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TuS Sudweyhe II
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Eine fast perfekte Saison

Florian Kastens 11.06.2019 0 Kommentare

Sind sichtlich erfreut über den Saisonabschluss ihres TuS Sudweyhe II: die scheidenden Trainer Henrik Schmidt (links) und Arne Janßen.
Sind sichtlich erfreut über den Saisonabschluss ihres TuS Sudweyhe II: die scheidenden Trainer Henrik Schmidt (links) und Arne Janßen. (Braunschädel)

Einen besseren Abschluss ihrer Trainertätigkeit beim TuS Sudweyhe II hätten sich Arne Janßen und sein Kollege Henrik Schmidt wohl kaum ausmalen können. Nach einer überragenden Spielzeit beendete die Mannschaft ihre Kreisligasaison mit starken 70 Punkten auf Platz zwei. Nur die Statuten verhindern einen Aufstieg des Vizemeisters. Da die erste TuS-Mannschaft bereits in der Bezirksliga aktiv ist, verbleibt die Reserve in der Kreisliga.

Nach mehr als fünf Jahren in verantwortlicher Position legen Janßen und Schmidt jetzt erst einmal eine schöpferische Pause ein. „Es war zuletzt aufgrund meiner beruflichen Verpflichtungen teilweise schon grenzwertig. Manchmal war ich erst kurz vor Trainingsbeginn zu Hause, schnell die Tasche gepackt und ab auf den Platz“, sagt Janßen, der gerne auf die vergangenen Jahre zurückblickt: „Wir haben zwei Aufstiege mitnehmen dürfen, uns eigentlich stetig weiterentwickelt, sind nie abgerutscht oder stagniert. Da war die jetzige Spielzeit natürlich noch mal die Krönung.“ Angesprochen auf die nochmalige Steigerung in dieser Saison fallen dem Übungsleiter schnell Gründe ein: „Wir sind einfach deutlich stabiler geworden, vor allem im gesamten Defensivverhalten. Und natürlich ist die Mannschaft mit den Jahren reifer, erfahrener geworden. Wir hatten nicht ganz so viel Pech mit Verletzungen wie in den Vorjahren, und sicherlich hat es uns in die Karten gespielt, dass wir bis zum Schluss die Chance auf den ganz großen Wurf hatten. In den vorherigen Spielzeiten war einfach früher die Luft raus.“

Dabei begann das Spieljahr 2019 nicht wirklich optimal. Nach einer guten Hinrunde startete die Sudweyher Zweitvertretung mit zwei Niederlagen ins neue Jahr. Nach den Auftaktpleiten gegen Okel und Barnstorf drohte – wie schon in der Vergangenheit – ein Abrutschen in der Rückserie. „Klar denkt man dann auch schnell zurück und fragt sich, ob es jetzt wieder ein schwächeres zweites Halbjahr gibt. Die Jungs haben dann aber sehr gut dagegen gesteuert“, lobt Arne Janßen, der gegenüber seiner Mannschaft nach dem Spiel gegen Barnstorf den Abschied des Trainerteams für den Sommer ankündigte. Angst vor einem möglichen Motivationsproblem hatte das Trainerduo nie: „Henrik und ich haben eher drauf gesetzt, dass wir die Jungs mit diesem Entschluss noch einmal ein wenig kitzeln. Schließlich wollten wir ja zusammen einen schönen Abschluss hinbekommen. Das hat dann ja auch ganz gut geklappt“, lobt der scheidende Coach. Sehr erfreulich war es für das Trainerteam, dass die Mannschaft Ausfälle von Führungsspielern in diesem Jahr besser kompensieren konnte. Janßen nennt exemplarisch Fabian Tinzmann („ein echter Leader“), Daniel Koch („unser Stratege“) oder den mannschaftsinternen Torschützenkönig Hannes Lüdeke (23 Saisontreffer), deren Fehlen in der einen oder anderen Partie spürbar war, aber dennoch nicht zu einem kompletten Leistungseinbruch führte.

Gibt es denn nach einer solch starken Saison überhaupt etwas zu monieren? „Das wäre dann wirklich meckern auf hohem Niveau. Die Trainingsbeteiligung könnte manchmal noch etwas besser sein, und wenn man ganz kritisch ist, muss man feststellen, dass wir einige total unnötige Punktverluste dabei hatten. Rechnet man diese mit ein, hätten wir gut und gerne Meister werden können. Auf der anderen Seite hatten wir sicherlich auch mal das Glück auf unserer Seite. Also ist alles gut so, wie es ist“, erklärt Janßen, der zur neuen Saison bekanntlich von Eduard Scharf abgelöst wird. Janßen freut sich schon auf die freie Zeit, die er aber immer mal wieder auf dem Sudweyher Sportgelände verbringen wird.

„Ab sofort bin ich halt Fan der Truppe. So schnell werden die Jungs mich nicht los“, verspricht der baldige Ex-Coach und ergänzt: „Ich glaube, dass es auch für die Weiterentwicklung der Mannschaft gut ist, nach fünf Jahren mal eine andere Ansprache zu hören. Für viele Jungs bin ich immer noch ihr erster Herrentrainer, da ist es an der Zeit, mal ein anderes Gesicht zu sehen, mit einer anderen Trainingsgestaltung und Herangehensweise. Ich bin mir sicher, dass es erfolgreich weitergeht. Die Jungs haben einfach einen tollen Charakter und einen großen Zusammenhalt, da sind über die Jahre wirklich Freundschaften entstanden.“


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...