Fußball-Bremen-Liga Melchiorshausen glaubt an Saison ohne Nervenspielchen

Melchiorshausen. Die Voraussetzungen sind dieses Mal besser, da ist sich Markus Hoßfeld sicher. An eine große Zitterpartie um den Klassenerhalt wie in der vergangenen Saison glaubt der Trainer des Fußball-Bremen-Ligisten TSV Melchiorshausen jedenfalls nicht.
28.07.2010, 01:00
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Melchiorshausen glaubt an Saison ohne Nervenspielchen
Von Malte Bürger

Melchiorshausen. Die Voraussetzungen sind dieses Mal besser, da ist sich Markus Hoßfeld sicher. An eine große Zitterpartie um den Klassenerhalt wie in der vergangenen Saison glaubt der Trainer des Fußball-Bremen-Ligisten TSV Melchiorshausen jedenfalls nicht. 'Die Situation sieht aktuell ganz anders aus. Wir haben uns gut verstärkt und dürften dieses Mal eigentlich nichts da unten zu suchen haben', meint er.

Da unten - die ominöse Abstiegszone, der die Melchiorshauser in den beiden abgelaufenen Spielzeiten verdammt nah gekommen sind. Für den Geschmack des Trainers deutlich zu nah, auch wenn vor einem Jahr das Augenmerk einzig und allein dem Ligaverbleib galt. Doch nun soll es in eine andere Richtung gehen, dafür haben sie beim TSV kräftig nachgerüstet. Vor allem in Dominik Exner, der von den A-Junioren des Brinkumer SV gekommen ist, setzt Markus Hoßfeld große Hoffnungen. 'Dominik ist trotz seiner erst 19 Jahre schon richtig weit und wird unser Spiel in der Offensive mit Sicherheit beleben', ist Hoßfeld überzeugt.

Einen ähnlichen Aufschwung erhofft er sich auch in der Defensive. Denn die Abwehr ist mit Fug und Recht als Schwachstelle zu bezeichnen, 86 Gegentreffer in 30 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Kein anderes Team der Liga musste den Ball so oft aus dem eigenen Netz fischen - nicht einmal die Absteiger. Die Veränderungen in Melchiorshausen sind allerdings in erster Linie personeller Natur, eine Abkehr vom bisherigen System ist nicht vorgesehen. 'Ich werde den Teufel tun und jetzt die Viererkette einführen', stellt Markus Hoßfeld unmissverständlich klar. 'Dafür ist die Vorbereitungszeit auch einfach viel zu kurz.'

Stabilisatoren aus Syke

Als Stabilisatoren der Abwehr wurden zwei erfahrene Akteure vom Bezirksliga-Absteiger TuS Syke verpflichtet. Manoel Arnhold und Jan Wittenberg sollen nicht nur dazu beitragen, dass die Kugel möglichst weit vom eigenen Tor ferngehalten wird, sondern ihre Routine auch an die neuen Teamkollegen weitergeben. Schließlich ist einer der ganz abgezockten Spieler in der Sommerpause von Bord gegangen: Reiner Klausmann. Der König des letzten Spieltags, der mit seinem späten Treffer die Neu-Orientierung in der Bremen-Liga überhaupt erst möglich gemacht hat.

Ähnlich wie in den Vorjahren lief die Vorbereitung auch aktuell nicht gerade optimal ab: Einigen Verletzungen standen mehrere Krankheitsfälle gegenüber, ein ordentliches Training war so nur selten möglich. 'Die ersten Ergebnisse waren ja noch ganz gut, aber dann gab es auch herbe Rückschläge', blickt Hoßfeld zurück. 'Schließlich muss man, bei allem Respekt, nicht mit 3:0 gegen Seckenhausen verlieren.' Und deswegen hofft der Übungsleiter vor allem darauf, dass seine Mannen rechtzeitig zum Saisonstart fit werden, am besten schon früher, um mit ihnen noch an den Feinheiten feilen zu können. 'Wir spielen noch nicht druckvoll genug, das wollen wir ändern.'

Das müssen sie auch ändern, sonst wird es nämlich doch nichts mit dem erhofften Saisonverlauf. 'Wir schauen weiter nach oben, unser Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz', erzählt Markus Hoßfeld. 'Wenn am Ende eine Neun vor unserem Namen in der Tabelle steht, bin ich hochzufrieden.' Er selbst will dabei übrigens nur noch so selten wie möglich auf dem Platz stehen, sondern am liebsten von der Außenlinie aus die Kommandos geben. Ein logischer Schritt eigentlich, schließlich soll dieses Mal ja auch alles anders werden.

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