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Sudweyher Minimalisten

Thorin Mentrup 12.05.2019 0 Kommentare

Mit der Grätsche will Gödestorfs Adrian Pielmeier (r.) Eike Dziuba in dieser Szene den Ball abjagen.
Mit der Grätsche will Gödestorfs Adrian Pielmeier (r.) Eike Dziuba in dieser Szene den Ball abjagen. (Thorin Mentrup)

Die TSG Osterholz-Gödestorf hat auf ihrer Abschiedstour durch die Fußball-Kreisliga einen Achtungserfolg bei der zweiten Mannschaft des TuS Sudweyhe nur knapp verpasst: Das Team von André Hanke und Karsten Köitsch musste sich der Elf der beiden Trainer Henrik Schmidt und Arne Janßen mit 0:1 (0:0) geschlagen geben. Das Tor des Tages erzielte Jan Ahrlich kurz nach dem Seitenwechsel.

Unzufrieden musste Hanke nur mit dem Ergebnis sein. „Wir spielen hier als Vorletzter beim Tabellenzweiten, das darf man nicht vergessen. Dafür haben wir uns gut verkauft. Sudweyhe hatte es schwer, weil wir das, was wir uns vorgenommen hatten, gut umgesetzt haben. Wir standen ziemlich gut“, hatte der Coach keinen schlechten Auftritt seiner Mannschaft gesehen, die offensiv allerdings erneut an ihre Grenzen stieß, weil sie ihre wenigen Chancen nicht nutzte. Besonders im ersten Durchgang zeigten sich die Gäste das eine oder andere Mal durchaus gefährlich im Strafraum der Gastgeber. „Wenn wir den ersten Gegentreffer bekommen, dann weiß ich nicht, ob wir noch einmal zurückkommen“, sagte Arne Janßen ehrlich. Die Sudweyher hatten nicht ihren besten Tag. „Es war phasenweise grausam“, brachte Henrik Schmidt das Spiel der Gastgeber vor allem vor der Pause auf den Punkt. Ein Lupfer von Marcel Ahrlich war die einzige nennenswerte Offensivaktion der Grün-Weißen in den ersten 45 Minuten. Ganz schön dünn für ein Team, das noch Chancen auf die Meisterschaft hat.

Allerdings muss man zur Verteidigung der Sudweyher auch erwähnen, dass ihnen etliche Stammkräfte fehlten. 21-Tore-Mann Hannes Lüdeke etwa war nicht dabei, dasselbe galt für Daniel Koch, der nicht nur als zwölffacher Torschütze, sondern vor allem als kreativer Kopf des Teams in Erscheinung getreten ist, und Kapitän Fabian Tinzmann, dessen Lauf- und Zweikampfstärke schmerzlich vermisst wurde. „Alle Spieler können wir nicht ersetzen“, wusste Janßen, wie schwer diese Ausfälle wogen, die bei Weitem nicht die einzigen waren. Allerdings waren auch die Gödestorfer längst nicht mit voller Kapelle angetreten. Sie machten im Rahmen ihrer Möglichkeiten das Beste aus der Situation, verteidigten ordentlich und setzten hin und wieder Nadelstiche.

Die Sudweyher konnten mit ihrem Auftritt über weite Strecken nicht zufrieden sein. Zwar versuchte Eike Dziuba, das Spiel an sich zu reißen, doch insgesamt fehlten den Angriffen der Gastgeber Tempo, Ideen und Tiefe. Der TuS hatte enorm viel Ballbesitz, die Pässe spielte er allerdings meist quer oder zurück. Lichte Momente waren selten, doch einer der wenigen führte kurz nach dem Beginn der zweiten Halbzeit zum Siegtreffer: Die Gastgeber überbrückten das Mittelfeld schnell, aus dem Halbfeld sah Dziuba, das Jan Ahrlich vom linken Flügel einlief, und fand ihn mit einer punktgenauen Hereingabe, die der Torschütze per Kopf über die Linie wuchtete (47.). Die zweite Hälfte sei besser gewesen als die erste, registrierte Schmidt die Steigerung zufrieden. Die Gastgeber agierten nun zielstrebiger und erspielten sich ein paar Möglichkeiten: So verpasste der eingewechselte Keno Behrmann eine Flanke von Marcel Ahlers nur knapp, weil Gödestorfs Pascal Hakkel in höchster Not vor ihm klärte (55.). Auf der anderen Seite brachte Ingo Mehrtens nach starker Einzelleistung von Malte Garlich, der gleich zwei Gegenspieler abschüttelte und dann in den Rücken der Abwehr passte, keinen Abschluss zustande. Den Konter unterband Mike Bockfeld im letzten Moment gegen Jan Ahrlich (58.).

Phasen wie diese, in denen es etwas schneller hoch und runter ging, waren allerdings rar. Sudweyhe verfiel schnell wieder in den alten Trott. Allerdings ließ der TuS der TSG auch kaum noch Möglichkeiten. Die Defensivleistung stimmte. „Wir haben das dritte Mal in Folge zu null gespielt. Das freut uns wirklich“, sagte Janßen zufrieden. In der gesamten Saison waren die Sudweyher vor dieser Serie nämlich erst drei Mal ohne Gegentreffer geblieben. Nun also steht die Defensive. Den Gödestorfern fehlte am Ende allerdings auch die Kraft, um die Sudweyher noch vor ernsthafte Herausforderungen zu stellen. Der vorletzte Platz der Gäste ist damit in Stein gemeißelt, Sudweyhe hielt sich dagegen die Meisterchance offen. In dieser Hinsicht zählte am Sonntag nur das Ergebnis.


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Leserkommentare
peteris am 23.10.2019 11:44
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suziwolf am 23.10.2019 11:40
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