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Schlitzohr Uludasdemir trifft traumhaft

Sven Hermann 22.04.2019 0 Kommentare

Der Mann des Spiels: Mörsens Serdar Uludasdemir glänzte nicht nur als Vorbereiter, sondern erzielte beim 3:1-Erfolg seiner Mannschaft bei der TSG Osterholz-Gödestorf auch selbst einen  sehenswerten Treffer.
Der Mann des Spiels: Mörsens Serdar Uludasdemir glänzte nicht nur als Vorbereiter, sondern erzielte beim 3:1-Erfolg seiner Mannschaft bei der TSG Osterholz-Gödestorf auch selbst einen  sehenswerten Treffer. (Vasil Dinev)

Syke-Osterholz. Als klarer Favorit trat Fußball-Kreisligist SV Mörsen-Scharrendorf zum Gastspiel bei der TSG Osterholz-Gödestorf an. Am Ende wurde die Elf von Trainer Stefan Müller ihrer Rolle auch gerecht und siegte beim Tabellenvorletzten nach einer mühevollen ersten Hälfte mit 3:1 (1:1). Der herrlichste Treffer des Spiels gelang dabei Mörsens Offensivspezialist Serdar Uludasdemir mit einem sehenswerten Schlenzer. 

Das Osterwochenende sowie die parallel laufende Bundesliga-Partie zwischen dem FC Bayern München und dem SV Werder Bremen waren sicherlich plausible Gründe, weshalb sich nur rund 20 Zuschauer zum Besuch des Spiels entschieden. Die wenigen Unentwegten wurden dann auch nicht gerade verwöhnt von beiden Teams, die über weite Strecken lediglich Fußball-Magerkost ablieferten. „Das Niveau war schon sehr überschaubar“, schmunzelte Mörsens Coach Stefan Müller, dessen Team die ersten Chancen des Spiels verzeichnete: René Brinkmann zirkelte einen Freistoß auf das Tor von TSG-Keeper Gerrit Schmidt, doch dieser konnte den Ball über die Latte lenken. Die anschließende Ecke von Uludasdemir landete bei Mike Bewersdorf, der nur den Pfosten traf (7.).

Atris scheitert und trifft dann doch

Doch die Gastgeber hielten das Geschehen zunächst offen. Nach einer Ecke von Malte Garlich, der die TSG nach dieser Serie genau wie Kapitän Frank Weseloh in Richtung des Bezirksligisten SV Heiligenfelde verlassen wird, köpfte Stürmer Omar Atris seinen Mörsener Kontrahenten Andre Dames an – die gute Gelegenheit verpuffte ungenutzt (13.). „Das war ein dickes Ding von Omar“, bedauerte der Osterholzer Coach Karsten Köitsch. Zehn Minuten später funktionierte die gleiche Variante wesentlich erfolgreicher. Wieder segelte eine Garlich-Ecke völlig unbehelligt durch den Fünfmeterraum der Gäste, Atris lauerte am zweiten Pfosten und köpfte dieses Mal ein (23.). „Wir sind schlecht in die Partie hinein gekommen. Eine gute Aktion führte dann aber zum Ausgleich“, schilderte SVMS-Trainer Müller. Kurz nach der Führung durch Atris passte Niklas Weßels zunächst auf Kay-Simon Sommerfeld. Nach dessen klasse Anspiel traf Hanno Block zum Gleichstand (25.). Allzu lange konnten sich die Gastgeber also über den Führungstreffer nicht freuen. Bis zum Seitenwechsel blieb es danach beim Remis.

In den zweiten 45 Minuten legten die Mörsener dann eine Schippe drauf. Zugute kam den Gästen dabei auch, dass mit TSG-Kapitän Frank Weseloh die zentrale Mittelfeldfigur der Platzherren bald nach Wiederanpfiff verletzt das Spielfeld verlassen musste. Damit fehlte der TSG in der entscheidenden Phase der Partie ein Fixpunkt und Lenker. Das wussten die Gäste zu nutzen. Serdar Uludasdemir setzte gekonnt Hanno Block in Szene, der ins flache Ecke traf und seine Mannschaft mit seinem zweiten Tor des Tages in Front brachte (55.). Drei Minuten später wurde der ebenfalls überzeugende Sommerfeld nach einem Pass von Frank Sander im letzten Moment vom Osterholzer Abwehrakteur Lukas Köitsch gestoppt. Das hätte die Entscheidung sein können.

Die allerdings blieb einem anderen Mörsener vorbehalten. Mit einem genialen Treffer krönte Uludasdemir seine bärenstarke Vorstellung und bewies seine ganze Schlitzohrigkeit. Der 33-Jährige erkannte gedankenschnell, dass sich TSG-Torhüter Gerrit Schmidt zu weit vor seinem Tor befand und schlenzte das Leder aus der Distanz in die Maschen (67.). Sehr zur Verzückung seines Coaches und seines Spartenleiters. „Ich habe Serdar heute klasse gesehen“, lobte Coach Stefan Müller, der auch Kay-Simon Sommerfeld eine gute Vorstellung attestierte. „Serdar hat den zweiten Treffer top aufgelegt und bei seinem dritten Tor viel Auge bewiesen“, kommentierte Mörsens Abteilungsleiter Andreas Siegmann den Geniestreich des Routiniers.

Damit war die Partie dann auch gelaufen. „Die Kraft hat in der zweiten Hälfte nachgelassen. Da habe ich den nötigen Siegeswillen nicht mehr gespürt“, bilanzierte Trainer Köitsch, für dessen TSG der Abstieg so gut wie besiegelt ist. Wenigstens auf der Trainerposition haben die Osterholzer, bei denen das Gespann Karsten Köitsch und Andre Hanke, wie berichtet, zum Ende der Serie aufhören wird und die darüber hinaus einige Leistungsträger verlieren werden, jetzt Planungssicherheit. „Axel Waldeck, Patrick Wojack und Denis Kastendiek werden sich das Traineramt in der kommenden Saison teilen und den nötigen Umbruch, höchst wahrscheinlich dann in der der Kreisklasse, einleiten“, verkündete Hendrik Böse, der als Spieler und darüber hinaus in der Geschäftsführung bei der TSG tätig ist.


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Leserkommentare
MaxHeinken am 21.10.2019 19:17
„Über die Hotline....“

...wenn man denn dort mal durchgestellt wird.
Diese Hotline ist leider immer überlastet und nicht zu ...
nizo800 am 21.10.2019 19:11
Werbung, ja bitte! Auch im Weser-Kurier. Aber, bitte, nicht in Form eines Artikels vorgetragen! Das ist hier Fall. Leider.
Martin Korol, Bremen