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Fußball-Bezirksliga Lüneburg
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Ersatzspieler des Gegners dreht durch: Spiel des ATSV Scharmbeckstotel abgebrochen

Karsten Hollmann 03.06.2019 0 Kommentare

Scharmbeckstotel. Ein nicht berücksichtigter Ersatzmann des 1. FC Rot-Weiß Achim hat im Match der Fußball-Bezirksliga 3 gegen den ATSV Scharmbeckstotel für einen Eklat gesorgt. Weil Yilmaz Avanas verärgert über seine Nichteinwechslung war, schlug er erst auf seinen Co-Trainer und dann auch noch auf Mitspieler ein, die versuchten, ihn zu bändigen. Schiedsrichter Marvin Hauschild brach die Partie daraufhin bei einer 4:2-Führung der Gastgeber zehn Minuten vor dem Ende ab.

Das Schiedsrichtergespann zog sich ebenso wie der Gast in die Kabine zurück. „Die Achimer haben die Situation dann aber relativ schnell unter Kontrolle bekommen. Für uns bestand auch zu keiner Zeit eine Gefahr“, berichtete ATSV-Kapitän Eike Pupat. Da die Gelb-Schwarzen auch signalisierten, das Spiel fortsetzen zu wollen, dürfte dem Team von Interimscoach Timo Wesemann ein 5:0-Sieg am grünen Tisch zugesprochen werden. Durch die zeitgleiche Niederlage des SV Lilienthal-Falkenberg bleibt Achim dennoch in der Liga. Eike Pupat vermochte nicht zu begreifen, weshalb sich die Hausherren derart selbst noch einmal in Sachen Klassenverbleib in Bedrängnis brachten: „Das 4:2 reichte schließlich. Wir hätten uns in den letzten zehn Minuten sicherlich auch kein Bein mehr ausgerissen.“

Die Platzherren gingen früh durch Kouassi Yao in Führung. Doch gegen Ende der ersten Hälfte drehte das Schlusslicht den Spieß um. In der 39. Minute eroberte Marc Hensel nach einem Ballverlust der Achimer im Spielaufbau die Kugel und bediente im Anschluss den Torschützen zum 1:1, Viateslav Dederer. Ausgangspunkt für das 2:1 war erneut Marc Hensel. Aydin Burg unterlief dann ein Eigentor. „Die Entstehung der beiden Tore war glücklich“, räumte Timo Wesemann ein. Seine Formation sei auch extrem motiviert in den zweiten Durchgang gegangen. Doch das Heimteam wendete das Blatt mit drei Treffern. „Da haben wir es Achim zu einfach gemacht“, erklärte Wesemann – der wird nach 13 Jahren im ersten Herrenteam künftig kein offizielles Amt mehr beim ATSV bekleiden wird.

„Wir hatten ein großes Interesse am Weiterspielen“, versicherte Timo Wesemann. Doch Marvin Hauschild habe sich geweigert, die Partie wieder anzupfeifen. „So etwas habe ich noch nie erlebt, gehört aber auch nicht auf den Sportplatz“, teilte Eike Pupat mit. Nach eigenem Bekunden hätte er sich angesichts der bulligen Statur von Yilmaz Avanas nicht dem verhinderten Joker entgegengestellt.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...