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Hallenmasters 2019
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Ein erfolgreicher Abend für den TuS Sulingen

Nastassja Nadolska 06.01.2019 0 Kommentare

Pierre Neuse (links) war mit seinem TuS Sulingen im Finale gegen Lars Mesloh und den FC Sulingen am Ende der strahlende Gewinner.
Pierre Neuse (links) war mit seinem TuS Sulingen im Finale gegen Lars Mesloh und den FC Sulingen am Ende der strahlende Gewinner. (Jonas Kako)

Bei der ersten Auflage des Diepholzer Fußball-Hallenmasters durfte am Ende der Landesligist TuS Sulingen jubeln. Im Finale gegen den Stadtrivalen FC Sulingen gewann die Mannschaft um Trainer Marten Schops mit 4:2 und damit zugleich das zum ersten Mal ausgerichtete Turnier in Twistringen. Der TuS lieferte im gesamten Verlauf eine souveräne Leistung ab. „Sulingen hat heute einen überragenden Auftritt hingelegt“, befand Walter Brinkmann, Trainer des SC Twistringen. Und auch Torsten Klein vom TSV Bassum sagte: „Sie spielen nicht umsonst in der Landesliga. Die Qualität ist auf jeden Fall vorhanden.“

Knapp 550 Zuschauer schauten sich am Sonnabend in der Twistringer Sporthalle Am Mühlenacker das sechsstündige Spektakel an, und die Organisatoren um SCT-Spartenleiter Stefan Funke, Geschäftsführer Jens Knabe und Hans-Dieter Jurga zeigten sich mit dem Verlauf der ersten Auflage sehr zufrieden: „Es lief wie geschmiert, und von der Zeit her waren wir auch schneller als erwartet“, lobte Jurga das positive Zeitmanagement. Auch auf dem Spielfeld lief es reibungslos. „Die Mannschaften spielten sehr fair. Im gesamten Turnier gab es nur zwei Zeitstrafen“, betonte Knabe.

Bei allen zehn Teams stand in erster Linie der Spaß im Vordergrund. „Und dass die Spieler verletzungsfrei bleiben“, sagte Torsten Klein, dessen Team in der Vorrunde die Segel streichen musste. „Wenn man das Geschehen nicht mehr selbst in der Hand hat, darf man sich am Ende nicht wundern“, berichtete der TSV-Coach, dessen Team im ersten Vorrundenspiel klar mit 0:4 gegen den späteren Turniersieger TuS Sulingen verlor. Gegen den Kreisligisten TuS Sudweyhe II tankte die Klein-Elf mit einem 1:0 wieder etwas Selbstvertrauen, nahm den Schwung aber nicht ins Spiel gegen den FC Sulingen mit, obwohl die Chancen da waren: „Wir hätten öfter in Führung gehen können, haben den Ball aber nicht in den Kasten bekommen. Die Chancenverwertung war bei uns das Manko“, ärgerte sich Klein, dessen Team sich zu diesem Zeitpunkt mit dem FCS in der Tabelle ein Kopf-an-Kopf-Rennen im Kampf um den zweiten Platz lieferte. Im wichtigen Spiel gegen die SG Diepholz, die bis dato keinen einzigen Treffer erzielt hatte, wurde es noch einmal richtig spannend. Es folgte ein Tor nach dem anderen, und 20 Sekunden vor Schluss stand es 3:3. Dann traf Lennart Hartje zum erlösenden 4:3 – der Jubel auf der Bassumer Bank kannte keine Grenzen. Richtung Halbfinale ging es für den TSV dennoch nicht, denn der FCS gewann mit 2:1 gegen die Zweitvertretung aus Sudweyhe und kam aufgrund des besseren Torverhältnisses weiter. Enttäuscht war Klein am Ende aber nicht: „Die Jungs haben eine gute Leistung gezeigt, für sie war es ein netter Zeitvertreib in der Winterpause.“

Das sah der Konkurrent aus Sudweyhe, der mit drei Punkten in der Gruppe A auf Platz vier landete, genauso: „Es war quasi eine Belohnung für eine gelungene Hinserie. Wann kann man schon mal gegen den TuS Sulingen spielen?“, meinte das Trainerduo Arne Janßen und Henrik Schmidt. Der Kreisligist habe sich zwar keine wirklichen Chancen ausgerechnet, der Wunsch, ins Halbfinale zu kommen, war aber vorhanden. Gegen den Bezirksligisten SG Diepholz waren mit dem 2:0 die ersten Punkte in der Tasche. Dann folgte das unglückliche 0:1 gegen den TSV Bassum, was am Ende aus Sicht des Trainerduos ausschlaggebend für den weiteren Verlauf des Turniers war. „Das hat uns das Genick gebrochen“, befand Janßen. Das darauffolgende 3:5 gegen den späteren Finalisten TuS Sulingen kam nicht überraschend. Besonders geärgert habe sich das Trainerduo über das 1:2 gegen den FC Sulingen. „In diesem Spiel hätten wir gewinnen müssen. Leider hat uns vor dem Tor die Kaltschnäuzigkeit gefehlt“, bedauerte Henrik Schmidt.

Etwas mehr Kaltschnäuzigkeit hätte sich wahrscheinlich auch Walter Brinkmann für seinen gastgebenden SC Twistringen gewünscht. Mit einem Torverhältnis von 4:10 und nur einem Punkt belegten die Blaumeisen in der Gruppe B den letzten Platz. Die Enttäuschung war dem Trainer und einigen Akteuren anzusehen. „Vielen Spielern hat einfach die Erfahrung gefehlt. Wir wussten, dass alle Mannschaften Topleistungen abrufen werden“, sagte Brinkmann nach dem Vorrunden-Aus. Schon zu Beginn beim 1:1 gegen den TSV Weyhe-Lahausen habe es sich der SCT selbst schwer gemacht. „Es war ein enges Spiel, und wenn wir mit drei Punkten in das Turnier gestartet wären, hätte es für uns im weiteren Verlauf wahrscheinlich anders ausgesehen“, war sich der SCT-Coach sicher. Gegen den SV Heiligenfelde (1:2) agierten die Blaumeisen auf Augenhöhe. Die zahlreichen Fehler, die sich im weiteren Spielverlauf einschlichen, hätten aber ihr Übriges getan. In den darauffolgenden Partien gegen den TV Stuhr (1:4) und TuS Sulingen II (1:3) setzte es zwei deutliche Niederlagen, die Brinkmann aber nicht überbewerten wollte. „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Sie haben sich im gesamten Turnier nicht aufgegeben und alles versucht.“

Alles versucht hat auch der SV Heiligenfelde, der aufgrund eines schlechteren Torverhältnisses nach vier Spielen auf Rang drei landete. Der Bezirksligist startete mit einem 0:0 gegen den TV Stuhr. Aus Sicht des SVH-Coaches Tobias Dickmann, der den verhinderten Torben Budelmann vertrat, ein ordentliches Ergebnis. „Ein Punkt gegen einen Landesligisten war ein guter Anfang.“ Im zweiten Vorrundenspiel gegen den SC Twistringen (2:1) ging der SVH als „glücklicher Sieger“ vom Feld. „Das Spiel war ausgeglichen. Den Führungstreffer erzielten wir erst eineinhalb Minuten vor dem Ende“, schilderte der SVH-Coach, dessen Team zu diesem Zeitpunkt vier Punkte auf der Habenseite verbuchte. Gegen die starke Zweitvertretung des TuS Sulingen gelang den Heiligenfeldern ein 2:1-Sieg, und das Halbfinale rückte näher. Doch im letzten Spiel gegen den TSV Weyhe-Lahausen leistete sich der SVH zu viele Fehler, sodass er überraschend mit 3:5 verlor und den Einzug ins Halbfinale verpasste. Unzufrieden war der Trainer mit der Leistung seiner Mannschaft aber nicht: „Von Spiel zu Spiel war eine sukzessive Steigerung zu erkennen. Das, was wir uns vorgenommen hatten, haben wir umgesetzt, und das ist das Wichtigste“, betonte Dickmann.

Nach dem Motto „Dabei sein ist alles“ trat der Kreisligist TSV Weyhe-Lahausen in der Twistringer Sporthalle an und sorgte während des Turniers mit Christian Wiesner für die größte Überraschung. Als Torwart erzielte er drei Tore und sorgte beim Publikum für Staunen. „Normalerweise spielt er im Sturm und gehört zu unseren Topscorern im Team“, sagte Friedhelm Famulla schmunzelnd. Als klassentiefste Mannschaft (mit Sudweyhe II) habe sich seine Elf ordentlich verkauft. Das zeigte sich vor allem beim 1:1 gegen den SC Twistringen. „Wir waren die bessere Mannschaft. Leider haben wir zu viele Chancen liegen gelassen“, bedauerte der TSV-Coach. Gegen die Zweitvertretung des TuS Sulingen setzte es ein 1:3, „aber das ging in Ordnung“, ergänzte Famulla. Auch das deutliche 1:6 gegen den TV Stuhr war für den TSV-Übungsleiter eine klare Angelegenheit. Mit dem 5:3-Sieg gegen den SV Heiligenfelde sorgten die Lahauser zum Schluss noch einmal für eine kleine Überraschung.

Überraschend war der Einzug ins Halbfinale des TV Stuhr für die meisten Zuschauer wohl nicht – auch nicht für das Trainerduo Stephan Stindt und Christian Meyer. „Als Landesligist haben wir schon mit dem Halbfinale gerechnet“, gab Meyer zu. Der Start mit dem 0:0 gegen den SVH verlief zwar etwas holprig, und mit dem 1:3 gegen Sulingen II schien das Halbfinale komplett abgehakt. Doch die Stuhrer gaben sich nicht auf und zogen mit dem 4:1 gegen Twistringen sowie dem 6:1 gegen Weyhe-Lahausen ins Halbfinale ein.

Mit einer Lichtshow und einer Nebelmaschine läuteten die Veranstalter das erste Halbfinale ein. Es herrschte eine richtige Endspielstimmung, was auch auf dem Hallenboden zu sehen war. Die Stuhrer hielten lange mit und boten den Sulingern nur wenige Möglichkeiten. Nach fünf Minuten folgten kurz hintereinander zwei Gegentore. Riccardo Azzarello traf anschließend zum 1:2, doch Konstantin Meyer erhöhte für den TuS auf 3:1. Dimitri Steen ließ den TVS mit seinem 2:3 wieder hoffen, doch Till Linsenhoff machte mit dem 4:2 den Deckel drauf. Im Spiel um Platz drei traf der TVS auf die Zweitvertretung des TuS Sulingen, die kurzen Prozess machte, das Spiel früh entschied und am Ende mit dem 5:2 als Dritter auf dem Treppchen landete.


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Leserkommentare
suziwolf am 19.10.2019 16:23
Die Radfahrer*innen, die nicht auf dem regulären ,roten’ Weg fuhren, ergo nicht von der Zählmaschinerie erfasst wurden,
sind das S c h w a r z ...
suziwolf am 19.10.2019 16:09
Anmerkung von @suziwolf
D o p p e l t ... hält nicht immer besser.

Nun also das 3. Mal:

Die Luft ist erfüllt von ...