Wetter: Regen, 9 bis 17 °C
Korbball
Der Artikel wurde zur Merkliste hinzugefügt.
Die Merkliste finden Sie oben links auf der Seite.

Brinkum und Sudweyhe: Edelmetall im Blick

Christine Leska-Ottensmann und Thorin Mentrup 03.05.2019 0 Kommentare

Da werden Erinnerungen wach: Der FTSV Jahn Brinkum gewann im Vorjahr den silbernen Pokal.
Da werden Erinnerungen wach: Der FTSV Jahn Brinkum gewann im Vorjahr den silbernen Pokal. (Sebi Berens)

Sudweyhe/Brinkum. Können sie ihren Coup wiederholen? Diese Frage stellen sich die Korbballerinnen des TuS Sudweyhe und des FTSV Jahn Brinkum vor den Deutschen Meisterschaften, bei denen sie wie im Vorjahr den Kreis Diepholz vertreten werden. Die Brinkumerinnen reisen in der Altersklasse der 16- bis 19-Jährigen als Titelverteidiger zu den nationalen Titelkämpfen am Wochenende ins nordrhein-westfälische Porta Westfalica, die Sudweyherinnen als Bronzegewinnerinnen. Nun hoffen beide Teams darauf, dass sie ähnlich erfolgreich abschneiden werden.

„Ein Platz auf dem Treppchen wäre schön“, wünscht sich Sudweyhes Trainerin Andrea Bothmer. Gut vorbereitet ist ihre Mannschaft allemal. „Wir haben sehr intensiv trainiert“, verrät Bothmer. Zusätzlich zu den normalen Trainingseinheiten standen Spinning, Laufen und einige Testspiele gegen den TSV Heiligenrode, FC Gessel-Leerßen und die SG Findorff, einen der Konkurrenten bei den Deutschen Meisterschaften, auf dem Programm. Der Fokus lag dabei auf dem Kreisspiel und der Abwehrarbeit. Natürlich kam aber auch der Korbwurf nicht zu kurz.

Zusätzlich sind die Sudweyherinnen mit viel Selbstvertrauen ausgestattet. Denn in der erstmals ausgetragenen Playoff-Runde gewannen sie vier Partien deutlich und sprangen so vom undankbaren vierten noch auf den zweiten Platz. Als Vizemeister der Bundesliga Nord treffen sie bei den Meisterschaften auf den Meister der Bundesliga Süd, TSV Bergrheinfeld, und den drittplatzierten TuS Eisbergen. Viel schwerer könnten die Aufgaben nicht sein. „Eisbergen als Gastgeber wird vor eigenem Publikum natürlich hochmotiviert sein. Das sind meine Mädels aber auch“, betont Bothmer. Im Vergleich zur letzten Meisterschaft, als ihre Mannschaft den TuS Eisbergen im Spiel um Bronze schlug, hat der Gegner sich ein wenig verjüngt. Spielstark ist die groß gewachsene Mannschaft aber allemal. Den TSV Bergrheinfeld hat Bothmer seit über einem Jahr nicht gesehen, denn der Bundesliga-Süd-Meister hatte sich im Vorjahr nicht für die nationalen Titelkämpfe qualifiziert.

Wenn der Bus an diesem Freitagnachmittag Richtung Porta Westfalica fährt, sind alle Sudweyherinnen an Bord. „Von Verletzungen und Krankheiten sind wir zum Glück verschont geblieben. Alle meine neun Spielerinnen sind dabei. Zusätzlich habe ich Laura Teske aus unserer A-Jugend nominiert. Sie wird einspringen, wenn es nötig ist“, verrät die TuS-Trainerin. Teske gehörte bereits im Nordpokal zur Mannschaft, außerdem trainieren die Sudweyher Frauen stets gemeinsam mit ihrer A-Jugend.

Insgesamt sind die Voraussetzungen für den nächsten Coup bestens. „Wir setzen uns aber nicht unter Druck. Wir geben unser Bestes und schauen, was herausspringt. Ein bisschen Glück muss man in der Vorrunde auch haben“, weiß Bothmer.

Auf dieses nötige Quäntchen hoffen auch die Brinkumerinnen. „Bei einer Deutschen Meisterschaft“, weiß Trainer Thorsten Böger, „kann alles passieren.“ Das ist keine Floskel, das ist vielmehr Erfahrung. Denn der FTSV Jahn Brinkum kennt sich bei nationalen Titelkämpfen bestens aus. Das vergangene Jahr mit dem emotionalen Titelgewinn in Helpup wird der FTSV wohl nie vergessen. Auch dieses Mal nehmen Böger und seine Mannschaft Edelmetall in den Blick. „Ein Platz unter den ersten Drei wäre auf jeden Fall ein Erfolg“, sagt der Trainer. Sein Team ist nun ein Jahr älter und kennt die besondere Meisterschafts-Atmosphäre. Macht das die Brinkumerinnen nicht automatisch zum Mitfavoriten auf den Titel? „Wir haben viel getan, aber wir haben auch Leistungsträger verloren“, sagt Böger. Lea Reiners und Zoe Roos weilen derzeit in Australien beziehungsweise Frankreich und stehen dem Team nicht zur Verfügung. „Ab Anfang Dezember mussten wir unser System umstellen. Aber es hat sehr gut funktioniert. Ich hätte nicht gedacht, dass wir diese Ausfälle so gut kompensieren können. Da kann man den Mädchen nur ein Kompliment machen: Jede hat für jede gekämpft“, lobt Böger sein Team, in dem einige Spielerinnen zudem mitten in den Vorbereitungen für das Abitur stecken. Der Sport ist für sie offenbar ein guter Ausgleich – und ein erfolgreicher dazu.

Denn die Saison der Brinkumerinnen ist mit Titeln gepflastert. In der A-Jugend-Bezirksoberliga gewannen sie die Meisterschaft, meisterten zudem die Doppelbelastung mit den Auftritten in der Bezirksoberliga der Damen, die sie mit 17 Siegen in 18 Spielen auf Rang eins abschlossen, und gewannen im März zudem die Landesmeisterschaft. „Es ist toll, wie es momentan läuft“, strahlt Böger. „Die Deutschen Meisterschaften nehmen wir jetzt noch als Höhepunkt mit.“ Auf die Titelkämpfe sind die Brinkumerinnen gut vorbereitet. Drei- bis viermal habe seine Mannschaft pro Woche trainiert, berichtet Böger. „Da müssen wir auch dem Verein danken, dass er uns die Halle jedes Mal zur Verfügung gestellt hat“, sagt der Coach, der mit seinem Team am Freitagmittag aufbricht. „Abends können wir dann in der Halle schon ein bisschen werfen“, überlässt der FTSV nichts dem Zufall. In der Vorrunde trifft er auf die SG Findorff, gegen den er in der Liga einmal verlor, aber dann das Rückspiel gewann, und auf den Vize-Westfalenmeister TuS Langenholzhausen. Das sind hohe Hürden, doch der FTSV hat in der Vergangenheit schon mehrfach eindrucksvoll gezeigt, dass er mit seinen Aufgaben wachsen kann.


Sporttabellen & Ergebnisse
Sporttabellen & Ergebnisse

Welcher Verein wann in Bremen oder der Region spielt und wie die Begegnung ausgegangen ist, erfahren Sie in unserem Tabellenbereich. Auch die Ergebnisse der Spiele der höheren Ligen finden Sie dort.

WESER-KURIER Kundenservice
Leserkommentare
panorama am 18.10.2019 19:32
Lesen soll ja bekanntlich bilden.

https://dejure.org/gesetze/JGG/114.html
BreTSF am 18.10.2019 19:29
rheimsoth:
Das Bremer Bündnis für die Verkehrswende engagiert sich schon lange für Veränderungen und nicht nur „die abgebildeten Personen“. Es ...