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TuSG verzichtet auf den Bezirkspokal

Tobias Dohr 11.07.2019 0 Kommentare

Ab sofort für die TuSG Ritterhude in der Bezirksliga im Einsatz: Noah Hilse, hier noch im Trikot seines Ex-Klubs VSK Osterholz-Scharmbeck.
Ab sofort für die TuSG Ritterhude in der Bezirksliga im Einsatz: Noah Hilse, hier noch im Trikot seines Ex-Klubs VSK Osterholz-Scharmbeck. (Christian Kosak)

Ritterhude. Landesliga-Absteiger TuSG Ritterhude ist am Montag als letzter Osterholzer Bezirksligist in die Vorbereitung auf die Fußball-Saison 2019/2020 gestartet. Sage und schreibe 27 Mann versammelten sich auf dem Platz, als TuSG-Trainer Torsten Just zur ersten offiziellen Einheit gebeten hatte. Darunter auch eine Vielzahl an Neuzugängen, über die sich Just und sein Co-Trainer Bastian Haskamp besonders freuten.

„Wir haben quantitativ einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht, uns dabei aber auch qualitativ verbessert“, ist Torsten Just überzeugt. Ganz oben auf der Liste der Neuzugänge steht sicherlich Noah Hilse. Just sträubt sich zwar, den 21-Jährigen als Königstransfer zu bezeichnen („Das würde unsere anderen Neuzugänge ja ein wenig abwerten, und das fände ich nicht richtig“), auf der anderen Seite soll der Innenverteidiger eine möglichst gewichtige Rolle im Team einnehmen. „Ich weiß natürlich ganz genau, was ich an Noah habe und habe mich deshalb sehr darüber gefreut, dass er sich für Ritterhude entschieden hat.“ Zur Erinnerung: Torsten Just trainierte Hilse bereits beim VSK Osterholz-Scharmbeck zwei Jahre lang. Jetzt könnte Hilse die große Lücke schließen, die der Abgang das jahrelangen Leistungsträgers Tobias Jahn in der Innenverteidigung hinterlässt.

Junge und talentierte Neuzugänge

Aus der gemeinsamen VSK-Zeit kennt der 53-jährige Just auch Till Gerken, einen weiteren ehemaligen VSK-Kicker. „Till hat bei mir damals die ersten Schritte im Herrenbereich gemacht und hat sicher noch einiges an Potenzial in sich“, freut sich Just auf den erst 20 Jahre alten Linksfuß, der zuletzt beim ATSV Scharmbeckstotel kickte. Ein noch jüngerer Akteur ist Paul-Erik Pinkawa. Der frisch gebackene Abiturient lief in den vergangenen Jahren für den JFV Verden/Brunsbrock auf, ist aber ein gebürtiger Ritterhuder und wohnt auch immer noch in der Hammegemeinde. „Paul-Erik hatte auch die Option, in Verden in der ersten Mannschaft zu spielen. Deshalb sind wir sehr froh, dass er zu uns gewechselt ist“, sagt Just über den Innenverteidiger.

Vom Bremer Landesligisten DJK Blumenthal wechselt Offensivmann Yusuf Dingil (21) nach Ritterhude. Und schließlich wird es auch ein Wiedersehen mit Paul Ihongbe geben, der die TuSG erst im Winter Richtung SG Aumund-Vegesack verlassen hatte, nun aber seine Rückkehr vollzogen hat. Zudem trainieren in der Vorbereitungszeit regelmäßig A-Junioren bei der Bezirksliga-Mannschaft mit. „Da werden wir dann schauen, wie wir das am Ende aufteilen“, sagt Torsten Just, der betont, dass man natürlich nicht mit 27 Mann in die Saison starten werde. Den Ritterhudern kommt diesbezüglich zugute, dass sie über eine starke zweite Mannschaft in der Kreisliga verfügen, bei der unter anderem die langjährigen Leistungsträger Mirko Gatz, Tobias Jahn und Marco Grahl aktiv sind.

„Wir haben zudem noch drei Kandidaten im Training, wo eine endgültige Entscheidung noch aussteht“, sagt Just, der im Optimalfall jede Position im Kader doppelt besetzt hätte. Während der TuSG-Coach mit der Kaderplanung absolut zufrieden ist, war er das mit der Vorbereitungsplanung ganz und gar nicht. Denn aufgrund der Bornreiher sowie der eigenen Fußballwoche war kaum noch Platz für reguläre Testspiele. Aus diesem Grund entschlossen sich die Ritterhuder am Ende dafür, nicht für den Bezirkspokal zu melden. „Mit diesen frühen Pokalspielen macht das einfach keinen Sinn“, begründet Just.

Somit macht die TuSG tatsächlich das wahr, was viele andere (unzufriedene) Bezirkspokalteilnehmer seit vielen Jahren ebenfalls in Betracht ziehen: Sie melden gar nicht erst für den aufgrund seiner frühen Terminierung so unbeliebten Wettbewerb. Bereits in der kommenden Woche steht am Mittwochabend die Qualifikationsrunde an, danach folgen im Wochenrhythmus die erste und zweite Hauptrunde sowie das Achtelfinale – alles wohlgemerkt noch vor dem Punktspielstart.

Zur Sache

ATSV-Rückzug offenbar beschlossene Sache

Seit Wochen brodelt die Gerüchteküche – wie geht es weiter mit der ersten Herren des ATSV Scharmbeckstotel? Geht es überhaupt weiter beim Bezirksliga-Absteiger, bei dem Trainer Marco Miesner eigentlich einen Neuanfang wagen wollte, dann aber noch vor dem ersten Training entnervt die Brocken hinschmiss. Nun zeichnet sich immer deutlicher ab, dass der Verein wohl keine Mannschaft in der Kreisliga an den Start schicken wird.

Zahlreiche Spieler des Kaders trainieren derzeit bei umliegenden Vereinen mit, auch bei der benachbarten TuSG Ritterhude. Ähnlich wie ATSV-Kapitän Eike Pupat, der bereits bei mehreren Vereinen reingeschnuppert hat, dürften auch andere Spieler begehrt sein. Justin Hülsmann (TSV Bassen), Jonas Krebs (SV Pennigbüttel), Nils-Linus Sievert, Nils Bonkowski (beide FC Hambergen), Till Gerken (TuSG Ritterhude) und Johann Boger (TSV Wallhöfen) stehen bereits als definitive Abgänge fest. Zum 1. November wird Magnus Siewert wohl beim SV Komet Pennigbüttel einsteigen. Und es dürften weitere Wechsel folgen. Noch wird der ATSV Scharmbeckstotel zwar im Spielplan der Kreisliga Osterholz ganz regulär geführt, doch es deutet vieles daraufhin, dass die Mannschaft zu den ersten drei Punktspielen nicht antreten wird – und dann als erster regulärer Absteiger der Spielzeit feststeht.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...