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Fußball-Bremen-Liga
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Der SC Borgfeld schickt Vatan Sport zurück in die Landesliga

Christian Markwort 06.05.2019 0 Kommentare

Chancen hatte der SC Borgfeld zur Genüge. Aber der Bremen-Ligist musste bis zur 89. Minute warten, ehe Christopher Taylor (rechts/Archivbild) mit dem 2:0-Siegtreffer endgültige Sicherheit brachte.
Chancen hatte der SC Borgfeld zur Genüge. Aber der Bremen-Ligist musste bis zur 89. Minute warten, ehe Christopher Taylor (rechts/Archivbild) mit dem 2:0-Siegtreffer endgültige Sicherheit brachte. (Koch)

Borgfeld. Während Aufsteiger SC Borgfeld den Klassenerhalt in der Bremen-Liga bereits seit drei Spieltagen in trockenen Tüchern hat, war die Auswärtspartie am Wümmedeich für die Spieler des KSV Vatan Sport mehr oder minder die letzte Gelegenheit, doch noch den Kopf aus der Schlinge zu ziehen und den Abstieg in die Landesliga mit einem Sieg zumindest noch etwas hinaus zu zögern. Doch vom Anpfiff weg präsentierte sich das Team um KSV-Trainer Turan Büyükata schlichtweg überfordert und muss nun nach der 0:2 (0:1)-Niederlage den bitteren Gang in die Landesliga antreten.

Während die Gäste mit hängenden Köpfen die Heimreise antraten, zeigte sich Borgfelds Trainer Ugur Biricik mit der Leistung seiner Mannschaft einverstanden. „Wir haben defensiv sehr konzentriert agiert“, lobte Biricik, „und im Grunde genommen bis auf zwei Fernschüsse nichts Gefährliches zugelassen.“ Gleichzeitig haderte er allerings mit einer Tatsache, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison zieht: „Wir kreieren immer wieder sehr gute und viele Tormöglichkeiten“, verdeutlichte der Coach, „aber belohnen uns einfach zu selten dafür mit Toren.“ Auch gegen Vatan Sport tat sich die Borgfelder Offensive erneut schwer, mehrfach scheiterte die Abteilung Attacke in erster Linie am eigenen Unvermögen. „Entweder kam der finale Pass nicht präzise genug“, verdeutlichte Biricik, „oder vor dem gegnerischen Kasten fehlte einfach die letzte Konsequenz im Abschluss.“

So mussten sich die Hausherrn trotz drückender Überlegenheit im ersten Durchgang bis kurz vor dem Halbzeitpfiff des aufmerksam und ruhig leitenden Schiedsrichters gedulden, ehe Leon Kahrs nach einem Konter die erlösende Führung erzielen konnte (43.). „Das Tor gehört zur Hälfte Kenstar Gehle“, betonte UgurBiricik, der den jungen Angreifer der Borgfelder A-Junioren ausdrücklich lobte, „weil er den Ball in der eigenen Hälfte erobert hat und blitzschnell umgeschaltet hat“. Nachdem die Gäste zu Beginn der zweiten Hälfte versuchten, mit neuem Personal doch noch für eine Wende zu sorgen, ließen sich die Borgfelder zu keinem Zeitpunkt von der Siegerstraße abbringen und dominierten weiter nach Belieben. Allerdings ließen sie beste Gelegenheiten aus, weil die Konzentration fehlte, zu schlampig kombiniert wurde oder der gute KSV-Keeper Safa Kilic im letzten Augenblick doch noch eine Hand zwischen Ball und seine Torlinie bekam. „Wir haben eigentlich alles umgesetzt, was wir uns vor dem Spiel vorgenommen hatten“, versicherte Ugur Biricik, „aber die Chancenverwertung ist und bleibt eine Sache, die wir dringend analysieren und deutlich verbessern müssen.“ Entweder seien die vielen Konter ungenügend ausgespielt worden, als die Gäste im Mute der Verzweiflung alles nach vorne warfen und die Defensive zunehmend vernachlässigten, die Borgfelder spielten den letzten Pass unpräzise oder scheiterten schlicht am Nervenkostüm. „Einige warten vielleicht doch etwas zu nervös“, begründete Biricik die maue Ausbeute von letztlich nur zwei Toren.


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Leserkommentare
Deichgraffe am 23.10.2019 13:15
Mal daran gedacht, dass die Anzahl der Besucher, die mit dem Auto kommen, nicht dieselbe ist wie beim Bau der Stadthalle?
Die ist übrigens ...
bremenkenner am 23.10.2019 13:14
Jetzt fällt dem Senat sein eigenes Versagen quasi vor die Füße und keiner weiß wie man den Schutthaufen beseitigen kann.