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Damen-Tischtennis-Landesliga
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Fünf-Satz-Trauma einfach ausgeblendet

Frank Mühlmann 04.12.2018 0 Kommentare

Stendorfs Kapitänin Inge Kaune konnte in Holtum zweimal eine Nervenschlacht im fünften Durchgang für sich entscheiden.
Stendorfs Kapitänin Inge Kaune konnte in Holtum zweimal eine Nervenschlacht im fünften Durchgang für sich entscheiden. (Sandra Brockmann)

Stendorf/Ritterhude. Zum Abschluss der Hinrunde in der Tischtennis-Landesliga der Damen entführte der FSC Stendorf beim 7:7 einen Zähler vom Tabellenzweiten TSV Holtum (Geest). Währenddessen legte die TuSG Ritterhude II mit dem deutlichen 8:2-Heimsieg gegen den TSV Altenbruch ein kleines Punktepolster zwischen sich und die Abstiegszone.

TSV Holtum (Geest) – FSC Stendorf 7:7: Wer in der auch psychisch anspruchsvollen Sportart Tischtennis dreimal in Folge den entscheidenden fünften Satz verliert, findet in der Regel nicht so schnell in die Erfolgsspur zurück. Inge Kaune scheint dabei aus einem ganz anderen Stück Holz geschnitzt zu sein. Keine Woche war vergangen, seit Stendorfs Mannschaftsführerin im Spiel gegen Dahlenburg dieses Schicksal gar innerhalb weniger Stunden ereilte. Nun musste Kaune in Holtum durch das Fehlen von Svenja Belgardt und Carina Lilienthal ins ungewohnte obere Paarkreuz aufrücken und erlebte einen Nachmittag wie aus einem Guss.

Nicht nur, dass sie diesmal zweimal eine Nervenschlacht im fünften Durchgang für sich entscheiden konnte, sondern Kaune schlug auch die gegnerische Nummer eins Heike Wahlers glatt mit 3:0, die zuvor gerade mal drei Einzel während der gesamten Serie abgegeben hatte. Die Gäste brachten jedoch noch weitere „Heldinnen“ an diesem Tag hervor.

Die mit starken Rückenschmerzen angetretene Maike Henze bewies ihre Extraklasse, indem sie all ihre Einzel nahezu aus dem Stand gewann. Dabei hätten Bälle in Henzes weite Vorhand vermutlich gereicht, um die Stendorferin entscheidend auszuspielen. „Ihre Gegnerinnen haben diese Taktik aber einfach nicht durchgezogen“, berichtete Melanie Scholze, für die wie gewohnt in Holtum ein Erfolgserlebnis ausblieb. Den Punkt sicherte schließlich Anja Jürgens, die gegen Anja Meier einen hoffnungslosen Rückstand noch drehte.

TuSG Ritterhude II – TSV Altenbruch 8:2: Nach drei sieglosen Partien in Folge standen die Gastgeberinnen gegen den Tabellenvorletzten unter Zugzwang. Bis zum 2:2 verlief das Duell zunächst offen, ehe die in Bestbesetzung angetretene TuSG-Reserve davonzog. Besonders im unteren Paarkreuz besaßen die Hammestädterinnen Vorteile.

Zwar haderte Cornelia Kuhangel nach wie vor mit ihrer Form, der Topspinspezialistin waren jedoch ebenso zwei Einzelsiege vergönnt wie Christiane Pelka, die deutlich aufsteigende Form erkennen ließ. Beim Stand von 6:2 behielten beide Ritterhuderinnen knapp im fünften Satz die Oberhand. „Sonst wäre vielleicht noch mal Spannung aufgekommen“, mutmaßte Kerstin Schröder.

Ritterhudes Spitzenspielerin Bianca Hampel hielt sich mit zwei 3:1-Erfolgen wie so oft in dieser Saison schadlos. Für die Ritterhuder Reserve steht am kommenden Wochenende noch ein schwerer Koppelspieltag in Lüneburg und Dahlenburg an.

Weitere Informationen

TSV Holtum (Geest) – FSC Stendorf 7:7: Wahlers/Wacker – Kaune/Jürgens 3:0 (11:8, 11:5, 11:5); Meier/Völker – Henze/Scholze 3:1 (11:9, 8:11, 11:7, 13:11); Wahlers – Kaune 0:3 (7:11, 9:11, 6:11); Wacker – Henze 1:3 (9:11, 14:12, 5:11, 6:11); Meier – Scholze 3:0 (11:4, 11:8, 11:2); Völker – Jürgens 3:0 (11:4, 11:5, 11:8); Wahlers – Henze 2:3 (3:11, 11:9, 11:9, 6:11, 4:11); Wacker – Kaune 2:3 (7:11, 11:3, 11:8, 8:11, 9:11); Meier – Jürgens 2:3 (11:6, 11:7, 5:11, 9:11, 10:12); Völker – Scholze 3:1 (9:11, 11:7, 11:5, 11:6); Meier – Henze 0:3 (8:11, 10:12, 9:11); Wahlers – Jürgens 3:0 (11:5, 11:9, 11:8); Wacker – Scholze 3:1 (11:4, 12:10, 9:11, 11:6); Völker – Kaune 2:3 (11:13, 11:9, 7:11, 11:7, 8:11)

TuSG Ritterhude II – TSV Altenbruch 8:2: Hampel/Schröder – Julia Oldhafer/Hein 3:0 (11:4, 11:5, 12:10); Kuhangel/Pelka – Carina Oldhafer/Zeuke 1:3 (8:11, 8:11, 11:7, 9:11); Hampel – Julia Oldhafer 3:1 (8:11, 11:3, 11:4, 11:5); Schröder – Carina Oldhafer 0:3 (7:11, 8:11, 4:11); Kuhangel – Hein 3:1 (10:12, 11:9, 11:9, 11:5); Pelka – Zeuke 3:1 (7:11, 11:7, 11:4, 11:6); Hampel – Carina Oldhafer 3:1 (11:6, 9:11, 11:8, 11:8); Schröder – Julia Oldhafer 3:1 (11:2, 8:11, 11:6, 11:4); Kuhangel – Zeuke 3:2 (9:11, 12:10, 11:7, 8:11, 11:5); Pelka – Hein 3:2 (14:12, 15:13, 8:11, 9:11, 11:9)  FM


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Leserkommentare
holger_sell am 20.10.2019 15:36
Kultur ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und gerade auch in Bremen ein Magnet für den Tourismus.
Außerdem ist Kulturbewusstsein ein großer ...
holger_sell am 20.10.2019 15:30
Jede Politik hat ihre Klientel.
Wollen Sie im Ernst behaupten, dass Menschen, die sich für Kultur interessieren, keine normalen Leute sind ?