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Fußball-Landesliga Hannover
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Ein Punkt, der nicht glücklich macht

Nastassja Nadolska 15.04.2019 0 Kommentare

Torlos endete die Partie zwischen dem TV Stuhr und Dimitri Steen (links) gegen den MTV Almstedt.
Torlos endete die Partie zwischen dem TV Stuhr und Dimitri Steen (links) gegen den MTV Almstedt. (Michael Braunschädel)

Im Landesligaduell gegen den MTV Almstedt hatte der TV Stuhr auf einen Sieg gehofft, um die kleine Chance auf den Klassenerhalt aufrechtzuerhalten – doch daraus wurde nichts: Am Ende trennten sich beide Teams mit einem 0:0-Unentschieden. Das Fazit des TVS-Trainers Christian Meyer lautete: „Ein Punkt ist schön und gut, allerdings bringt der uns nicht viel.“ Etwas Positives konnte das TVS-Trainerduo um Meyer und Stephan Stindt aus der Partie dennoch mitnehmen: „Immerhin haben wir in den letzten Minuten kein Gegentor kassiert.“

Es war ein durchweg ausgeglichenes Duell zwischen beiden Mannschaften. Den besseren Start erwischten allerdings die Gäste aus Almstedt, die in den ersten 15 Minuten die Stuhrer ordentlich unter Druck setzten. Die Partie spielte sich in dieser Zeit hauptsächlich in der Hälfte der Gastgeber ab. „Die ersten Minuten waren wirklich zäh. Bei uns hat es etwas gedauert“, gab TVS-Coach Meyer zu. Langsam, aber sicher fanden dann auch die Stuhrer ins Spiel: Riccardo Azzarello sorgte nach einer Flanke von Janis Öhlerking mit seinem Kopfball, der das Tor nur knapp verfehlte, für das erste Lebenszeichen der Gastgeber.

In der 26. Minute folgte ein kurzzeitiger Jubel der Stuhrer: Nach tollem Kombinationsspiel zwischen Dimitri Steen und Azzarello, der den Ball auf den freistehenden Adrian Herrmann passte, schob dieser das Spielgerät am MTV-Keeper Marius Hesse vorbei ins Tor. Doch Schiedsrichter Sven Riedel entschied auf Abseits. „Ob es wirklich Abseits war, kann ich jetzt nicht sagen. Auf jeden Fall war es ärgerlich“, sagte Meyer. Die Stuhrer ließen die Köpfe aber nicht hängen und machten mit ihrem Offensiv-Fußball weiter. Immer wieder kamen die Gastgeber zu Chancen, doch das Tor wollte nicht fallen. Ebenso wie beim MTV, der ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten liegen ließ, auch weil TVS-Keeper Daniel Bischoff mit seinen Paraden seinen Kasten sauber hielt.

Nach Wiederanpfiff lief es zunächst so ab wie zu Beginn der ersten Hälfte. Almstedt war in der ersten Viertelstunde spielbestimmend. Innerhalb von wenigen Minuten erspielten sich die Gäste gleich mehrere Großchancen. Nach einem Konter stürmten zwei Spieler auf die Stuhrer Defensive zu, setzten sich durch, verfehlten das Tor aber nur knapp. Kurz danach wehrte der TVS vier aufeinander folgende Schüsse der Almstedter ab. Die Ecke danach wurde auch noch einmal gefährlich, doch auch hier schrammte der Ball knapp am Tor vorbei. Jan-Hendrik Schwirz, der die Kapitänsbinde des zuvor ausgewechselten Fabian Bischoff übernommen hatte, rief seinen Mitspielern daraufhin zu: „Leute, jetzt bekommt die Köpfe endlich frei und konzentriert euch endlich mal wieder.“ Diese Ansage zeigte Wirkung: Stuhr agierte im weiteren Verlauf der Partie etwas stabiler und zeigte im gegnerischen Strafraum auch wieder mehr Präsenz.

Nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld landete dieser beim kurz zuvor eingewechselten Torben Drawert, der im Eins-gegen-eins-Duell seinen Gegenspieler austanzte, alleine aufs Tor zulief, kurz vor dem Abschluss aber noch von einem Almstedter sauber ausgebremst wurde. „Die Möglichkeiten zum 1:0 waren gegeben. Allerdings fehlt den Spielern die Selbstsicherheit vor dem Tor. Bei diesem Saisonverlauf kann ich das den Jungs aber auch nicht verübeln“, zeigte Meyer Verständnis für seine Mannschaft.

Kurz vor dem Abpfiff wurde es für die Stuhrer noch einmal kritisch. Almstedt richtete sein Spiel noch offensiver aus und setzte den TVS damit noch mehr unter Druck. Es folgte eine Aktion nach der anderen, die Gastgeber konnten nur selten verschnaufen. Doch ein Tor fiel nicht mehr, sodass sich beide Teams mit einem glücklichen, aber auch unbefriedigenden 0:0 trennten. „Almstedt hatte sich auch mehr erhofft. Sie haben zwar mehr Punkte, ihnen steht aber das Wasser auch bis zum Hals“, wusste Meyer. Zwölf Zähler hat der TV Stuhr nun auf der Habenseite. Und in der kommenden Partie gegen OSV Hannover, der mit 30 Punkten momentan auf Rang elf steht, schöpft der TVS nun Hoffnung. „Bei denen sieht es momentan auch nicht so gut aus. Wir fahren dahin, um etwas mitzunehmen“, sprachen die Trainer Christian Meyer und Stephan Stindt ihren Schützlingen nach der Partie Mut zu.


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Leserkommentare
K_ter_Lysator am 22.10.2019 09:14
Das die Verkehrssituation in Findorff (und auch andere Stadtteile) den Status "sub-optimal" nicht erreicht ist kein vom Freimarkt abhängiges Problem. ...
Wesersteel am 22.10.2019 09:04
Deutschland soll Soldaten/innen laut AKK nach Syrien schicken UND hier sitzen die jungen Syrer im trocknen - was verkehrte Welt !

Man ...