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Der FC Hambergen und die Krux mit dem Saisonfinale

Dennis Schott 16.05.2019 0 Kommentare

Finn-Niklas Klaus (links) und der FC Hambergen liefern sich mit dem TSV Ottersberg, hier mit Dominik Rosenbrock, ein Fernduell um die Meisterschaft. Allerdings sind die Hamberger zu ihrem Leidwesen am finalen Spieltag nicht im Einsatz.
Finn-Niklas Klaus (links) und der FC Hambergen liefern sich mit dem TSV Ottersberg, hier mit Dominik Rosenbrock, ein Fernduell um die Meisterschaft. Allerdings sind die Hamberger zu ihrem Leidwesen am finalen Spieltag nicht im Einsatz. (Björn Hake)

Hambergen. Der Meisterschaftskampf in der Fußball-Bezirksliga Lüneburg 3 verspricht Spannung bis zum letzten Spieltag. Mittendrin: der FC Hambergen. Das Team von Trainer Eric Schürhaus liefert sich an der Tabellenspitze ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem TSV Ottersberg, aller Voraussicht nach wird die Meisterschaft zwischen diesen beiden Mannschaften entschieden. Momentan führen die „Zebras“ das Klassement mit zwei Punkten Vorsprung an, allerdings haben sie bereits ein Spiel mehr als ihr ärgster Konkurrent absolviert. Die Ottersberger können also mit einem Sieg an den Hambergern vorbeiziehen – und das ausgerechnet am finalen Spieltag. An diesem sind die Hamberger nämlich nicht im Einsatz.

Glücklich sind sie ob dieser Konstellation freilich nicht. Trainer wie Spieler wären am liebsten am oder auf dem Platz, wenn die ultimative Entscheidung in diesem Fernduell gefällt wird. Es verwundert daher wenig, wenn Trainer Schürhaus sagt: „Das ist eine blöde Situation für uns.“ Er kann die Ansetzung insofern nicht nachvollziehen, weil von vornherein absehbar war, dass sein Team ein konkretes Ziel, sprich die Meisterschaft, verfolgen würde. „Nach zwei Vize-Meisterschaften hintereinander ist das ja auch naheliegend“, wie Schürhaus vielsagend anfügt. Dass sein Team mit diesem Vorhaben nicht alleine sei und eine Entscheidung in dieser Frage womöglich erst am finalen Spieltag herbeigeführt werden könne, „hätte man zumindest in die Überlegungen mit einfließen lassen können“, erklärt der Hamberger Coach weiter.

Mehr Fingerspitzengefühl

Hintergrund der spielfreien Wochenenden ist die ungerade Zahl an Mannschaften. Die Bezirksliga besteht im zweiten Jahr in Folge aus 17 Mannschaften, weshalb ein Team an einem Spieltag der Saison unweigerlich aussetzen muss. An diesem Wochenende „trifft“ es etwa die TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf. „Dass eine Mannschaft spielfrei hat, ist absolut klar“, sagt Eric Schürhaus. Der Trainer hätte sich beim Erstellen des Spielplans allerdings mehr Fingerspitzengefühl gewünscht.

Natürlich haben die Hamberger überlegt, wie sie in dieser Angelegenheit eine annehmbare Lösung finden könnten. In erster Linie war damit Jan Horstmann, Team-Manager der Ersten Herren und 2. Vorsitzender des Vereins, betraut. Er sagt aber auch: „Wir sind nie komplett mit dem Spielausschuss in Kontakt getreten.“ Vielmehr habe man intern versucht, eine Lösung zu finden, aber keine gefunden. Die Lage sei aufgrund der 17er-Staffel zu vertrackt, sagt Jan Horstmann weiter. Denn um eine einzelne Partie zu verlegen, müsste der komplette Spieltag getauscht werden. „Und das ist ein sehr großer Aufwand, weil alle anderen 16 Mannschaft einwilligen müssten“, erklärt Horstmann. Und weiter: „Wir haben verschiedene Sachen geprüft, dann aber einfach gemerkt, dass wir da nicht wirklich vorankommen.“ Es ist aber auch von Hamberger Seite unglücklich gelaufen. „Das müssen wir uns eingestehen“, bestätigt Jan Horstmann. Der Verein hätte nämlich sehr wohl die Möglichkeit gehabt, nach Bekanntgabe des Spielplans sein Veto einzureichen – und zwar im Rahmen der „Staffelbörse“. „Wir hätten dort eineneinen Spieltagstausch anstreben können, aber daran hatten wir zu diesem Zeitpunkt nicht gedacht und außerdem hätten auch die anderen Teams sowie die Staffelleitung zustimmen müssen", sagt er. Eine für alle Vereine annehmbare Lösung „wird es da wohl kaum geben können“, meint Horstmann.

Bleibt aber die Frage, was der FC Hambergen am finalen Spieltag eigentlich macht? „Kann gut sein, dass wir nach Ottersberg fahren“, erklärt Coach Schürhaus und merkt an, dass die Situation auch für den TSV Ottersberg nicht unbedingt vorteilhaft sei. Denn unter Umständen könnte dem ärgsten Nebenbuhler bereits ein Unentschieden zur Meisterschaft reichen, gibt der FCH-Trainer zu bedenken. „Auf Unentschieden zu spielen, birgt Gefahren“, so Schürhaus weiter.

Doch das ist Zukunftsmusik. An diesem Sonntag steht erst einmal ein anderes Finale bevor, nämlich das finale Heimspiel gegen den Heeslinger SC II. „Wir werden uns bei den Zuschauern für die Unterstützung mit Freibier bedanken“, erklärt Horstmann.


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Sporttabellen & Ergebnisse
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Leserkommentare
suziwolf am 23.10.2019 12:00
@lterwaller ...

Die ,autofreie Innenstadt‘ ist nur mit
zusätzlichen Brücken über die Weser zu haben.

Wird sich ...
peteris am 23.10.2019 11:59
Das kann doch niemals kontrolliert werden, da fehlt es doch an "Personal"!

Wenn man den Drogenhandel schon nicht in den Griff bekommt, ...