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Korbball-Bundesliga
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Porta Westfalica ruft

Christine Leska-Ottensmann 25.03.2019 0 Kommentare

Katharina Deters (am Ball) und die Korbballerinnen des TuS Sudweyhe haben es geschafft und dürfen nun um die Deutsche Meisterschaft spielen.
Katharina Deters (am Ball) und die Korbballerinnen des TuS Sudweyhe haben es geschafft und dürfen nun um die Deutsche Meisterschaft spielen. (Jonas Kako)

Moordeich. Riesenjubel bei den Bundesliga-Korbballerinnen des TuS Sudweyhe: Dank zweier Siege am finalen Playoff-Spieltag in Moordeich haben sie sich für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Diese wird am ersten Mai-Wochenende in Porta Westfalica ausgetragen. Auch die Frauen des TSV Heiligenrode verabschiedeten sich mit zwei Erfolgserlebnissen aus der Saison. Die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst und der TSV Barrien gewannen jeweils ein Spiel und freuen sich nun über das Saisonende.

Playoffs um die Teilnahme an der DM:

TB Stöcken – TuS Sudweyhe 5:9 (1:4). Die Konstellation war klar: Die Sudweyherinnen mussten beide Partien gewinnen. Das Momentum lag dabei auf ihrer Seite, denn sowohl gegen Stöcken als auch gegen Oldenbrok hatten sie das erste Spiel in der Playoff-Runde für sich entschieden. Wohl auch aus diesem Grund gingen die Sudweyherinnen recht locker in die Partie. „Sicherheit hat uns dann der gute Beginn gegeben“, verriet Trainerin Andrea Bothmer. Zur Pause lagen ihre Schützlinge mit 4:1 vorn und hielten den Gegner in der zweiten Halbzeit souverän auf Distanz. Eine Überraschung war dann die 7:8-Niederlage des Spitzenreiters SG Findorff gegen den Oldenbroker TV, sodass vor den beiden letzten Spielen noch alles offen war.

Oldenbroker TV – TuS Sudweyhe 2:9 (1:3). Die erste Halbzeit verlief noch ausgeglichen, doch danach zogen die hochmotivierten Sudweyherinnen davon. „Die Oldenbroker waren völlig von der Rolle. Ihre Würfe kamen überhaupt nicht mehr. Das hat uns natürlich in die Karten gespielt“, sagte TuS-Trainer Andrea Bothmer. Mit dem Sieg überholte ihr Team den OTV und hatte das Ticket zur Deutschen Meisterschaft sicher. Zweiter war nun der TB Stöcken, dem ein Remis gegen die SG Findorff gereicht hätte. Doch nach einer 7:5-Pausenführung verloren die Stöckerinnen noch mit 10:13, fielen hinter Sudweyhe und dem OTV auf Platz vier zurück und verpassten die DM. „Die neu eingeführte Playoff-Runde war für uns Gold wert. Stöcken als Hauptrunden-Zweiter hätte darauf bestimmt gerne verzichtet“, so Bothmer. Um für die nationalen Titelkämpfe gut gerüstet zu sein, werden die Sudweyherinnen ihr Trainingspensum etwas erhöhen und einige Testspiele bestreiten.

Playdowns um den Klassenerhalt:

TSV Barrien – TSV Thedinghausen 11:6 (4:3). In den ersten Minuten taten sich die Barrierinnen gegen den Absteiger schwer. „Einerseits wollte kein Schwung in unsere Offensivaktionen kommen. Andererseits wurden viele Abschlussmöglichkeiten zwar gut vorbereitet, jedoch unkonzentriert und flüchtig liegen gelassen“, monierte Trainer Manfred Otto. Nach der Pause gingen seine Schützlinge mit mehr Tempo und Entschlossenheit in ihre Angriffe und konnten auf diese Weise ihre spieltechnische Überlegenheit nun auch in Zählbares umwandeln.

TSV Heiligenrode – TSG Seckenhausen-Fahrenhorst 10:8 (6:3). In dieser Saison hatten die Heiligenroderinnen den Gegner bereits dreimal bezwungen. „Trotzdem war klar, dass wir die TSG zu keiner Sekunde unterschätzen durften“, betonte TSV-Spielerin Nadja Burgdorf. Co-Trainerin Meike Kortkamp, die die privat verhinderte Dagmar Schnelle an der Seitenlinie vertrat, sah nach einer umkämpften Anfangsphase eine gute Leistung ihres Teams und eine 6:3-Führung. Den Start der zweiten Halbzeit verschliefen die Heiligenroderinnen jedoch und kassierten den Ausgleich. Innerhalb von acht Minuten trafen Nadja Burgdorf, Janina Rickmann, Malin Kortkamp und Jessica Pawlowski aus dem Rückraum, ehe die TSG noch auf 8:10 verkürzte. „Zum Schluss sind wir am Korbrand gescheitert und hatten eine Menge Pech. Hätten wir unser Können schon in der ersten Hälfte unter Beweis gestellt, hätten wir gewinnen können“, urteilte TSG-Spielerin Luise Budig. „Immerhin haben wir uns in der zweiten Halbzeit klar gesteigert. Wir haben gezeigt, dass auch wir kontern können. Wir haben keine Tempogegenstöße mehr zugelassen, und unsere Korbfrau Svenja Wegener hat viele Bälle entschärft“, so Budig.

TSG Seckenhausen-Fahrenhorst – TSV Thedinghausen 16:9 (9:6). Nach den vier Körben gegen Heiligenrode zeigte sich Carolin Rieckers wieder in Trefferlaune und erzielte fünf Körbe. Auch Pia Züdel steuerte fünf Körbe bei. Insgesamt taten sich die Seckenhauserinnen gegen den Absteiger nicht so schwer wie beim letzten Mal. „Gute Stimmung und eine super Mannschaftsleistung waren die Schlüssel zum Erfolg“, analysierte Budig. Das Team von Trainerin Camilla Hahn war glücklich, noch einmal zwei Punkte geholt zu haben. „Jetzt geht es nach einer Trainingspause an die Optimierung unserer Leistung, um kommende Saison weiter oben mitzuspielen“, blickte Budig bereits voraus.

TSV Heiligenrode – TSV Barrien 15:3 (3:2). Die Duelle in dieser Saison verliefen eng, sodass alle ein spannendes Duell erwarteten. Nach neun Minuten gingen die Heiligenroderinnen durch Malin Kortkamp mit 1:0 in Führung, zur Pause stand es 3:2. „Bis dahin haben wir durchaus passabel agiert. Wir waren jederzeit auf Augenhöhe“, betonte TSV-Trainer Manfred Otto. Die zweite Hälfte gehörte dem Gegner. „Nahezu alles hat funktioniert, ob Rückraumwürfe oder Konterheber“, freute sich Meike Kortkamp. Samantha Pörschke traf sechsmal. Auch Malin Kortkamp zeigte eine tolle Leistung, sowohl am Korb als auch im Angriff. Die Krönung war ihr Laufstoßwurf von kurz hinter der Mittellinie (39.). Damit haben die Heiligenroder die Playoffs ohne Niederlage überstanden. Verärgert war derweil Barriens Trainer. „Ab dem 2:5 haben wir uns praktisch aufgegeben und die Dinge ohne nennenswerte Gegenwehr geschehen lassen. Ein kollektives Fehlverhalten, völlig indiskutabel und nicht zu entschuldigen“, schimpfte Otto und setzte noch einen drauf: „Einigen Spielerinnen ist dringend zu empfehlen, die eigene Einstellung zum Leistungssport gründlich zu überprüfen. Für die Nicht-Leistung müssen wir uns bei unserer treuen Fangruppe entschuldigen.“


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Leserkommentare
MaxHeinken am 21.10.2019 19:17
„Über die Hotline....“

...wenn man denn dort mal durchgestellt wird.
Diese Hotline ist leider immer überlastet und nicht zu ...
nizo800 am 21.10.2019 19:11
Werbung, ja bitte! Auch im Weser-Kurier. Aber, bitte, nicht in Form eines Artikels vorgetragen! Das ist hier Fall. Leider.
Martin Korol, Bremen