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Der Neuanfang des SV Dreye

Nastassja Nadolska 05.10.2018 0 Kommentare

Sebastian Struß (rot) und sein SV Dreye trennten sich in einem überschaubaren Spiel mit einem 0:0 von der SG Barrien/Sudweyhe II.
Sebastian Struß (rot) und sein SV Dreye trennten sich in einem überschaubaren Spiel mit einem 0:0 von der SG Barrien/Sudweyhe II. (Viola Heinzen)

Sudweyhe/Dreye. Die Fußballer des SV Dreye mussten in der Vergangenheit viele Rückschläge verkraften. Nachdem der Verein eine Menge Abgänge zu verzeichnen hatte, ging es für die Kicker ab der Saison 2014/2015 stetig bergab. Innerhalb von vier Jahren stieg die Mannschaft drei Mal ab. „Da die Spieler natürlich älter wurden und wir zu dieser Zeit keine Jugendmannschaften hatten, gab es keine Nachzügler“, erklärte der André Schwedowski, Trainer des SV Dreye.

Das sollte es aber nicht gewesen sein: In der Saison 2017/2018 folgte der wohl größte Tiefpunkt der Geschichte der ersten Herren. „Die Mannschaft hat sich nach dem Abstieg aufgelöst, weil wir zu wenige Spieler waren und weil auch viele zur Alten Herren gewechselt sind“, berichtete Schwedowski. Zu dieser Zeit gab es zwar noch eine Siebener-Mannschaft, die zwischenzeitlich aushelfen sollte, „doch das hat leider auch nicht geklappt“, bedauerte er.

Die Wiederkehr

Die Aufgabe eines Neuanfangs nahm sich André Schwedowski vor. Er rief alte Freunde und Bekannte an und fragte sie, ob sie nicht wieder Fußball spielen wollen. „Das hat ganz gut geklappt, denn mittlerweile habe ich 27 Spieler im Kader“, sagte der SVD-Coach zufrieden. Mit ehemaligen Spielern aus der Landes- und Bezirksliga Bremen hat sich der Verein für die jetzige Saison verstärkt. Und nicht nur das: In diesem Jahr hat der SV Dreye eine A-Jugendmannschaft angemeldet, die momentan in der Quali-Gruppe Nord mitmischt und auf Platz fünf rangiert.

Auch für die kommenden Jahre hat sich der SV Dreye einiges vorgenommen. „Irgendwann möchten wir auch eine zweite Herrenmannschaft gründen. Wir wollen hier langsam etwas aufbauen und wieder Leben in den Verein bringen“, kündigt André Schwedowski für die Zukunft an. Doch erst einmal stehe das Abschneiden in der 4. Kreisklasse Diepholz Nord im Fokus. Momentan steht der SV Dreye mit zwei Punkten auf den neunten Rang. Das soll sich im Verlauf der Saison aber schnellstmöglich ändern: „Als Ziel haben wir uns den vierten Platz gesetzt. Momentan sieht es nicht danach aus, aber ich würde behaupten, dass wir das noch schaffen können“, sagte André Schwedowski schmunzelnd.

Dreyes Gegner in der Partie am vergangenen Freitag, die SG Barrien/Sudweyhe II, hat sich erst in diesem Jahr zusammengefunden. Aus Sicht von Trainer Christian Zygart schlägt sich sein Team bisher ganz ordentlich. „Wir haben gut zusammengefunden und harmonieren als Mannschaft super miteinander“, erzählte der SG-Coach. Beide Mannschaften waren zuvor auf dem Siebenerfeld, doch das war ihnen zu wenig. „Wir wollten etwas höher spielen, doch irgendwie haben uns die Leute gefehlt. Als wir dann erfahren haben, dass wir beide mit der Situation unzufrieden sind, haben wir uns zusammengetan“, schilderte Zygart, der ab und zu auch mal auf einige Spieler verzichten muss: „Momentan müssen viele von uns bei der ersten Herren aushelfen. Das ist manchmal ärgerlich, da ich dann in meinem Team kurzfristig umplanen muss. Aber ich freue mich, wenn die Jungs in einer höheren Klasse noch mehr Spielpraxis sammeln können.“

Das Spiel gegen den SV Dreye am sechsten Spieltag in der 4. Fußball-Kreisklasse Diepholz Nord war überschaubar. Auf dem Sportplatz an der Altenauer Straße in Weyhe trennten sie sich unter Flutlicht mit einem 0:0. Beide Trainer waren sich einig: „Es ist ein gerechtes Unentschieden.“ Dennoch hätte es aus Sicht des SVD-Trainers auch 5:5 ausgehen können. „Zwei mal haben wir die Latte getroffen. Die Chancen waren da, aber irgendwie haben wir sie auf beiden Seiten nicht genutzt“, sagte er. Zu Beginn der Partie dominierten die Gäste die Begegnung. Ab der zweiten Hälfte wurde die Spielgemeinschaft zunehmend stärker. Doch bis auf die jeweils drei Gelben Karten gab es kaum sehenswerte Aktionen. „Ein ruhiges und ausgeglichenes Spiel“, wie Christian Zygart, Trainer der SG Barrien/Sudweyhe II, am Ende zusammenfasste.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...