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TSV Weyhe-Lahausen
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Mehr als nur Fußball

Nastassja Nadolska 10.06.2019 0 Kommentare

Das 16. Jugendfußballturnier des TSV Weyhe-Lahausen ist erfolgreich über die Bühne gegangen. Knapp 1000 Aktive prägten das Geschehen – eine starke Resonanz, die nicht zuletzt den gastgebenden Verein zufriedenstellte.
Das 16. Jugendfußballturnier des TSV Weyhe-Lahausen ist erfolgreich über die Bühne gegangen. Knapp 1000 Aktive prägten das Geschehen – eine starke Resonanz, die nicht zuletzt den gastgebenden Verein zufriedenstellte. (Michael Braunschädel)

Weyhe. Es war ein bisschen wie Urlaub: Überall standen große Zelte, einige Spielerinnen und Spieler dösten in der angenehm warmen Sonne, es roch nach Gegrilltem und die eine oder andere sonstige Leckerei gab es auch. Und natürlich gab es Fußball – und davon jede Menge. Das 16. Jugendturnier des TSV Weyhe-Lahausen begeisterte Nachwuchskicker und Verantwortliche gleichermaßen: „Es ist alles gut gelaufen. Obwohl das Wetter am Sonnabend wirklich nicht schön war, lief der Spielbetrieb reibungslos“, sagte Jens Lohmann, Mitorganisator und Pressesprecher des TSV.

Die Verantwortlichen des TSV Weyhe-Lahausen haben es wieder einmal geschafft, ihr großes Jugendfußballturnier auf der Zentralsportanlage in Weyhe erfolgreich über die Bühne zu bringen. Zwischen Sportplatz, Zeltlager und Partyhalle befanden sich die TSV-Offiziellen drei Tage lang im Dauereinsatz. Alle zwei Jahre nehmen die Lahauser eine Menge Arbeit auf sich. Dieses Mal zählten die Verantwortlichen rund 1000 Übernachtungsgäste. „Die Hauptorganisatoren haben alle einen eigenen Bereich, den sie seit mehreren Jahren betreuen. Deshalb können wir auch mit so einer Masse mittlerweile gut umgehen“, versicherte Lohmann. Jeder von ihnen hatte noch eine bestimmte Anzahl an Helfern aus dem Verein für diverse Aufgaben an der Hand. Alle Ehrenamtlichen wussten genau, wann sie wo was zu erledigen hatten.

Besonders auffällig in diesem Jahr: „Wir hatten viele Freiwillige, die unbedingt pfeifen wollten. Ich musste später tatsächlich aussortieren“, berichtete Mario Rösner, Schiedsrichter des TSV Weyhe-Lahausen. „Das ganze Drumherum ist einfach toll. Deswegen kommen die Leute auch gerne und wollen mithelfen“, war der erfahrene Unparteiische, dem 13 Schiedsrichter während des Turniers zur Verfügung standen, überzeugt. Im Großen und Ganzen sei das Turnier fair verlaufen. „Natürlich gibt es immer mal wieder Diskussionsbedarf, dafür haben wir aber dann aber auch die erfahrenen Schiedsrichter, die beispielsweise in der Kreisliga aktiv sind“, erklärte Rösner.

Ein besonderes Turnier war es auch für Marcel Lucas, der beim TSV Weyhe-Lahausen seit August ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert. „Ich habe die Projektleitung übernommen, habe die Einladungen an die verschiedenen Vereine geschrieben und war von da an deren Ansprechpartner. Auch wenn es manchmal stressig war, hat es mir doch viel Spaß gemacht“, sagte der 19-Jährige mit einem Lächeln im Gesicht.

Neben dem rein sportlichen Geschehen stand auch bei der 16. Auflage des Pfingstturniers vor allem der Spaß im Vordergrund. „Am Samstagabend haben sich alle in der Mehrzweckhalle eingefunden und ordentlich gefeiert. Es glich einer riesengroßen Party“, wusste Lohmann, der bis in den späten Abend hinein selber mitfeierte, zu berichten. Das Rahmenprogramm an den drei Tagen sei aus Sicht der Verantwortlichen das Erfolgsrezept für die gesamte Veranstaltung gewesen.

Das sieht auch André Ostwald, Trainer des SuS Blau Weiß Lipperbruch aus Lippstadt, so. „Wir sind jetzt schon zum vierten Mal dabei und waren bisher immer zufrieden. Dieses Turnier ist ein schöner Saisonabschluss. Außerdem fördert es die Gemeinschaft“, zählte der Jugendgeschäftsführer der Blau-Weißen, der mit drei Mannschaften nach Weyhe gereist war, die positiven Aspekte auf.

Aber fußballerisch sei dieses Turnier sehr fördernd. „Hier lernt man noch mal ganz andere Mannschaften und Spielweisen kennen. Für die Entwicklung der Jungs ist das natürlich super“, bestätigte Ostwald.

Seit zehn Jahren gehört er zum festen Kern des Organisationsteams und hat in den vergangenen Jahren laut eigener Aussage ausschließlich positives Feedback erhalten. Auch deswegen habe man am Programm so gut wie nichts verändert. „Zwischendurch hatten wir eine Live-Band am Abend, aber größere Änderungen hat es nicht gegeben. Das gilt auch für den Spielplan“, betonte der TSV-Pressesprecher. Mit der sogenannten Fußball-Chillecke, in der die Spielerinnen und Spieler in der Pause auf mehreren Sofas abschalten können, ist in diesem Jahr etwas Neues dazugekommen. „Dazu haben wir eine Leinwand aufgestellt, dort haben viele die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen und das EM-Qualifikationsspiel der Männer verfolgt. Das kam natürlich richtig gut an“, freute sich Jens Lohmann über die positive Resonanz.


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Leserkommentare
holger_sell am 20.10.2019 15:36
Kultur ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und gerade auch in Bremen ein Magnet für den Tourismus.
Außerdem ist Kulturbewusstsein ein großer ...
holger_sell am 20.10.2019 15:30
Jede Politik hat ihre Klientel.
Wollen Sie im Ernst behaupten, dass Menschen, die sich für Kultur interessieren, keine normalen Leute sind ?