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FC Gessel-Leerßen mit Paukenschlag

Christine Leska-Ottensmann 16.09.2019 0 Kommentare

Ein Tag zum Vergessen: Der TSV Heiligenrode (am Ball Emma-Lee Ehlers) unterlag in beiden Partien.
Ein Tag zum Vergessen: Der TSV Heiligenrode (am Ball Emma-Lee Ehlers) unterlag in beiden Partien. (Vasil Dinev)

Moordeich. Welch ein sensationeller Einstand des FC Gessel-Leerßen! Am ersten Spieltag der Korbball-Bundesliga sorgte der Aufsteiger für einen Paukenschlag und bezwang den aktuellen Nord-Meister SG Findorff mit 5:4. Mit dem Sieg über Gastgeber TSV Heiligenrode machten die Gesselerinnen ihren Traumstart perfekt. Heiligenrode und der TSV Barrien blieben in Moordeich sieglos, der TuS Sudweyhe und die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst gewannen jeweils eine Partie.

TSV Heiligenrode – TB Stöcken 8:14 (6:7). Die ersten zehn Minuten gehörten Stöcken, das mit 4:1 in Führung ging. Danach kämpften sich die Heiligenroderinnen heran, verkürzten bis auf 4:5. Den Ausgleich schafften sie jedoch nicht. „In der zweiten Halbzeit haben wir nicht mehr kontinuierlich gut geworfen, obwohl wir erneut viele freie Wurfchancen hatten“, monierte Trainerin Dagmar Schnelle. Der Gegner hingegen nutzte seine Chancen konsequent und baute seinen Vorsprung aus.

SG Findorff – FC Gessel-Leerßen 4:5 (4:4). „Das erste Spiel der Saison als Aufsteiger und dann gleich gegen den Vorjahresmeister – wenn das keine besondere Herausforderung ist! Unser Ziel war es, locker aufzuspielen, ein gutes Spiel abzuliefern und am Ende das Feld mit einem guten Gefühl zu verlassen“, gab FC-Routinier Nicole Glatzel die Marschroute aus. Die Nervosität war trotzdem groß. In der zweiten Minute gingen die Gesselerinnen zwar in Führung, doch danach gelang wenig. Nach dem Ausgleich geriet der Aufsteiger in Unterzahl mit 1:4 in Rückstand (14.). „In dem Moment haben sicher einige Zuschauer gedacht: Jetzt zeigt Findorff uns unsere Grenzen auf und zieht davon. Aber weit gefehlt!“, frohlockte Glatzel. Dank einer starken Abwehrleistung und drei schöner Heber erzielte der Underdog sogar den Ausgleich. „Das Herankämpfen war entscheidend. Dieses positive Gefühl haben wir in die zweite Halbzeit mitgenommen“, erklärte Glatzel. Nach der Pause war es ein Spiel der Abwehrreihen und Korbfrauen. In der 32. Minute erzielte der FC aber den umjubelten Siegtreffer. 

TB Stöcken – TSV Barrien 16:4 (6:1). Lange Zeit stand es 0:0. In der Abwehr agierten die Barrierinnen konsequent und ließen dem Gegner kaum Chancen, seine temporeichen Angriffe zu spielen. Doch im Laufe der ersten Halbzeit gerieten sie mit 0:3 in Rückstand. Per Viermeter gelang der erste Treffer, aber zur Pause zog Stöcken davon. In der zweiten Halbzeit setzte sich der Gegner weiter ab. Auch Vanessa Priem konnte ihr Team mit drei Korberfolgen nicht vor dem hohen Endstand bewahren. „Auch wenn es das Resultat nicht vermuten lässt: Das 4:16 spiegelt nicht den Spielverlauf wider. Denn meine Mädels haben eine sehr starke Abwehrleistung hingelegt, sich aber im Angriff nicht dafür belohnt. Fitness und Einstellung haben aber auf jeden Fall gestimmt“, bilanzierte Trainerin Anna Seevers.    

TSV Heiligenrode – FC Gessel-Leerßen 7:9 (1:3). Nach der Sensation gegen Findorff legten die Gesselerinnen sogar noch einen drauf. Gegen Heiligenrode gingen sie schnell mit 2:0 in Führung. Erst kurz vor der Pause kassierten sie das 3:1. Danach verlief die Partie ausgeglichen. „Der TSV hat jetzt auf ein schnelles Umschaltspiel mit Weitwürfen gesetzt. Da hatten wir zeitweise Mühe, dieses gut zu verteidigen“, gab Nicole Glatzel zu. Als Jana Pawlowski und Samantha Pörschke per Konter in der 37. Minute den Ausgleich erzielten, drohte die Partie zu kippen. „In dieser entscheidenden Phase haben wir es aber geschafft, unsere Nerven unter Kontrolle zu behalten. Ein großes Kompliment an unsere doch sehr junge Mannschaft“, schwärmte Glatzel. Heiligenrodes Trainerin Dagmar Schnelle haderte dagegen mit dem Ergebnis: „Obwohl uns die langsame Spielphase von Gessel bekannt war, haben wir es zu Beginn nicht geschafft, in unser Angriffsspiel zu kommen. Dass Gessel am Ende dann gewinnen konnte, lag in meinen Augen auch am Zeitspiel, das manchmal nicht oder sehr spät gepfiffen wurde. Dennoch müssen wir uns im Angriff enorm steigern, denn wir werfen viel zu wenig Körbe.“

TSG Seckenhausen-Fahrenhorst – Oldenbroker TV 11:7 (6:3). Gegen den letztjährigen DM-Teilnehmer hatten die Seckenhauserinnen nicht unbedingt mit Punkten gerechnet. „Aber unsere Umstellung auf ein anderes Spielsystem hat gefruchtet. Wir haben konsequent schnell nach vorne gespielt und konnten uns einige gute Chancen erarbeiten. Die Abwehr hatte durch Unkonzentriertheiten den einen oder anderen Wackler, aber unsere Korbfrau Pia Züdel war heute sehr stark“, lobte Mitspielerin Anke Lisser. „Auch unsere Bundesliga-Neulinge Jana Meiche, Tabea Pabst und Felicia Pereira haben eine großartige Leistung gezeigt.“

SG Findorff – TuS Sudweyhe 6:3 (4:0). Aufgrund der teilweise überraschenden Ergebnisse an diesem Tag rechneten sich die Sudweyherinnen gegen ihren Dauerrivalen, gegen den sie in der vergangenen Saison alle vier Begegnungen verloren hatten, einiges aus. Doch die schwarze Serie gegen Findorff ging ungebremst weiter. „Vielleicht hat sich meine Mannschaft zu sehr unter Druck gesetzt. Sie wirkte verkrampft. Es lief nicht wirklich etwas zusammen“, bedauerte Trainerin Andrea Bothmer.

Oldenbroker TV – TSV Barrien 20:9 (9:5). Bis zur Pause konnten die Barrierinnen gut mithalten und viele starke Würfe des Gegners entschärfen. Doch danach warfen sich die Oldenbrokerinnen ein und eilten davon – auch, weil dem TSV Barrien oft das Glück im Abschluss fehlte. „Für den ersten Spieltag hatten wir uns mehr vorgenommen. Jetzt müssen wie weiter an unserer Korbausbeute arbeiten“, resümierte das Team.    

TSG Seckenhausen-Fahrenhorst – TuS Sudweyhe 4:12 (2:5). Nach der kräftezehrenden ersten Partie „hat uns irgendwann die Konzentration und die Puste gefehlt“, gab TSG-Spielerin Anke Lisser zu. „Zwar haben Tabea Ströhemann und Felicia Pereira eine tolle Leistung gezeigt, aber insgesamt war die Wurfausbeute, vor allem bei Standards, nicht hoch genug“, konstatierte Lisser. Das wussten die Sudweyher zu nutzen: Nach einem schnellen 5:0 ließen sie den Gegner zwar herankommen, doch am Ende schraubten sie das Ergebnis mit einigen Kontern in die Höhe. Eine strahlte danach besonders: Emma Skibbe erzielte bei ihrem Bundesliga-Debüt drei Treffer.

Weitere Informationen

TSV Heiligenrode: Malin Kortkamp (1), Jördis Detken (1), Janina Rickmann (4), Nadja Burgdorf, Samantha Pörschke (3), Charline Sündermann (1), Jessica Pawlowski (4), Jana Pawlowski (1), Julia Martens, Emma-Lee Ehlers. 

FC Gessel-Leerßen: Hanne Brüning (3), Carmen Ehlers, Lina Schriefer (3), Marieke Brüning (4), Denise Witt, Nele Willmann, Maylin Helms (2), Mailyn Rahm (2).

TSG Seckenhausen-Fahrenhorst: Pia Züdel (2), Lena Meyer (1), Luise Budig (1), Felicia Pereira (4), Jana Meiche (3), Tabea Pabst, Tabea Ströhemann (3), Anke Lisser (1).   

TuS Sudweyhe: Julia Hoffmann (1), Luisa Schlemm (2), Merrit Eilers (3), Sandra Nolte (5), Carlotta Kehlenbeck (1), Lilia Slanitz, Alina Ehlers, Emma Skibbe (3).

TSV Barrien: Vanessa Priem (6), Johanna Grünhagen (3), Jasmin Jaentsch (3), Stephanie Kröner (1), Jana Nullmeyer (1), Lea Nullmeyer, Kristin Rumpsfeld. CLE


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Leserkommentare
suziwolf am 18.10.2019 17:40
@Posaune ...

Es kann aber [doch] sein,
dass aus „Luftschlössern“
... „Lustschlösser“ werden.

Im Sinne von ...
suziwolf am 18.10.2019 17:36
@s+j ...

Martinistrasse 🚲🚲🚲🚲🚲🚲🚲🚲🚲

Osterdeich 🚶🏻‍♂️🏃🏼‍♂️🚶🏻‍♀️🕺🚶🏻‍♂️🕺🏃🏼‍♂️🚶🏻‍♀️🕺

Let‘s do it ! ...