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TSV Melchiorshausen
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Ein Sprachrohr für das Team

Nastassja Nadolska 07.12.2018 0 Kommentare

Steht seit über zwei Jahrzehnten beim TSV Melchiorshausen zwischen den Pfosten: Sascha Kleemann verfügt über eine Menge Erfahrung.
Steht seit über zwei Jahrzehnten beim TSV Melchiorshausen zwischen den Pfosten: Sascha Kleemann verfügt über eine Menge Erfahrung. (Thorin Mentrup)

Er gehört zu den Urgesteinen seiner Mannschaft. Seit mehr als 20 Jahren, mit einem kleinen Zwischenstopp beim TSV Weyhe-Lahausen, steht Sascha Kleemann beim TSV Melchiorshausen zwischen den Pfosten und ist zugleich eine wichtige Stütze für die Mannschaft: „Weil ich einfach schon lange da bin, wenden sich viele Spieler auch an mich. Ich bin quasi das Sprachrohr des Teams“, sagt der Dachdecker.

Gerade in einer schwierigen Phase, als die Melchiorshauser nach einem guten Saisonstart eine Niederlagenserie zu verkraften hatten, habe er gemerkt, wie wichtig die Kommunikation zwischen den Spielern und Trainern ist. „Zuvor hatten wir nur wenige Tore kassiert. Danach folgte eine Flut davon, was für uns natürlich sehr deprimierend war. Die Gespräche, die wir mit Lars (Behrens, Trainer des TSV, Anm. d. R.) und untereinander geführt hatten, halfen uns weiter“, berichtet Kleemann, der mit seinem TSV in den vergangenen Jahren so einiges erlebte.

Seine Fußballer-Laufbahn startete er mit fünf Jahren aber beim TSV Weyhe-Lahausen, und dort als Stürmer. Nach drei Jahren zog es ihn dann nach Melchiorshausen, weil dort seine Klassenkameraden spielten. „Der damalige Trainer setzte mich als Torwart ein. Warum das so war, kann ich aber nicht mehr sagen“, sagt Kleemann schmunzelnd.

Ein Allrounder beim TSV

Nach und nach arbeitete er sich hoch und war nicht nur als Keeper, sondern auch als Schiedsrichter, Torwarttrainer, Co-Trainer und als normaler Trainer beim TSV tätig. Kurzum: Er machte sich im Verein einen Namen. Im Vordergrund stand aber immer das Torwart-Dasein, denn der junge Kleemann hatte sich damals zum Ziel gesetzt, irgendwann für die ersten Herren des TSV aufzulaufen. „Das war schon ein kleiner Traum von mir“, verrät er. Mit 16 Jahren ging es für ihn zunächst aber in die zweite Mannschaft, da der TSV in dieser Zeit über keine eine A-Jugend verfügte. Dabei erlebte er unter anderem den Aufstieg in die Kreisklasse und wurde daraufhin vom damaligen Trainer Markus Hoßfeld in die erste Mannschaft berufen. „Da ich der Ersatztorhüter war, habe ich weiterhin auch für die zweite Mannschaft gespielt“, berichtet Kleemann, der in dieser Zeit viermal pro Woche trainierte und am Wochenende zweimal spielte. „Das war schon ziemlich anstrengend. Für mich war aber klar, dass ich das tun muss, damit ich irgendwann ein fester Bestandteil der Ersten werde.“

Seine Bemühungen zahlten sich aus, Kleemann gehörte in der Saison 2009/2010 zur Stammelf. Zwei Jahre stand er in der Bremen-Liga für den TSV zwischen den Pfosten und erlebte dabei eine turbulente Zeit. „Im ersten Jahr haben wir uns noch knapp in der Liga gehalten. Das war schon ziemlich aufregend“, erinnert sich der Dachdecker zurück. Im darauffolgenden Jahr ging es aber zurück in die Landesliga. Fünf Jahre dauerte es dann, bis der TSV wieder aufstieg, doch Kleemann ging diesen Schritt nicht mit. „Zeitlich hat es einfach nicht mehr gepasst. Außerdem wurden die Spielzeiten geringer, sodass ich mich für einen Wechsel nach Lahausen entschieden habe“, erzählt er.

Die Kreisliga Diepholz sei schon etwas anderes gewesen. Zwar habe er dort seine Einsatzzeiten gehabt, „einige Spieler hatten aber nicht die gleiche Einstellung wie ich.“ Unter anderem ging es auch deswegen nach nur einem Jahr wieder zurück zum TSV, und dort erlebte Kleemann nach dem Abstieg in die Landesliga einen personellen Umbruch. „Einige sind gegangen, und wir mussten uns als Mannschaft wieder zusammenfinden. Das hat aber ganz gut geklappt“, betont Kleemann, der mit seinen Kollegen aktuell auf Tabellenplatz neun steht und in den finalen beiden Partien dieses Jahres gegen TS Woltmershausen und SV Grohn auf ein positives Ende hofft: „Es dürften zwei umkämpfte Spiele werden. Wir werden alles reinhauen und hoffen, dass wir das Jahr mit zwei Siegen abschließen können“, sagt der TSV-Keeper.


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Leserkommentare
werderfan am 23.10.2019 21:15
Ich versuche das mal kurz für die Demokratiefreunde zu erläutern:
1. Der Umweltausschuss des Beirats Blumenthal tagt am nächsten Montag ...
IhrenNamen am 23.10.2019 21:02
Ich bin mal sehr gespannt wie sich das auf die Spendensumme auswirkt.