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Handball-Landesliga Frauen
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Phoenix zeigt sich dieses Mal nervenstark

Thorin Mentrup 05.05.2019 0 Kommentare

Amelie Hoffmann bescherte der HSG Phoenix mit einem Treffer sieben Sekunden vor dem Ende den Sieg über die HSG Delmenhorst.
Amelie Hoffmann bescherte der HSG Phoenix mit einem Treffer sieben Sekunden vor dem Ende den Sieg über die HSG Delmenhorst. (Jonas Kako)

Twistringen. Die Handballerinnen der HSG Phoenix sind dem zweiten Abstieg in Folge im letzten Moment von der Schippe gesprungen: Dank eines Treffers von Amelie Hoffmann sieben Sekunden vor dem Ende bezwang die Mannschaft von Trainer Christoph Schweitzer den Landesliga-Vizemeister HSG Delmenhorst mit 22:21 (12:11) und profitierte zugleich davon, dass der TV Oyten III sein Auswärtsspiel beim TSV Altenwalde mit 24:26 verlor. Phoenix verließ dadurch den letzten Tabellenplatz und schob sich mit einem Zähler Vorsprung auf die TVO-Dritte auf den vorletzten Rang, der zur Teilnahme an der Relegation berechtigt, die am kommenden Wochenende stattfinden wird.

Er sei einfach nur emotional erschöpft, sagte Schweitzer nach einer nervenaufreibenden Partie, deren Ende zur Saison passt, die einer Achterbahnfahrt glich: Eine Minute vor der Schlusssirene beim Stand von 21:21 verloren die Gastgeberinnen den Ball, doch auch Delmenhorst patzte. Schweitzer nahm eine letzte Auszeit, um neue Instruktionen zu geben. Es war klar: Nur ein Sieg würde den Gastgeberinnen helfen. Phoenix setzte in den entscheidenden Momenten auch auf Erfahrung: So stand Nadine Berger auf dem Feld, während Mareike Landwehr das Tor hütete.

Die Hauptrolle in diesem so wichtigen Angriff, der eine ganze Saison retten könnte, gehörte aber der jungen Amelie Hoffmann, die einen Stemmwurf zum 22:21 und zum Sieg in den Winkel hämmerte – „mit allem, was noch drin war“, freute sich Schweitzer. Diese Entschlossenheit hatte er sich für das Alles-oder-nichts-Duell gewünscht. Und dieses Mal kam seine Mannschaft, die schon einige Male in engen Situationen nicht ihre beste Leistung abrufen konnte, mit der Drucksituation sehr gut zurecht. „Wir waren sofort im Spiel“, registrierte Schweitzer den konzentrierten und erfolgreichen Start. Nach nicht einmal fünf Minuten lag Phoenix 5:2 vorn, zehn Minuten später stand es 7:4.

Allerdings war den Gastgeberinnen auch klar, dass Delmenhorst über so viel Klasse verfügt, um sich ins Spiel zu arbeiten. Und das taten die Gäste auch: Hannah Eilers glich zum 7:7 aus (17.), einen Drei-Tore-Lauf von Phoenix konterten die Delmestädterinnen mit Unterbrechung durch die Pause zum 12:12 (31.). Mit dem Ausgleich begann die kritischste Phase für die Schweitzer-Sieben, die die Gäste auf 13:16 davon ziehen lassen musste (36.). „Aber die Mädels haben eine super Moral bewiesen. Die Einstellung war heute auf den Punkt da“, nannte Schweitzer den Grund für die Wende. Ein 7:1-Lauf brachte Phoenix dem Sieg ganz nah, doch nach zehn Minuten mit nur einem Tor hieß es 21:21 (58.). In der Schlussphase gelang beiden Teams kein Treffer, ehe sich Hoffmann ein Herz fasste und Phoenix jubeln ließ. Allerdings erst einmal verhalten, denn bis das Ergebnis aus Altenwalde kam, dauerte es noch rund zehn Minuten.

„Das waren bange Momente, aber dafür war die Freude umso größer“, sagte ein strahlender Schweitzer. Der erste Schritt zum Klassenerhalt ist gemacht, am kommenden Wochenende soll nun der zweite folgen. Erst einmal aber durften die Phoenix-Spielerinnen und die -Verantwortlichen den sportlich überlebenswichtigen Erfolg genießen.

Weitere Informationen

Landesliga Bremen Frauen

HSG Phoenix - HSG Delmenhorst  22:21 (12:11)

HSG Phoenix: Landwehr, L. Hoffmann – Kunze (3), Bekefeld, Kuhangel (1), Berger (5), Beckmann (4), Ebken, Sänger, Horstmann (7), Abeln, Gerding, A. Hoffmann (2)

Siebenmeter: HSG Phoenix 1/1, HSG Delmenhorst 2/1

Zeitstrafen: HSG Phoenix 2, HSG Delmenhorst 4  THR


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Leserkommentare
tommi24 am 18.10.2019 17:28
@Da würde der wutbürgernde Autofahrer aber sofort durchdrehen.

Ja, ganz bestimmt!
tommi24 am 18.10.2019 17:27
@Also muss hier mal "suziwolf" unterstützen.

Ich auch, diese vermaledeiten Blechkistenfahrer müssen aus der Stadt, es lebe das Fahrrad. ...