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Fußball-Landesliga Lüneburg
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SV Bornreihe nach dem Ausgleich zu kopflos

Karsten Hollmann 14.04.2019 0 Kommentare

Miguel Mendoza (vorne/Archivbild) wurde in der 82. Minute hart gefoult, die Rote Karte für den Gegenspieler blieb aus.
Miguel Mendoza (vorne/Archivbild) wurde in der 82. Minute hart gefoult, die Rote Karte für den Gegenspieler blieb aus. (von Lachner)

Bornreihe. Der SV Blau-Weiß Bornreihe musste mit einer 1:2 (1:0)-Heimniederlage gegen den direkten Konkurrenten SV Drochtersen/Assel II einen herben Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga hinnehmen. „Wir haben es versäumt, das 2:0 nachzulegen“, bedauerte Bornreihes Trainer Sasa Pinter. 

Nach acht Minuten hatte der aufgerückte Innenverteidiger Andre Waldau das 1:0 für das Heimteam auf dem Fuß. Doch Drochtersens Keeper Tobias Dreyer drehte seinen Schuss aus fünf Metern noch um den Pfosten. 120 Sekunden hiernach meldete sich auch der Gast offensiv erstmals zu Wort. Doch der Torwart der Hausherren, Daniel Griesbach, schnappte Paul Meyer die Kugel vor der Nase weg. Der wegen einer Kopfplatzwunde frisch mit einem Turban wie einst Dieter Hoeneß versehene Lukas Hatecke verfehlte den Kasten der Blau-Weißen zudem nur knapp per Freistoß (22.).

Ansonsten waren die „Moorteufel“ aber klar Herr im eigenen Haus, bewegten sich jedoch im Spiel ohne Ball nicht immer optimal. In der 27. Minute zeigte Bornreihes Winterneuzugang Pascal Kranz seinem Mitspieler Patrick Müller in der Mitte an, dass er den Ball besser noch mal zu ihm quergelegt hätte. Müller wollte aber aus spitzem Winkel mit dem Kopf durch die Wand und scheiterte an Tobias Dreyer. Artur Degtjarenko jagte den Ball kurz darauf knapp über das Gehäuse des Gastes. Nach einer halben Stunde verfehlte Jeremy da Rocha Nunes das Tor der Kreis-Stader freistehend sehr deutlich. 

Degtjarenko trifft zum 1:0

Dann wurde die Drangphase der Platzherren aber endlich belohnt. Nach einem Doppelpass mit Patrick Müller erzielte Artur Degtjarenko das verdiente 1:0 (34.). Vier Zeigerumdrehungen hiernach verlängerte Andre Waldau eine Degtjarenko-Ecke per Kopf auf den gegnerischen Kasten. Doch Lukas Hatecke rettete ebenfalls per Kopf auf der Linie. Eine Minute vor dem Pausenpfiff rauschte Drochtersens Jannes Elfers mit gestreckten Beinen in Artur Degtjarenko hinein. Aber anstelle eines Elfmeters erhielt der Mittelfeldmann eine zweifelhafte Gelbe Karte für eine angebliche Schwalbe. „Der Schiedsrichter hat uns aber auch in den kleinen Dingen nicht gerade bevorteilt“, ärgerte sich Saša Pinter.

Nach knapp einer Stunde zirkelte Patrick Müller einen Freistoß aus halbrechter Position über die Querlatte. Im Gegenzug glich das Team von Trainer Lars Jagemann aus dem Nichts zum 1:1 aus. Joker Niklas von Borstel setzte zum öffnenden Pass auf die rechte Seite an. Jan-Miklas Steffens passte das Spielgerät dann zu Paul Meyer in die Mitte. Der Mittelstürmer hatte keine Mühe, zum 1:1 zu vollstrecken. „Jungs, wieder mehr investieren und arbeiten“, feuerte Saša Pinter seine Kicker an. Doch die Regionalliga-Reserve blieb in den nächsten Minuten am Drücker. Daniel Griesbach wehrte einen Schuss von Paul Meyer glänzend über die Querlatte ab (66.).

120 Sekunden später allerdings war das 2:1 für den Gast fällig. Nico Junge wuchtete das Leder von links in die lange Ecke. Dabei sah Steffen Dietrich in der Bornreiher Abwehrzentrale nicht gut aus. Auf der anderen Seite drehte Tobias Dreyer einen Freistoß von Artur Degtjarenko mit den Fingerspitzen noch um den Pfosten (70.). Saša Pinter brachte für die letzten Minuten mit Torben Poppe noch seinen Brecher für den Sturm. Zum Abschluss kam Poppe aber nicht mehr. Dafür aber Kevin Sammann, der  den Ball nach Ecke von Jan Wohltmann um Zentimeter links vorbeischob (90. +3). Steffen Dietrich setzte seinen Schuss mit dem Schlusspfiff außerdem zu hoch an. „Wir haben in den Momenten nach dem Ausgleich ein wenig zu kopflos agiert“, kritisierte Pinter – der  in der Schlussphase vergeblich eine Rote Karte gegen einen Gäste-Spieler für ein rüdes Einsteigen gegen Miguel Mendoza forderte. „Der Spieler hat eine Verletzung von Miguel in Kauf genommen“, sagte Pinter.


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Leserkommentare
IhrenNamen am 19.10.2019 14:35
Die SPD kann hier aber höchstens zu 50% Schuld sein da das DSM zu 50% vom CDU-Regierten Bund finanziert wird.

Ich denke die Schuldigen ...
suziwolf am 19.10.2019 14:35
@dmiral ...

Und ,ausländischen Eltern‘ die nicht nur darauf bedacht sind, Ihren Kindern eine
• gute Bildung zukommen zu ...