiver Maxim Lepinay erhöhte bei seinem ersten Einsatz vor heimischem Publikum auf 27:16. Christoph Kreie rundete das dritte Viertel mit seinem Touchdown zum 34:16 ab.

Das letzte Aufbäumen des Gegners erstickte dann die Ritterhuder Defense: Lediglich ein Yard hatten die Hannoveraner noch zu überbrücken, doch die Badgers-Abwehr drängte die Gäste Spielzug für Spielzug weiter zurück und eroberte das Angriffsrecht schließlich mit fast 15 Yards Raumgewinn. Die Entscheidung war endgültig gefallen. „Defense-Coordinator Benjamin Leschke macht wirklich einen super Job. Unsere Defense hat heute ein richtig starkes Spiel gemacht“, lobte Marcus Meckes. Und aus dieser Defense stach der wieselflinke und enorm willensstarke Nico Lucht sogar noch ein bisschen hervor.

American Football, Regionalliga Nord, Ritterhude Badgers - Hannover Spartans, Christian Förster (links), Nils Hoffmann
Kein Durchkommen: Christian Förster (links) und Nils Hoffmann blocken einen Angriff der Spartans. (tobias Dohr)
Das kanadische Kraftpaket Maxim Lepinay, der selbst mit einer Dreifachdeckung nicht vollständig zu bremsen war, setzte mit einem weiteren Touchdown zum 40:16 den Schlusspunkt. Marcus Meckes hatte den komfortablen Spielstand bereits zuvor genutzt, um auch den Akteuren aus der zweiten Reihe Spielzeit zu gewähren. Der Badgers-Headcoach sprach hinterher von einem absolut verdienten Sieg: „Nur zu Beginn haben wir uns etwas selbst im Weg gestanden. Das klappt auswärts irgendwie besser.“ Doch die anfänglichen Schreckmomente blieben am Ende ja folgenlos.

Eine Fotostrecke zum Spiel finden Sie unter www.weser-kurier.de/sport

Regionalliga Nord

Osnabrück Tigers - Lübeck Seals 42:0

Ritterhude Badgers - Arminia Spartans Hannover 40:16

1. Osnabrück Tigers 5 5 0 0 173 :41 10:0 1.00

2. Ritterhude Badgers 4 3 0 1 151 :60 6:2 0.71

3. Spartans Hannover 4 2 0 2 91:91 4:2 0.67

4. Hamburg Pioneers 4 1 0 3 52:107 2:6 0.25

5. Lübeck Seals 2 0 0 2 0:78 0:4 0.00

6. Oldenburg Knights 3 0 0 3 7:97 0:6 0.00


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?