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Tischtennis-Verbandsliga Herren
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Fünfstündiger Kampf endet 8:8

Christian Thiemann 04.11.2018 0 Kommentare

Siegfried Wagner (rechts) und Frank Mühlmann überzeugten nicht nur im Doppel, sondern auch in ihren Einzeln.
Siegfried Wagner (rechts) und Frank Mühlmann überzeugten nicht nur im Doppel, sondern auch in ihren Einzeln. (Sandra Brockmann)

Ritterhude. Die TuSG Ritterhude wartet weiter auf den ersten Sieg dieser Saison. In der Tischtennis-Verbandsliga lieferten sich die Hammestädter einen unfassbaren Kampf beim TSV Eintracht Hittfeld, an dessen Ende ein 8:8 heraussprang. Einen Tag später musste die TuSG sich daheim dem Primus Oldenburger TB erwartungsgemäß glatt mit 3:9 beugen.

TSV Eintracht Hittfeld – TuSG Ritterhude 8:8: Über fünf Stunden dauerte das rekordverdächtige Match zwischen Hittfeld und Ritterhude. Es endete nach zehn Fünfsatzspielen leistungsgerecht mit einem 8:8 –Unentschieden. Um 1:15 Uhr in der Nacht war die Partie erst beendet. „Es war ein unglaublicher Fight“, sagte auch TuSG-Kapitän Frank Mühlmann, der mit seinen zwei Siegen der Garant für den Punktgewinn war. Besonders deshalb, weil sein zweites Einzel schon fast verloren schien. Bei 1:2-Sätzen und 2:7 nahm Mühlmann ein Time-Out, entschied den vierten Durchgang mit 11:8 für sich und hatte im fünften Satz mit 11:6 das bessere Ende für sich.

Und auch Siegfried Wagner schwang sich zu Höchstleistungen auf, gewann seine beiden Einzel im Fünften, sodass die TuSG in Person von André Binder und Stefan Pankow die Chance zum Remis erhielt. Im Abschlussdoppel führten die Ritterhuder schon mit 2:0, hatten auch im dritten Satz mit 5:3 die Nase vorn und mussten dann doch noch zittern. Hittfeld glich nach Sätzen aus und gab im letzten Durchgang noch mal alles. Nach fünf Stunden Spielzeit waren die vier an der Platte immer noch nicht müde und zeigten teils spektakuläre Ballwechsel. Hittfeld wehrte gleich mehrere Matchbälle unglaublich stark ab und hatte dann selbst die Chance zum Sieg. Letztlich entschieden Pankow und Binder die Partie mit 14:12 für sich.

„Wir haben im Moment aber auch echt Pech mit den Aufstellungen“, sagte Mühlmann hinterher: „Hittfeld spielt vielleicht alle drei Jahre mit der kompletten Mannschaft.“ Um den Kontrahenten in der Tabelle nicht wegziehen zu lassen, war der letzte Sieg aber immens wichtig. „Wir sind im Abstiegskampf. Unsere Gegner kommen noch“, fuhr TuSG-Kapitän Frank Mühlmann fort.

TuSG Ritterhude – Oldenburger TB 3:9: Sie haben sich immerhin teuer verkauft und drei Punkte gesammelt. Das war vor der einkalkulierten Niederlage gegen die Oldenburger das Hauptziel. Die Gäste traten mit den ehemaligen Bundesliga-Spielern Heiko Wirkner und Nicolai Popal an. Die beiden besten Spieler der Liga zeigten der TuSG dementsprechend auch klar ihre Grenzen auf. André Binder und Jens Schlake holten sich je zwei 0:3-Niederlagen ab und waren dabei absolut chancenlos.

Da Siegfried Wagner und Frank Mühlmann aber ihr Doppel gewannen und die Oldenburger im unteren Paarkreuz nicht konkurrenzfähig waren – Mühlmann und Maxime Meger gewannen klar 3:0 – war sogar noch mehr drin als nur drei Punkte. Wagner verpasste nach 2:0-Satzführung jedoch einen Punktgewinn, sodass das untere Paarkreuz nicht noch mal ran durfte.

Trotzdem freuten sich die Ritterhuder über das gelungene Debüt von Meger in der Verbandsliga. „Von eins bis drei hatten wir nicht einen Satzgewinn. Gegen die eingekaufte Mannschaft ging es aber von Beginn an ohnehin nur um Schadensbegrenzung“, sagte Mühlman hinterher.

Mit 2:8 Punkten aus fünf Spielen stehen die Hammestädter derzeit auf einem Abstiegsplatz in der Verbandsliga, haben die Topteams der Liga aber schon weitestgehend hinter sich. Am Freitag treffen die Ritterhuder auswärts noch auf den Tabellenzweiten TSV Lunestedt II, ehe es gegen die Mannschaften geht, mit denen die TuSG Ritterhude konkurrieren kann. „Das Tabellenbild sieht so natürlich nicht gut aus, wird sich aber noch verändern“, versprach Frank Mühlmann.

Weitere Informationen

TSV Eintracht Hittfeld – TuSG Ritterhude 8:8: Schweneker/Igel – Schlake/Hausmann 3:2 (10:12, 11:8, 9:11, 11:8, 22:8); Anders/Raeder – Binder/Pankow 0:3 (5:11, 1:11, 5:11); Mieschendahl/Buchholz – Wagner/Mühlmann 3:0 (11:6, 11:5, 11:8); Schweneker – Schlake 3:0 (11:4, 11:9, 11:8); Igel – Binder 3:2 (9:11, 15:13, 8:11, 11:4, 11:3); Anders – Hausmann 2:3 (11:2, 8:11, 8:11, 11:3, 11:13); Mieschendahl – Wagner 2:3 (11:5, 5:11, 9:11, 11:6, 7:11); Buchholz – Mühlmann 2:3 (11:6, 7:11, 10:12, 11:3, 9:11); Raeder – Pankow 3:2 (11:8, 11:7, 7:11, 8:11, 11:7); Schweneker – Binder 1:3 (11:7, 9:11, 6:11, 6:11); Igel – Schlake 3:1 (11:9, 11:7, 3:11, 11:4); Anders – Wagner 2:3 (9:11, 9:11, 14:12, 11:5, 9:11); Mieschendahl – Hausmann 3:1 (8:11, 11:7, 12:10, 13:11); Buchholz – Pankow 3:2 (9:11, 8:11, 11:8, 11:4, 13:11); Raeder – Mühlmann 2:3 (7:11, 11:9, 12:10, 8:11, 6:11); Schweneker/Igel – Binder/Pankow 2:3 (7:11, 9:11, 11:7, 11:6, 12:14)

TuSG Ritterhude – Oldenburger TB 3:9: Binder/Pankow – Wirkner/Brinkhaus 1:3 (11:9, 10:12, 6:11, 9:11); Schlake/Meger – Popal/Schüler 1:3 (11:9, 5:11, 9:11, 12:14); Wagner/Mühlmann – Vogelsang/Jabs 3:1 (11:7, 8:11, 11:6, 11:9); Binder – Wirkner 0:3 (7:11, 8:11, 8:11); Schlake – Popal 0:3 (3:11, 5:11, 7:11); Wagner – Schüler 2:3 (11:7, 11:6, 10:12, 6:11, 9:11); Pankow – Brinkhaus 0:3 (9:11, 7:11, 3:11); Mühlmann – Jabs 3:0 (11:5, 11:7, 11:5); Meger – Vogelsang 3:0 (11:9, 11:7, 11:5); Binder – Popal 0:3 (5:11, 7:11, 6:11); Schlake – Wirkner 0:3 (7:11, 4:11, 7:11); Wagner – Brinkhaus 0:3 (5:11, 10:12, 4:11)  THI


Sporttabellen & Ergebnisse
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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...