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Verbandsliga Nord
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Tischtennis-Herren der TuSG Ritterhude bleiben Verbandsligist

Tobias Dohr 07.04.2019 0 Kommentare

Er war der Garant für den Ritterhuder Klassenerhalt: Stefan Pankow.
Er war der Garant für den Ritterhuder Klassenerhalt: Stefan Pankow. (Sandra Brockmann)

Ritterhude. Die TuSG Ritterhude hat den Klassenerhalt in der Tischtennis-Verbandsliga Nord unter Dach und Fach gebracht. Und das Gesicht dieses Klassenerhalts ist: Stefan Pankow. Nachdem der Ritterhuder bereits beim wichtigen 8:8 in Dissen so stark aufgetrumpft hatte, war auf Pankow auch beim 9:7 beim TV Hude II Verlass. Insgesamt steuerte er in diesen beiden Punktspielen sagenhafte acht Zähler bei.

TV Hude II – TuSG Ritterhude 7:9: Ein einziger Punkt hatte den Ritterhudern vor dem finalen Doppelspieltag gegen die direkte Konkurrenz noch gefehlt. Bereits am Freitagabend wollten die TuSG-Herren beim ebenfalls abstiegsbedrohten TV Hude II alles klar machen. Doch die Vorzeichen waren alles andere als günstig. Jens Schlake fiel erneut aus, und da auch die zweite und dritte Mannschaft aktiv waren, gestaltete sich die Suche nach einem Ersatzmann als schwierig. Am Ende fiel die Wahl auf Nachwuchsmann Laurin Struß.

In Hude erwischten die Gäste einen optimalen Start. Dass die zuletzt so stark harmonierenden Pankow und André Binder mit 3:0 gewannen, war fast zu erwarten gewesen. Dass aber Siegfried Wagner und Frank Mühlmann das gegnerische Spitzendoppel ebenfalls auf Distanz hielten, kam einem frühen Bonuspunkt gleich. Lars Hausmann und Laurin Struß verloren nach 2:0-Satzführung am Ende noch knapp im fünften Satz. Doch die Ritterhuder waren nun voll da.

Binder setzte sich gegen Marco Stüber trotz 4:10-Rückstand im vierten Durchgang noch mit 3:1 nach Sätzen durch. Frank Mühlmann wies dann völlig überraschend den Ex-Ritterhuder Finn Oestmann mit 3:1 deutlich in die Schranken. Und auch Hausmann zeigte sich nach intensiven Trainingswochen deutlich verbessert und setzte sich gegen Klaus Krabbe mit 3:1 durch. Die Gäste führten also mit 5:1 und strebten einem souveränen Auswärtssieg entgegen – doch dann wirkte es plötzlich so, als ob jemand bei Binder, Mühlmann und Hausmann den Stecker gezogen hätte.

Struß fehlen Nuancen

Wagner verlor immerhin noch mit 1:3 gegen Dietmer Scherf, dafür gab es für Laurin Struß (0:3 gegen Christopher Imig) sowie Binder und Mühlmann (beide 0:3) gar nichts zu erben. Dazwischen gelang Stefan Pankow immerhin ein schwer erarbeitetes 3:2 über Florian Krabbe. Routinier Wagner war es dann, der trotz eines 1:2-Satzrückstands gegen Klaus Krabbe den siebten Zähler einfuhr. Nun fehlte noch ein einziger Sieg zum Klassenerhalt – und den schien ausgerechnet Ersatzmann Struß einfahren zu können. Dem Nachwuchsmann fehlten gegen Florian Krabbe bei 2:1-Satzführung und 8:8 nur noch drei Punkte, trotzdem verlor Struß am Ende. „Ihm fehlten wieder einmal nur Nuancen“, berichtete Frank Mühlmann hinterher.

So war es schließlich doch Stefan Pankow, der zum Matchwinner wurde. Er setzte sich gegen Imig in fünf Sätzen durch – und gewann an der Seite von André Binder dann sogar auch noch das Schlussdoppel. „Zweifellos haben wir es in dieser Spielzeit unseren Doppeln zu verdanken, dass wir nicht in die Relegation mussten“, war Mühlmann angesichts von acht Siegen in acht Schlussdoppeln völlig klar.

TuSG Ritterhude – TSV Eintracht Hittfeld 5:9: Das letzte Heimspiel der Saison gegen Hittfeld war somit bedeutungslos – zumindest für die Hausherren. Die Gäste benötigten ihrerseits ebenfalls unbedingt noch Punkte, um nicht auf den Relegationsplatz abzurutschen. „Keineswegs wollten wir diese Partie abschenken, doch man kann sich nach so einem Vorabend nicht gegen einen Spannungsabfall wehren“, redete TuSG-Kapitän Frank Mühlmann nicht drumherum.

Zudem musste erneut Ersatz für Jens Schlake gefunden werden – diesmal übernahm der erst 18-jährige Christian Buß, der eigentlich in der 3. Kreisklasse aktiv ist, diese Rolle. Immerhin durfte sich Buß dann auch an der Seite von Lars Hausmann im Doppel über einen Satzgewinn freuen. André Binder polierte seine Einzelbilanz noch ein wenig auf und hielt die TuSG mit Erfolgen über Klaus Igel und Ralf Schweneker lange Zeit im Rennen.

Pech hatte dann Siegfried Wagner, dem im ersten Einzel gegen Andreas Raeder das Holz am Tisch in zwei Teile zerschellte. Mit dem Ersatzschläger kam er daraufhin nicht mehr an seine Normalform heran und unterlag Raeder in drei Sätzen und später auch Rico Buchholz in vier. „Welch glücklicher Umstand, dass es für uns an jenem Abend nicht mehr um alles ging“, atmete Frank Mühlmann tief durch. Der Ritterhuder Mannschaftsführer konnte ebenfalls nicht die Form des Vorabends bestätigen und kassierte zwei deutliche Einzelniederlagen. Mit der knappen Fünfsatzniederlage von Stefan Pankow gegen Jan Ohling endete die Verbandsliga-Saison der TuSG Ritterhude. Doch den Klassenerhalt hatte eben jener Pankow ja schon tags zuvor gesichert.


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Sporttabellen & Ergebnisse
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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...