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Dem TVE Nordwohlde fehlt die Kaltschnäuzigkeit

Nastassja Nadolska 12.05.2019 0 Kommentare

Hergen Bode (Mitte) gehörte zu den Torschützen des TVE Nordwohlde beim 3:3-Remis gegen den FC Sulingen II.
Hergen Bode (Mitte) gehörte zu den Torschützen des TVE Nordwohlde beim 3:3-Remis gegen den FC Sulingen II. (Michael Braunschädel)

Nordwohlde. Langsam und mit hängenden Köpfen schlichen die Fußballer des TVE Nordwohlde nach dem Abpfiff in die Kabine. Niedergeschlagen und vor allem enttäuscht war auch TVE-Coach Martin Werner nach dem 3:3 (1:2)-Unentschieden gegen den abstiegsbedrohten FC Sulingen II in der Fußball-Kreisliga: „Das Grundproblem war, dass unsere komplette etatmäßige Offensive gefehlt hat. Vor dem Tor waren wir einfach nicht kaltschnäuzig genug“, schilderte Werner das Problem seines Teams. 

Gleich zehn Spieler fehlten dem TVE in dieser Begegnung, darunter auch Stammspieler wie Nils Wessel, Felix Kattau, Dennis Wagner und Keeper Marcel Kappermann. „Das hat man gemerkt. Die Mannschaft wirkte über 90 Minuten total unruhig“, berichtete der TVE-Coach. Vor allem zu Beginn der ersten Hälfte waren die Gastgeber nicht ganz wach. In der neunten und elften Minute musste TVE-Ersatzkeeper Alexander Finn Brockhoff innerhalb kürzester Zeit gleich zweimal hinter sich greifen. Die beiden Torschützen Oliver Kautz und Turan Coskun brachten ihre Sulinger mit 2:0 in Führung. „Das hat uns ziemlich kalt erwischt. Beide Tore fielen nach demselben Schema. Die haben gut kombiniert, wir haben zu spät reagiert“, analysierte Werner. Doch der Schock hielt nicht lang an bei seinen Mannen: Pascal Matz traf in der 16. Minute zum 1:2-Anschluss. Von da an schöpfte Nordwohlde neuen Mut und zeigte sich häufiger im gegnerischen Strafraum. Der zweite Treffer sollte allerdings nicht folgen, sodass die Gastgeber mit einem 1:2-Rückstand in die Pause gingen.

Nach Wiederanpfiff ließ der Ausgleich jedoch nicht lange auf sich warten. Nach einer zuvor noch vergebenen Chance durch Pascal Matz folgte wenige Sekunden später das 2:2 durch Hergen Bode (48.). Von da an bestimmte Nordwohlde das Spiel, ließ allerdings aufgrund eines fehlenden richtigen Stürmers zahlreiche Möglichkeiten liegen. Dann folgte etwas, womit die knapp 50 Zuschauer und die Beteiligten auf dem Platz wohl gar nicht gerechnet hatten: Nach einem Schuss von Sulingens Jonas Mesloh aus knapp 65 Metern verkalkulierte sich TVE-Keeper Brockhoff, dem der Ball durch die Hände rutschte und ins Tor fiel. „Es läuft gerade gut und dann bekommst du so einen Schlag“, war Werner immer noch fassungslos ob des bitteren Gegentreffers, der Sulingen erneut in Führung brachte.

Gefährliche Unsicherheit

Nordwohlde wurde nach diesem Rückschlag zunehmend unsicherer, leistete sich teilweise grobe Patzer und fand lange Zeit nicht mehr so richtig zurück in die Begegnung. Die Mannschaft arbeitete mit halbhohen Bällen, die die Mitspieler meist nicht verarbeiten konnten, sodass der Ball entweder im Aus oder auf den Füßen des Gegners landete. Irgendwie kämpften sich die Nordwohlder aber ins Spiel zurück. Es lief die 75. Spielminute und Bastian Ohlendieck hatte das 3:3 auf dem Fuß, doch der Ball ging knapp am Tor des FCS-Keepers Marvin Peymann vorbei. Fünf Minuten später durften die Nordwohlder dann wirklich jubeln: Matheis Heikoop, der den Ball aus dem Mittelfeld bekam, setzte sich energisch gegen drei Sulinger durch und lenkte den Ball in die linke Ecke des Tores (80.). Ganz laut wurde es noch einmal sieben Minuten später, als Jan-Lucca Bilek zum vermeintlichen 4:3 traf. Doch Schiedsrichter Lukas Kruse entschied auf Abseits, was die Gastgeber ärgerte. Bis zum Schluss hofften alle Anhänger des TVE auf einen weiteren Treffer, doch dazu kam es nicht mehr.

„Natürlich ärgert es uns. Aber mit dieser Leistung, die wir hier an den Tag gelegt haben, war einfach nicht mehr drin. Außerdem hat man auch heute gemerkt, dass zehn fehlende Spieler einfach zu viel sind. Das kann man irgendwann nicht mehr kompensieren“, lautete das Fazit von Martin Werner. In den vergangenen fünf Begegnungen holte der TVE Nordwohlde insgesamt nur vier Zähler. Trotz eines gewonnenen Punktes fiel die Werner-Elf in der Tabelle nun auf Platz sieben zurück.


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Leserkommentare
Michalek am 20.10.2019 17:37
Schüler brauchen keine Erhebungen und sie sollten nicht als Versuchskaninchen herhalten müssen.

Grundschüler brauchen Unterricht, der ...
aguahorst am 20.10.2019 16:55
In der Nähe von Wilhelmshaven baut man neue Kavernen, um damit Geld zu verdienen. In Bremen will man sie verfüllen und stilllegen.....was passiert ...