Wetter: Regenschauer, 9 bis 15 °C
Fußball
Der Artikel wurde zur Merkliste hinzugefügt.
Die Merkliste finden Sie oben links auf der Seite.

TuS Sudweyhe nimmt den Schwung mit

Jannis Klimburg 22.09.2019 0 Kommentare

Der TuS Sudweyhe (vorne Malte Pirngruber) befindet sich auf dem aufsteigenden Ast.
Der TuS Sudweyhe (vorne Malte Pirngruber) befindet sich auf dem aufsteigenden Ast. (Vasil Dinev)

Sudweyhe. Zweites Spiel, zweiter Sieg. Zumindest wenn es nach der Bilanz der beiden Trainer Sven Helms und Benjamin Jacobeit geht, die vor Kurzem das Ruder beim Fußball-Bezirksligisten TuS Sudweyhe übernommen haben. „Wir sind auf einem guten Weg, aber noch lange nicht am Ziel angekommen. Es schwirrt noch so viel im Kopf herum, was wir gerne umsetzen möchten“, meinte Jacobeit nach dem 2:1 (1:0)-Erfolg seiner Jungs gegen einen schwachen SC Twistringen, der zu keiner Zeit zu seinem Spiel fand.

Eigentlich wollten die Gäste das Zentrum dicht machen, damit die vielen Kreativposten des TuS Sudweyhe nicht zum Zuge kommen. Doch der Plan von SCT-Trainer Friedhelm Famulla ging absolut nicht auf. „Wir wollten eigentlich vorne attackieren und pressen, aber das hat nicht funktioniert“, seufzte der Coach. Die Grün-Weißen dagegen nahmen den Schwung aus dem jüngsten Sieg mit, spielten mutig nach vorne. Eine der gefälligen Kombinationen konnten die Gäste nur mit einem Foul stoppen – und zwar im Sechzehner. Den fälligen Strafstoß verwandelte Stephen Bohl mit Hilfe des Innenpfostens zum 1:0 (2.). „Viel schlechter kannst du natürlich nicht starten“, schüttelte Famulla mit dem Kopf. Seine Truppe wirkte daraufhin verunsichert, leistete sich viel zu viele einfache Fehler im Spielaufbau.

Die Sudweyher nutzten die Unsicherheit in der Twistringer Defensive aus und erspielten sich in der Folge Chance um Chance. So scheiterte zunächst Bohl nach einem intelligenten Doppelpass mit Jan-Ove Bäker (10.) an Keeper Mark Schultalbers. Kurz darauf hatte Yannik Meier nach einer schönen Einzelleistung sein Visier noch nicht zu 100 Prozent eingestellt. Sein Versuch landete deutlich über dem Kasten (14.). Nach Offensivaktionen des SC Twistringen suchte man weiter vergebens. Die Gäste konnten ihren offensiven Spielstil kaum auf den Rasen bringen, weil sie entweder früh gestoppt wurden oder sich eben zu viele Schnitzer in der eigenen Hälfte erlaubten.

Sudwehyes Übungsleiter Jacobeit dagegen konnte mit seinen Schützlingen zufrieden sein. Lediglich die Chancenverwertung stimmte einfach nicht. Auch Malte Pirngruber (22.) und erneut Meier (40.) trafen nicht ins Gehäuse. Und deswegen blieb der SC Twistringen erst einmal noch im Spiel. „Ich bin schon froh, dass wir uns überhaupt so viele Chancen erspielt haben. Schlimmer wäre, wenn wir uns gar nichts erarbeiten würden. Doch trotzdem hätten wir noch vor der Pause dann 2:0 nachlegen müssen. Dann wäre es ein komplett anderes Spiel geworden“, betonte Jacobeit.

Und wenn es einmal nicht läuft, dann aber auch richtig. Das bekam der SC Twistringen mit Beginn des zweiten Abschnitts zu spüren. Nach einem unnötigen Foul holte sich Kim-Andre Harz den Gelben Karton ab. Weil er schon verwarnt war, durfte er direkt duschen gehen (50.). Jetzt dachten natürlich alle, dass der TuS Sudweyhe leichtes Spiel habe. Doch irgendwie wussten die Hausherren mit dem einen Mann mehr nichts anzufangen. Stattdessen die kalte Dusche: Einen Freistoß aus rund 17 Metern verwandelte Maurice Künning direkt in die Maschen zum 1:1 (60.). Natürlich tobte Jacobeit, der in den 90 Minuten einige Meter abspulte, an der Seitenlinie. Doch nur zwei Zeigerumdrehungen später war er schon wieder am Grinsen. Denn seine Jungs hatten die richtige Antwort parat. Bäker steckte durch auf Bohl, der aus kürzester Distanz in die kurze Ecke vollendete (62.).

Nun waren die Grün-Weißen darauf aus, die schnelle Entscheidung herbeizuführen. Es ging immer weiter mutig nach vorne beim TuS Sudweyhe. Auch wenn jetzt – anders als noch in Hälfte eins – die nötige Präzision fehlte. Die Schützlinge vom Trainergespann Jacobeit/Helms agierten nach dem 2:1 viel zu überhastet. Dennoch ergaben sich Räume, weil der SC Twistringen hinten natürlich aufmachen musste. So hatte Jason-Mark Traemann das 3:1 gleich mehrmals auf dem Fuß, doch SCT-Keeper Mark Schultalbers hatte etwas dagegen (75., 87.). So musste der Gastgeber in den letzten Minuten der Partie doch noch einmal zittern. Lediglich bei den Standardsituationen hielt Jacobeit noch einmal die Luft an, doch wirklich gefährlich wurden die Twistringer dann auch nicht mehr, sodass das neue Trainerduo den zweiten Sieg im zweiten Sieg bejubelte. „Der Charakter der Truppe und die Moral stimmen. Wir haben teilweise schon einen sehr guten Fußball gezeigt. Darauf lässt sich auf jeden Fall aufbauen“, so Jacobeit. „Wichtig ist, dass wir den Anschluss zum Tabellenmittelfeld hergestellt haben.“ Der SC Twistringen dagegen befindet sich nach sechs sieglosen Spielen in der Krise und pfeift personell jetzt noch mehr aus dem letzten Loch. „Drei weitere Spieler sind verletzt vom Platz. Ich weiß nicht, wie ich damit jetzt umgehen soll“, so ein ratloser Famulla.


Sporttabellen & Ergebnisse
Sporttabellen & Ergebnisse

Welcher Verein wann in Bremen oder der Region spielt und wie die Begegnung ausgegangen ist, erfahren Sie in unserem Tabellenbereich. Auch die Ergebnisse der Spiele der höheren Ligen finden Sie dort.

WESER-KURIER Kundenservice
Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...