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SC Twistringen: Die WM-Begeisterung nutzen

Thorin Mentrup 11.07.2019 0 Kommentare

In Twistringen wird Beachvolleyball gelebt: Hier versucht Michael Wild (r.) seinen Kontrahenten Manuel Meyer zu überwinden.
In Twistringen wird Beachvolleyball gelebt: Hier versucht Michael Wild (r.) seinen Kontrahenten Manuel Meyer zu überwinden. (Mentrup)

Twistringen. Der Sommer ist ihre Zeit: Wer das Freibad in Twistringen besucht, wird sie im Sand am Netz finden. Baggernd, pritschend und schmetternd. Beachvolleyball hat in der Delmestadt noch immer Hochkonjunktur. „Wir treffen uns fast jeden Abend“, verrät Feenja Jürgens. Sie spielt beim ortsanssässigen SC Twistringen sowohl in der Halle als auch im Sand und gehört seit 2016 zum Team derer, die Jahr für Jahr ein Beachvolleyballturnier auf die Beine stellen. An diesem Sonnabend und Sonntag steigt die sportliche Party im Sand erneut. Ab 9 Uhr laufen die Spiele, sonnabends zunächst in einer Herren- und einer Damenkonkurrenz, ehe sonntags dann die Mixed-Mannschaften gefordert sind.

Der Zeitpunkt für das Twistringer Beachvolleyballturnier könnte günstiger eigentlich nicht sein. Denn erst seit wenigen Tagen ist die Weltmeisterschaft vorbei, die sogar in Deutschland stattfand. „Dann wird Beachvolleyball natürlich noch viel mehr wahrgenommen und in den Vordergrund gerückt als sonst. Die WM hat viele Zuschauer mitgenommen. Ich habe schon das Gefühl, dass viel darüber gesprochen wurde in den letzten Tagen“, hat Jürgens eine große Begeisterung für die Sportart gespürt, besonders in den eigenen Reihen natürlich, aber eben auch darüber hinaus. „Für den Sport ist das sehr wichtig“, weiß sie. Die Euphorie haben vor allem Julius Thole und Clemens Wickler entfacht. Das Duo sicherte sich überraschend den Vizetitel. Der Hamburger und der Starnberger sind jung, erfolgreich und verbinden das Ganze mit einer positiven Lockerheit – das macht sie zu idealen Beachvolleyball-Botschaftern. Gerade diese braucht es in den Sportarten, die sich sonst eher im Schatten der medialen Aufmerksamkeit bewegen.

Viel unterwegs für den Sport

Über zu wenig Beachtung kann sich Beachvolleyball in Twistringen auch abseits der großen Turniere wahrlich nicht beschweren. Die Plätze im Schwimmpark sind nur selten verwaist. „Wir stören uns auch nicht daran, wenn das Wetter mal nicht so gut ist“, erklärt Jürgens, dass sie und ihre Mitstreiter alles andere als Schönwetter-Volleyballer sind. Im SCT-Lager finden sich rund 15 Aktive, die ihre Freizeit auf dem Feld verbringen und sich in Zweierteams auf freundschaftlicher Ebene duellieren. „Wir haben hier eine richtig gute Community. Viele nehmen auch regelmäßig an Turnieren teil“, haben sich die Twistringer laut Jürgens bereits überregional einen Namen gemacht. Für ihr Hobby ist ihnen jedenfalls kein Weg zu weit. Die Fahrten führen schon mal bis nach Wunstorf. Das ist nicht mal eben um die Ecke, aber ihr Hobby ist es den Twistringern wert. „Wir kennen das ja auch aus den Punktspielen in der Halle schon, dass wir weitere Wege zurücklegen müssen“, verweist Jürgens darauf, dass die SCTler als „Kilometerfresser“ bereits Erfahrung haben. Diese Fahrten sind auch eine Investition in die Zukunft ihres Sports: „Wir wollen, dass Beachvolleyball für viele attraktiv bleibt. Das geht nur, wenn wir auch mitagieren“, macht sie deutlich, dass auch Pionierarbeit zum Repertoire eines Volleyballers gehört.

Die Twistringer unternehmen viel dafür, ihren Sport nach vorn zu bringen. Marcus Wilkens ist seit Langem aktiv und ließ dabei nie die Sandgrube aus den Augen. Jahrelang organisierte er mit einem Partner das  Beachvolleyballturnier im Schwimmpark, seit 2016 hat ein junges, fünfköpfiges Team diese Aufgabe übernommen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Wilkens raus wäre aus dem Sport. Ganz im Gegenteil: Im September besucht er zum zweiten Mal ein Beachvolleyballcamp auf Kos. Im SCT wird Beachvolleyball gelebt. „Und wir merken auch, dass das Interesse da ist“, spürt sie eine allgemeine Begeisterung für den Sport, die die Twistringer nutzen wollen. Das wurde bei der Organisation des eigenen Turniers noch einmal deutlich, denn der Run auf die Startplätze war groß. Insgesamt werden an den beiden Tagen 56 Duos im Schwimmpark aufschlagen, am Sonnabend jeweils 16 Damen- und Herrenteams, am Sonntag noch einmal 24 Mixedmannschaften. Der SCT zieht sein Turnier größer auf als noch in den vergangenen Jahren, verteilt die Spiele nun über alle Felder im Schwimmpark. Für einige SCTler bedeutet das, dass sie nicht mehr selbst aktiv sein können, sondern sich voll und ganz in die Organisation einbringen. Ihr Sport aber ist es ihnen wert, denn ein gutes Turnier bedeutet Werbung für den Beachvolleyball – besonders in der Region.


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Leserkommentare
werderfan am 23.10.2019 21:15
Ich versuche das mal kurz für die Demokratiefreunde zu erläutern:
1. Der Umweltausschuss des Beirats Blumenthal tagt am nächsten Montag ...
IhrenNamen am 23.10.2019 21:02
Ich bin mal sehr gespannt wie sich das auf die Spendensumme auswirkt.