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Frauenfußball
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Eine Saison, die sich sehen lassen kann

Nastassja Nadolska 17.04.2019 0 Kommentare

Laura Steding und ihr TSV Weyhe-Lahausen werden in der kommenden Saison in der Bezirksliga auflaufen.
Laura Steding und ihr TSV Weyhe-Lahausen werden in der kommenden Saison in der Bezirksliga auflaufen. (Michael Braunschädel)

Die Fußballerinnen des TSV Weyhe-Lahausen haben sich die Meisterschaft in der Kreisliga Diepholz vorzeitig gesichert. Bereits drei Spieltage vor Schluss war nach einem fulminanten 9:0-Erfolg gegen den TSV Wetschen klar: Der Titel ist den Lahauserinnen nicht mehr zu nehmen, auch weil sie bisher noch kein einziges Spiel in der Liga verloren haben. „Mit diesem Verlauf haben wir überhaupt nicht gerechnet. In der vorherigen Saison haben wir auch mal gegen die schwächeren Mannschaften Punkte liegen gelassen. In dieser Spielzeit könnten wir es sogar schaffen, ohne eine Niederlage rauszugehen“, sagt der TSV-Coach Michael Cordes, der den Frauenfußball in Weyhe-Lahausen seit zehn Jahren betreut.

Schon in der Saison 2014/2015 hatte der TSV die Möglichkeit, als Meister in die Bezirksliga aufzusteigen, doch dazu kam es nicht. „Die damaligen B-Juniorinnen hätten sich uns anschließen sollen. Allerdings sind alle zum SC Weyhe gewechselt. Deswegen sind wir in der Kreisliga geblieben“, berichtet Cordes, der zu diesem Zeitpunkt über den Wechsel sehr verärgert war. Mittlerweile ist die Wut aber verflogen. „Bei denen geht es bergab, während wir auf dem Vormarsch sind. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass wir nicht nur auf die Leistung, sondern auch auf das Menschliche schauen. Bei uns muss die Harmonie stimmen, das ist uns wichtig.“

Mit dem Nachwuchs hat der TSV in dieser Saison aber keine Probleme. Die aktuellen B-Juniorinnen haben sich über die Saison nach und nach in die Frauenmannschaft integriert. „Innerhalb eines halben Jahres hat sich das Team gefunden. Das zeigt sich auch auf dem Platz. Fußballerisch läuft es super, und das Mannschaftsgefüge ist intakt“, erzählt Michael Cordes. Dass in dieser Saison etwas gehen kann, war den Lahauserinnen während der Vorbereitung bereits bewusst. „Mörsen war aufgestiegen, Hachetal hatte seine Mannschaft abgemeldet. Es sah alles nach einer sehr starken Saison für uns aus. Deswegen haben wir mit dem Aufstieg auch geplant“, gibt der Coach zu.

Dennoch hatte er sich zuvor noch mit seinem Team zusammengesetzt und über die Ziele gesprochen. „Einige waren sich noch nicht ganz sicher, weil die Bezirksliga ziemlich zeitintensiv ist mit den weiteren Fahrten. Auch aus sportlicher Sicht ist sie wesentlich anspruchsvoller“, nennt Cordes einige Veränderungen, die auf seine Mannschaft zukommen werden. Spiele absichtlich zu verlieren oder nicht anzutreten, um nicht Meister zu werden, kam für den TSV nicht in Frage. „Bis auf zwei Spielerinnen waren sich alle anderen einig, dass sie hoch wollen.“

Mit der vorzeitigen Meisterschaft ist dieses Ziel nun erreicht. Große Veränderungen plant Cordes in der neuen Liga aber nicht: „Wir werden an unserem Training nichts verändern. Neuzugänge sind auch nicht geplant, da wir mit insgesamt 28 Spielerinnen über einen großen und qualitativ auch guten Kader verfügen.“ Der Mix aus jungen und älteren Spielerinnen, die zum Teil auch über Bezirksliga-Erfahrung verfügen, ist aus Sicht des TSV-Trainers eine gute Mischung. „Außerdem sind die Mädels so gut eingespielt, da braucht es keine Veränderung“, weiß Cordes, der sich für die neue Spielzeit auch schon ein Ziel gesetzt hat: „Es wäre schon gut, wenn wir die Klasse halten können.“

Nach dem ersten Erfolg in der noch laufenden Saison peilen die Lahauserinnen nun den zweiten an: Denn das Team um Michael Cordes hat noch die Möglichkeit, das Double mit dem Gewinn des Kreispokals dingfest zu machen. Am 12. Mai trifft es im Halbfinale auf den Ligakonkurrenten SG Seckenhausen-Varrel. „Zwar haben wir das Ligaspiel mit 4:0 gewonnen, doch wie man im Pokal auch weiß, kann es immer eine Überraschung geben“, hält sich der TSV-Trainer noch bedeckt. „Ein Double-Sieg wäre für mich persönlich der größte Höhepunkt meiner zehnjährigen Laufbahn“, fügt Michael Cordes noch hinzu.


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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...