Wetter: wolkig, 7 bis 15 °C
Fußball-Bezirksliga Lüneburg 3
Der Artikel wurde zur Merkliste hinzugefügt.
Die Merkliste finden Sie oben links auf der Seite.

Erlösender Abpfiff

Karsten Hollmann 19.04.2019 0 Kommentare

Marek Entelmann (rechts) hätte in der Schlussphase des Derbys gegen den ATSV Scharmbeckstotel alles klar machen können. So musste der Bezirksligist bis zum Abpfiff bangen.
Marek Entelmann (rechts) hätte in der Schlussphase des Derbys gegen den ATSV Scharmbeckstotel alles klar machen können. So musste der Bezirksligist bis zum Abpfiff bangen. (Maximilian von Lachner)

Pennigbüttel. Spätestens Marek Entelmann hätte im Lager des SV Komet Pennigbüttel für kollektive Erleichterung sorgen können. Aber allein auf das Tor des ATSV Scharmbeckstotel zulaufend, traf er nur den linken Innenpfosten. Den Abpraller setzte Tim Weinmann kurioserweise an die fast identische Stelle (83.). Diese verpasste Großchance sollte sich indes nicht rächen, denn auch am Ende hatte der 1:0 (1:0)-Derbysieg der „Kometen“ im Kreisderby der Fußball-Bezirksliga 3 Bestand. Es blieb jedoch bis zum Abpfiff spannend.

Bereits nach 120 Sekunden startete Marek Entelmann ein Solo über den halben Platz, bugsierte die Kugel aber links vorbei. Auch das Pennigbüttler Führungstor verdankten die Gastgeber einer Einzelleistung. Nachdem ATSV-Allrounder Constantin Schäfer gestolpert war, lief René Thiel auf und davon. Der 42-Jährige überwand Scharmbeckstotels Torwart Nils Sievert mit einem platzierten Schuss in die rechte Ecke (6.).

In der Folgezeit schalteten die Hausherren aber bereits in den Verwaltungsmodus. „Wir haben dabei die Ordnung verloren“, ärgerte sich SV-Coach Marco Meyer. Die Gäste waren um den Ausgleich bemüht. Vor allem ATSV-Offensivmann Johann Boger stieß nun immer wieder in die freien Räume vor. Nach 20 Minuten bediente Lucas Gley mit einer Flanke auf den zweiten Pfosten Jonas Krebs. Dessen Volley-Abnahme erwischte Pennigbüttels Keeper Philip Böttjer erst im Nachfassen. „Wir hätten uns über den Ausgleich nicht beschweren dürfen“, räumte Marco Meyer ein.

Die Platzherren verlegten sich aufs Kontern. Nach einem feinen Solo fand Pennigbüttels Außenverteidiger Oleg Zelesov keinen Abnehmer in der Mitte (31.). Wenig später jagte der erst kurz zuvor eingewechselte Joker des Heimteams, Tobias van Bree, das Spielgerät knapp am linken Pfosten vorbei. Auf der anderen Seite schlugen die Gelb-Schwarzen kein Kapital aus dem größeren Ballbesitz. „Aber Pennigbüttel hat eben auch nicht umsonst eine der besten Defensiven der Liga. Die Mannschaft lässt hinten nur wenig zu“, gab ATSV-Übungsleiter Philipp Meinke zu bedenken.

Zehn Minuten nach dem Pausentee zwang René Thiel Nils Sievert mit einem Freistoß aus 25 Metern zu einer Glanzparade. Es war ansonsten schon eine Augenweide, dem Oldie dabei zuzuschauen, wie er einen Scharmbeckstoteler nach dem anderen in der Abwehr ablief und nahezu jeden Zweikampf für sich entschied. „Ich ziehe das jetzt durch“, sagte der angeschlagene Routinier zu seinem Trainer Marco Meyer, verließ dann aber doch vorzeitig wegen einer Zerrung den Rasen.

Nach einer Stunde senste Scharmbeckstotels Lucas Gley kurz vor dem Strafraum Marek Entelmann um und war mit der Gelben Karte noch gut bedient. „Jeder muss wieder mehr machen“, forderte Pennigbüttels Rafael Monsees seine Mitspieler nach 70 Minuten auf.

Knapp eine Viertelstunde danach überschlugen sich die Ereignisse. Direkt nach den beiden Pfostentreffern der Heimformation binnen weniger Sekunden brannten ATSV-Abwehrmann Rene Meier in einer Ringereinlage mit Julian Michaelis die Sicherungen durch. Meier riss sich mit einer schlagenden Bewegung von Michaelis los und kassierte dafür zu Recht die Rote Karte. „Aber Julian Michaelis hat damit angefangen und hätte auch Rot sehen müssen. Der Schiedsrichter hat aber sowieso jede 50:50-Entscheidung gegen uns gepfiffen“, schimpfte Philipp Meinke. Michaelis kam mit einer von insgesamt neun Gelben Karten davon. Die Gäste spielten aber auch in Unterzahl weiter munter nach vorne und bewiesen eine starke Moral. In der 90. Minute kassierte Jonas Krebs für ein Offensivfoul die Gelbe Karte, beschwerte sich darüber und flog mit der Ampelkarte vom Feld. In der letzten Sekunde verpasste Constantin Schäfer mit einem zu hoch angesetzten Freistoß die Möglichkeit zum Ausgleich. „Zu unseren beiden Platzverweisen fällt mir nichts mehr ein. So etwas macht man einfach nicht“, urteilte ATSV-Abwehrchef Eike Pupat. Der Vorletzte geht somit ersatzgeschwächt in das nächste Nachbarduell am Ostermontag um 15 Uhr beim favorisierten FC Hambergen.


Sporttabellen & Ergebnisse
Sporttabellen & Ergebnisse

Welcher Verein wann in Bremen oder der Region spielt und wie die Begegnung ausgegangen ist, erfahren Sie in unserem Tabellenbereich. Auch die Ergebnisse der Spiele der höheren Ligen finden Sie dort.

WESER-KURIER Kundenservice
Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?