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Tischtennis-Verbandsliga Nord
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Wenn ein Steffen Fetzner nur an Position drei spielt...

Tobias Dohr 25.02.2019 0 Kommentare

Fuhr in Oldenburg den einzigen Zähler für die Ritterhuder Tischtennis-Herren ein: Stefan Pankow.
Fuhr in Oldenburg den einzigen Zähler für die Ritterhuder Tischtennis-Herren ein: Stefan Pankow. (Brockmann)

Ritterhude. War es nun eine Belohnung, oder eine Bestrafung für Siegfried Wagner? Der Routinier im Team der Tischtennis-Herren hatte im Auswärtsspiel beim Oldenburger TB das ganz große Los gezogen und durfte gegen eines der Vorbilder seiner Jugendzeit antreten. Steffen Fetzner schrieb im Jahr 1989 bekanntermaßen Tischtennis-Geschichte, als er mit Jörg Roßkopf sensationell die Weltmeisterschaft gewann.

Mittlerweile schlägt der 50-Jährige für Oldenburg auf. Dass er das lediglich an Position drei tut, zeigt, wie stark der Spitzenreiter der Verbandsliga Nord besetzt ist – und wie unmöglich das Unterfangen der Ritterhuder Herren war. „Das war schon nicht so einfach“, fasste es Frank Mühlmann nach dem erwartet deutlichen 1:9 zusammen, „du fährst da bei bestem Eiscafé-Wetter hin und weißt vorher schon, dass das eigentlich nur Zeitverschwendung ist.“

Wie richtig der TuSG-Kapitän mit dieser Einschätzung lag, zeigte ein kurzer Blick auf die Ergebnisse. Sieben der neun Niederlagen kamen in drei Sätzen zustande. Lediglich Mühlmann konnte die Partie gegen Toby Frederik Schüler beim 1:3 etwas offener gestalten. Und dann war da noch Laurin Struß. Der 13 Jahre alte Schüler war erst im Winter vom TSV Worpswede zur TuSG Ritterhude gewechselt, um in der zweiten Mannschaft höherklassige Erfahrungen zu sammeln und sich dort besser zu entwickeln. Nun war er kurzfristig für Maxime Meger eingesprungen, der in Oldenburg eigentlich hätte aushelfen sollen.

Am Ende konnte Struß mehr als zufrieden sein mit seinem ersten Verbandsliga-Einsatz. Auch, wenn auch er am Ende gegen Thuong Xuan Nguyen ebenfalls chancenlos war. So war es Stefan Pankow vorbehalten, mit einem 3:0 über Niklas Ackermann den einzigen Ritterhuder Zähler zu holen. Im unteren Paarkreuz waren die Oldenburger längst nicht mehr so stark besetzt, wie im oberen. Um das noch einmal zu verdeutlichen: Spitzenspieler Nicolai Popal und der an Position zwei spielende Heiko Wirkner – beides ebenfalls zwei ehemalige deutsche Spitzenspieler – haben überhaupt noch keine Partie in dieser Saison verloren.

Und für Siegfried Wagner endete der kurze Nachmittag am Ende ebenfalls mit der erwarteten 0:3-Niederlage. Allerdings, da war sich Frank Mühlmann hinterher sicher gewesen: „Fetzner musste auch schon volle Pulle spielen, der konnte das nicht im Vorbeigehen mal eben so gewinnen.“ 4:11, 5:11, 5:11 hieß es am Ende aus Wagners Sicht – immerhin 14 Punkte. Nach gerade mal zwei Stunden war der ganze Spuk dann auch schon wieder vorbei. Für die Ritterhuder war die einkalkulierte Niederlage kein Beinbruch. Jetzt haben die TuSG-Herren drei Wochen Zeit, ehe es dann in die entscheidende Saisonphase mit vielen Duellen gegen die direkte Konkurrenz im Abstiegskampf geht. „Dann geht es endgültig zur Sache“, so Mühlmann.

Weitere Informationen

Oldenburger TB - TuSG Ritterhude 9:1: Wirkner/Fetzner - Mühlmann/Wagner 3:0 (11:7, 11:5, 11:3); Popal/Schüler - Binder/Pankow 3:0 (13:11, 12:10, 11:9); Nguyen/Ackermann - Schlake/Struß 3:0 (11:4, 11:9, 11:6); Popal - Schlake 3:0 (11:5, 11:6, 11:7); Wirkner - Binder 3:0 (11:3, 11:6, 11:8); Fetzner - Wagner 3:0 (11:4, 11:5, 11:5); Schüler - Mühlmann 3:1 (11:5, 11:5, 6:11, 11:9); Nguyen - Struß 3:1 (11:4, 11:9, 5:11, 11:7); Ackermann - Pankow 0:3 (8:11, 3:11, 9:11); Popal - Binder 3:0 (11:6, 11:8, 11:1)  TD


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Sporttabellen & Ergebnisse
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Leserkommentare
heinmueckausbremerhaven am 21.10.2019 20:47
Es gibt nur eine Chance wieviel Artikel beschrieben. Und jetzt schwindet mit dem Artikel von Stefan Rahmstorf das Argument, dass die BRD nur für ...
Bremen99 am 21.10.2019 20:41
Das Parken in Wild-West-Manier rund um den Freimarkt hat Tradition. Vor über 40 Jahren konnte man auch schon regelmäßig beobachten wie dreiste ...