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SV Haendorf startet ganz entspannt ins vierte Zweitliga-Jahr

Thorin Mentrup 11.10.2019 0 Kommentare

Auch das Vater-Sohn-Gespann Bernd (r.) und Timon Cordes wird erneut den SV Haendorf vertreten.
Auch das Vater-Sohn-Gespann Bernd (r.) und Timon Cordes wird erneut den SV Haendorf vertreten. (Thorin Mentrup)

Haendorf. Es kommt eben doch nicht immer auf die Größe an. Wenn dem wirklich so wäre, dann würde der Schützenverein Haendorf wohl kaum in der 2. Bundesliga Nord der Luftpistole-Schützen mitmischen. Doch so klein der Ortsteil der Gemeinde Asendorf auch ist: Der Schießsport hat dort eine große Tradition. Genauso wie der bereits 1897 gegründete Schützenverein, dessen Schießsportanlage sich unter einem Dach mit dem Dorfgemeinschaftshaus befindet. Sportliches Aushängeschild ist das Luftpistole-Team, das am Sonntag in seine vierte Zweitliga-Saison startet. Auf der Anlage des Schützenvereins Südkampen treffen die Haendorfer auf die Wandsbeker Schützengilde (11.35 Uhr) und den SV Groß und Kleinkaliber aus Hannover (13.40 Uhr).

Die Erwartungen der Haendorfer fasst Trainer Bernd Cordes in einem Satz zusammen: „Wir werden einen Mittelfeldplatz erreichen.“ In der Liga werde es wieder eng zugehen, glaubt er. Das liegt zum einen an der Größe der Klasse, in der nur acht Teams mitmischen. Zum Vergleich: In der 1. Bundesliga Nord, in der der SV Bassum von 1848 schießt, sind es zwölf. Zum anderen liegt Cordes Einschätzung aber auch deshalb nah, weil alle Mannschaften nur einmal aufeinander treffen. Es gibt keine Hin- und Rückserie, nach sieben Wettkämpfen ist die Saison vorbei. Möglichkeiten, einen Patzer auszubügeln, gibt es also nicht. „Man kann schnell oben dabei sein, aber man kann genauso schnell auch unten drinsitzen“, weiß Cordes. Letztgenanntes Schicksal könnte auch seinen Haendorfern drohen, haben sie doch einen ganz schwierigen Auftakt erwischt. „Beide Mannschaften sind für mich Favoriten auf den Aufstieg“, sagt der Coach mit Blick auf die Kontrahenten aus Hamburg und Hannover. Die Wandsbeker sind zwar gerade aus der Verbandsliga aufgestiegen, das sage aber nichts über den Gegner aus, findet Cordes. „Sie arbeiten sich gerade aus ihrem Tief heraus. Sie haben auch schon in der 1. Bundesliga geschossen“, sieht er keinen normalen Aufsteiger in der Schützengilde. Der SV Groß und Kleinkaliber ist der Titelverteidiger. Ungeschlagen sicherten sich die Hannoveraner in der vergangenen Saison Rang eins, den Aufstieg machte dann aber „Vize“ SV Uetze perfekt.

Bekannte Gesichter

Trotz der großen Namen gehen die Haendorfer entspannt in den Wettkampf. Sie wissen, was sie erwartet, sie wissen aber auch, was sie können. In die Saison starten sie nämlich mit dem bekannten Personal: Christoph Varnhorn, Jens Frieling, Timon Cordes, Stefan Pabstmann und Marc Bonne, die die Setzliste anführen, schießen seit Jahren zusammen. „Sie sind als Team gewachsen“, weiß Cordes, dass seine Mannen nicht nur sportlich, sondern auch zwischenmenschlich bestens miteinander harmonieren. Sie bringen genügend Klasse mit, um dem SVH, der im Vorjahr Dritter wurde, eine ruhige Saison zu bescheren. „Mit dem Abstieg werden wir nichts zu tun bekommen“, ist sich Cordes sicher.

Das Quintett wird am ersten Wettkampftag allerdings gesprengt. Weil der Auftakt eine Woche nach hinten verschoben worden sei, könne Stefan Pabstmann nun nicht dabei sein, erklärt Cordes. „Die Schützen verplanen ja ihre eigentlich freien Wochenenden“, ist der Trainer nicht erfreut. Für Ersatz ist allerdings gesorgt: Im ersten Durchgang gegen Wandsbek wird Uwe Habighorst einspringen, gegen die Hannoveraner dann Aimee Hochstein. Die 16-Jährige ist ein großes Talent, ist Landes- und Niedersachsenkaderschützin. „Für ihr Alter ist sie richtig gut“, schwärmt Cordes. Verheizen wolle man sie aber nicht. Überwiegend werde sie in dieser Saison in der Bezirksoberliga schießen– und mit diesem Team den Aufstieg in die Verbandsliga ins Visier nehmen. Hochstein gehört zu einer Gruppe mehrerer Schützen, die in den kommenden Jahren nach oben drängen werden. Im Talentnest Haendorf muss um die Zukunft also niemandem bange sein.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?