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Pokalfinale der A-Junioren
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Trotz 0:4 im Pokalfinale: Der Stolz überwiegt beim SC Borgfeld

Frank Mühlmann 16.05.2019 0 Kommentare

Verloren ja, aber die A-Junioren des SC Borgfeld, hier mit Luntang Danjo (am Ball), machten gegen Werder ein richtig starkes Spiel.
Verloren ja, aber die A-Junioren des SC Borgfeld, hier mit Luntang Danjo (am Ball), machten gegen Werder ein richtig starkes Spiel. (Maximilian von Lachner)

Borgfeld. Mehr als 70 Minuten hat der SC Borgfeld das A-Junioren Finale des Bremer Fußball-Pokals offengehalten, doch am Ende setzte sich der haushohe Favorit SV Werder Bremen standesgemäß mit 4:0 (1:0) durch. Auf heimischem Rasen machte der Außenseiter eines der besten Spiele überhaupt unter der Regie von Trainer Burak Bahar, wirkte sehr geordnet und kreierte gegen den Bundesligisten einige gute Torgelegenheiten.

Fernab des momentanen Abstiegskampfes in der Regionalliga sollte das Pokalfinale für die Hausherren der Höhepunkt schlechthin der vergangenen Jahre werden. Mit Abwehrpressing wollte der Underdog lange Zeit in der Defensive die Null halten. Dies funktionierte auch zunächst. Bei zwei Halbchancen der Werderaner in der Anfangsphase war in letzter Sekunde immer noch ein Bein der Gastgeber dazwischen. Besonders Khalil Maarouf fiel in der SCB-Verteidigung auf. Er lief nicht nur häufig die Lücken zu, sondern wirkte auch in den Zweikämpfen körperlich sehr präsent. „Das beste Spiel seit Langem von ihm“, lobte Bahar seinen Schützling.

Nach Ballgewinnen im Zentrum näherte sich auch der SCB dem gegnerischen Gehäuse an. Zweimal bediente Eren Dinkci den in der Mitte postierten Jason Weber. Beim ersten Spielzug kam der Stürmer auch zum Abschluss, verzog jedoch mit links nur knapp. Mitte der ersten Hälfte unterlief dann ausgerechnet Khalil Maarouf ein Eigentor zum 0:1. Der Fehler geschah jedoch vorher. In dieser Szene wurde Werder einmal im Mittelfeld nicht ausreichend attackiert, zudem unterschätzte Emir Basar den folgenden Diagonalball und vermochte ihn nicht wegzuköpfen. Die daraus resultierende scharfe, flache Hereingabe „klärte“ Maarouf vor dem hinter ihm einschussbereiten Stürmer in die eigenen Maschen.

Trotzdem legte die Bahar-Elf ihr Hauptaugenmerk weiterhin auf die Verteidigung, agierte sehr diszipliniert und ließ sich auch durch die nun einsetzende Ballzirkulation des Favoriten nicht locken. Dennoch hätte noch vor der Pause die Vorentscheidung fallen können. Aber Tom Rode hielt sein Team im Spiel, als er einen Ball noch an den Pfosten lenkte.

In der zweiten Hälfte besaß Eren Dinkci die erste gute Möglichkeit. Sein Rechtsschuss von der Sechzehnerkante ging allerdings haarscharf rechts am SVW-Kasten vorbei. Knapp 20 Minuten vor dem Ende profitierten die Gäste von einem Fehlpass, nachdem sie den Ball sofort tief nach vorne gespielt hatten. Tim Marschollek verlor daraufhin das Laufduell gegen Werders Fred MC Mensah Quarshie, und auch Jan Buchcik konnte nicht mehr korrigierend eingreifen. „Der schießt das Leder halt rechts oben in den Winkel. Da setzt sich dann doch die individuelle Qualität durch“, erkannte Burak Bahar neidlos an. Sein Team gab trotzdem nicht auf. Nach einem Freistoß besaß Massimo Klüver die Riesenchance zu verkürzen. Zentral von der Strafraumgrenze visierte er das obere rechte Eck an, doch das Leder sprang in Billardmanier an beide Innenpfosten und nicht hinter die Torlinie.

Im direkten Gegenzug fiel das 0:3, als ein zunächst abgelenkter Ball Werders Maik Nawrocki vor die Füße fiel und dieser nur noch einzuschieben brauchte. In der Nachspielzeit erhöhte der ehemalige Borgfelder Niklas Nannt noch per Strafstoß. „Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl muss man das Einsteigen von Tom Rode in dieser Situation nicht als Foul werten“, ärgerte sich Burak Bahar. Das Lächeln ins Gesichts des scheidenden Trainers kehrte aber nach dem Schlusspfiff schnell zurück: „Ich bin unheimlich stolz darauf, wie sich die Mannschaft an diesem Abend präsentiert hat. Niemand hat damit gerechnet, dass wir so stark Paroli bieten können. Jetzt freue ich mich einfach riesig auf die letzten drei Saisonpartien in dieser Liga.“


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Leserkommentare
Michalek am 20.10.2019 17:37
Schüler brauchen keine Erhebungen und sie sollten nicht als Versuchskaninchen herhalten müssen.

Grundschüler brauchen Unterricht, der ...
aguahorst am 20.10.2019 16:55
In der Nähe von Wilhelmshaven baut man neue Kavernen, um damit Geld zu verdienen. In Bremen will man sie verfüllen und stilllegen.....was passiert ...