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HSG Phoenix: Neues Jahr, altes Leid

Thorin Mentrup 21.01.2019 0 Kommentare

Enttäuscht: HSG-Trainer Christoph Schweitzer.
Enttäuscht: HSG-Trainer Christoph Schweitzer. (KLAMA)

Bremervörde. Christoph Schweitzer konnte seine Niedergeschlagenheit nicht verbergen: „Das muss ich erst einmal verdauen“, sagte der Coach der HSG Phoenix nach der bitteren 21:24 (9:12)-Niederlage seines Teams im ersten Punktspiel des Jahres in der Landesliga Bremen beim Schlusslicht TSV Bremervörde. Die HSG steckt nun noch tiefer im Abstiegskampf als zuvor, denn die Gastgeberinnen sind mit ihr nach Punkten gleichgezogen.

Der ganze Optimismus, mit dem Phoenix ins neue Jahr gestartet war, hielt in Bremervörde nicht einmal eine komplette Halbzeit lang. „Wir waren am Anfang noch ganz gut im Spiel“, sagte Schweitzer mit Blick auf die ersten gut 25 Minuten, in denen sich beide Mannschaften beim Stand von 8:8 auf Augenhöhe begegneten. Phoenix arbeitete in der Defensive gut, zeigte sich sowohl in der 5:1- als auch in der 6:0-Deckung aggressiv und machte es den Gastgeberinnen schwer. „24 Gegentore sind für ein Auswärtsspiel okay – nicht überragend, aber auch kein Genickbruch“, meinte Schweitzer. An der Abwehrarbeit seines Teams lag es am Ende dementsprechend nicht, dass die HSG zum neunten Mal in zwölf Spielen mit leeren Händen dastand.

Die Gründe für die Niederlage machte der Trainer vielmehr an der Offensivleistung fest – mal wieder. Es ist das aus der Hinrunde bekannte Problem. „Es ist das alte Leid: Wir nutzen unsere Möglichkeiten nicht“, musste Schweitzer feststellen und fügte erklärend hinzu: „Wir haben einfach unflexibel gespielt und keine Lösungen gefunden.“ Bremervörde baute sich am Sechsmeterkreis auf und erwartete dort die HSG-Angriffe. Phoenix suchte jedoch seit dem Ende der ersten Hälfte vergeblich nach einer Lücke. Häufig probierten es die Gäste mit Eins-gegen-eins-Duellen, entschieden diese aber zu selten für sich. Der 9:12-Halbzeitrückstand kam deshalb nicht überraschend.

Kurzzeitig steigerte sich die HSG nach dem Seitenwechsel, verkürzte nach 37 Minuten auf 13:14 aus ihrer Sicht, brach dann jedoch komplett ein. Zwölf Minuten lang erzielte sie keinen einzigen Treffer mehr. „In dieser Zeit haben wir komplett den Faden verloren“, stellte Schweitzer fest. Bremervörde glänzte ebenfalls nicht, doch fünf Tore in dieser Zeit reichten, um sich einen spielentscheidenden Vorsprung zu erarbeiten. Die Gäste, bei denen sich nur Mareen Kunze mit acht Toren treffsicher zeigte, konnten jedenfalls nicht mehr zurückschlagen. „Die Mädels waren am Ende selbst erschrocken“, saß nicht nur beim Coach der Frust tief.

Nach dem Fehlstart steht Phoenix in den kommenden Aufgaben bereits unter Druck. „Die Zeit der Ausreden ist vorbei“, machte Schweitzer deutlich.

Weitere Informationen

TSV Bremervörde - HSG Phoenix  24:21 (12:9)

HSG Phoenix: L. Hoffmann, Landwehr – Kunze (8/3), Horstmann (2), Hanke (2), Sänger (1), Kuhangel, Beckmann, Ebken (1), Abeln (2), Gerding (1), A. Hoffmann (4/2)

Siebenmeter: TSV Bremervörde 6/4, HSG Phoenix 10/6

Zeitstrafen: TSV Bremervörde 2, HSG Phoenix 2 THR


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Leserkommentare
alanya_fuchs am 23.10.2019 07:35
Raten Sie mal, wieviele Geschäftspartner, Ein- und Verkäufer sich beim 6-Tagerennen treffen.
suziwolf am 23.10.2019 07:11
„Heiopei“ 😃und
„Zwangsmassnahmen“ ... 😒

Hallo, @rakase, Sie haben eine gute und widersprüchliche Zusammenfassung geliefert ...