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AMERICAN FOOTBALL REGIONALLIGA NORD
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Die Ritterhude Badgers und der Geist von Lastrup

Jan-Henrik Gantzkow 24.04.2019 0 Kommentare

Du kriegst mich nicht! In dieser Szene verteidigt Christian Heinke den Football. Am Sonnabend starten die Ritterhude Badgers bei den Hamburg Blue Devils in die Regionalliga-Saison.
Du kriegst mich nicht! In dieser Szene verteidigt Christian Heinke den Football. Am Sonnabend starten die Ritterhude Badgers bei den Hamburg Blue Devils in die Regionalliga-Saison. (Tobias Dohr)

Ritterhude. Fünf Monate haben sich die American Footballer der Ritterhude Badgers in der kräftezehrenden Vorbereitung gequält und dabei nur auf einen Tag hingearbeitet: den Saisonstart in der Regionalliga Nord. Nach unzähligen Trainingseinheiten, in denen Blut, Schweiß und Tränen geopfert wurden, ist es an diesem Sonnabend wieder soweit. Mit dem Auswärtsspiel bei den ruhmreichen Hamburg Blue Devils (15 Uhr) starten die „Dachse“ in den Pflichtspielbetrieb.

Die Vorfreude am Moormannskamp ist dementsprechend groß: „Wir scharren seit Wochen mit den Füßen und wollen endlich loslegen. Dafür haben wir das alles gemacht“, zeigt sich Ritterhudes neuer Headcoach Benjamin Crljenkovic hochmotiviert. „Benno“, wie der erfahrene Trainer, der vor einigen Jahren schon einmal erfolgreich bei den Badgers gearbeitet hat, gerufen wird, ist mit der Entwicklung seiner neuformierten Truppe durchaus zufrieden – trotz einiger Schwierigkeiten. „Als Trainer gibt es natürlich immer Dinge, die im Nachhinein hätten besser laufen können. Aber wir sind auf einem guten Weg und verbessern uns in jedem Training“, so der ausgewiesene Footballfachmann.

Immer wieder Ausfälle

Dessen Team hatte im Verlauf der Vorbereitung immer wieder mit Verletzungssorgen zu kämpfen, sodass sich die Personalsituation zum größten Problem der Hammestädter entwickelte. Immer wieder fielen Akteure mit mehr oder weniger ernsthaften Verletzungen aus, aufgrund der dünnen Spielerdecke musste schließlich sogar das Testspiel gegen Paderborn abgesagt werden. „Das ist uns natürlich schwergefallen und danach brodelte die Gerüchteküche, ob wir die Saison überhaupt schaffen werden. Es ging aber vor allem darum, nicht noch mehr Verletzungen zu riskieren“, erklärt Crljenkovic den unvermeidlichen Spielausfall. Doch auch die zahlreichen Blessuren konnten den Trainingseifer der Badgers nicht stoppen, gerade das intensive Trainingslager in der Sportschule Lastrup war ein voller Erfolg. „Da haben die Jungs wirklich super gearbeitet und sind auch als Mannschaft zusammengewachsen. Wir hatten eine tolle Zeit, dort ist wirklich etwas entstanden“, beschreibt Benjamin Crljenkovic den besonderen Geist, der sich innerhalb der Badgers-Family entwickelte.

Und genau dieser Zusammenhalt könnte in der anstehenden Spielzeit der größte Trumpf der Schwarz-Gelben sein. „Unser besonderer Teamspirit zeichnet uns aus und ist unsere größte Stärke. Jeder haut sich für den anderen rein und pusht seinen Nebenmann“, lobt „Benno“. Auch die Entwicklung des neuen US-Quarterbacks Chasen Gempeler, der sich problemlos integrierte oder die Leistungssprünge einiger Nachwuchstalente geben Anlass zur Hoffnung auf eine starke Saison.

Trotzdem bleiben die Badgers bescheiden und vermeiden vor dem Auftakt großspurige Reden. „Natürlich haben wir uns intern Ziele gesetzt, aber wir denken von Spiel zu Spiel. Es wird eine sehr spannende und interessante Runde, da die Liga eine echte Wundertüte ist. Wo wir wirklich stehen, wissen wir erst nach dem Abpfiff am Sonnabend“, erklärt Crljenkovic. In der Tat scheint eine Prognose vor dem ersten Spieltag mehr als schwierig: Natürlich haben die Bremerhaven Seahawks ordentlich investiert, müssen ihre zahlreichen Neuzugänge aber erstmal zu einer echten Mannschaft formen. Auch die Oldenburg Knights, die sich mit etlichen ehemaligen Ritterhuder Spielern und Trainern verstärkt haben, scheinen oben angreifen zu wollen. Dann wären da noch die Hamburger Teams, die nach unzähligen Veränderungen kaum einzuschätzen sind, die gefährliche GFL-Reserve aus Braunschweig und die Aufsteiger aus Wolfsburg, die als absolute Unbekannte in die Saison starten.

Kurzum: Es scheint vor dem ersten Kickoff nahezu alles möglich für die Ritterhuder. Vom Titelrennen bis zum Abstiegskampf. Besonders wichtig wäre dabei ein guter Start in Hamburg. „Wir wollen gut reinkommen und uns dann vielleicht von der Euphorie tragen lassen. Dafür müssen wir die Mannschaft gut einstellen“, hofft Benjamin Crljenkovic auf eine gelungene Premiere am Sonnabend. Obwohl diese auswärts stattfindet, können sich die „Dachse“ auch dabei auf ihre Fans verlassen. Ein weiterer Pluspunkt, der für eine gute Saison spricht. „Die Ritterhuder Fans sind einfach einzigartig und natürlich ist das eine besondere Motivation. Mal gucken, was wir als große Einheit erreichen können. Wir werden in jedem Fall alles geben“, verspricht Ritterhudes Cheftrainer vor dem langersehnten Saisonstart.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?