Musikfest Bremen feiert am 3. September in Verden sein 10. Jubiläum / Hochrangige Interpreten mit dabei Mit dem majestätischen Ambiente des Doms

Verden. "Der Verdener Dom ist gesetzt." Dieser Veranstaltungsort sei aus dem Festspiel-Programm nicht mehr wegzudenken, betonte Musikfest-Intendant Thomas Albert im Gespräch mit Vertretern der Lokalpresse. In diesem Jahr feiert der Dom als Außenstandort beim Musikfest Bremen, dessen Ausläufer inzwischen das gesamte Bremer Umland erreicht haben, bereits sein 10. Jubiläum.
11.08.2011, 05:00
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Von Susanne Ehrlich

Verden. "Der Verdener Dom ist gesetzt." Dieser Veranstaltungsort sei aus dem Festspiel-Programm nicht mehr wegzudenken, betonte Musikfest-Intendant Thomas Albert im Gespräch mit Vertretern der Lokalpresse. In diesem Jahr feiert der Dom als Außenstandort beim Musikfest Bremen, dessen Ausläufer inzwischen das gesamte Bremer Umland erreicht haben, bereits sein 10. Jubiläum.

Das majestätische Ambiente im Dom sei wie geschaffen für große sakrale Werke, erklärte Albert seine Begeisterung für einen Aufführungsort, der ganz offenbar auch von den Festspielbesuchern in besonderem Maße angenommen werde. Nicht nur der Shuttle-Bus, der die Bremer zu den Spielorten der Region fahre, sei für das Verdener Konzert am 3. September längst ausgebucht, auch Kartenbestellungen aus Cuxhaven und anderen weit entfernten Orten zeugen von der großen Attraktivität des Musikfest-Konzerts im Dom, für dessen erlesene Qualität auch in diesem Jahr wieder singuläre Meisterwerke und hochrangige Interpreten garantieren. Auf dem Programm stehen Mozarts Krönungsmesse und seine Sinfonie in C-Dur KV 128 sowie die Missa da Requiem des jüngsten Bach-Sohnes Johann Christian.

Einer der besten Chöre Europas

Mit dem RIAS-Kammerchor darf sich das Publikum im Dom auf "einen der besten Chöre Europas" freuen, der, so Albert, zum ersten Mal beim Musikfest zu Gast sei. Die Akademie für Alte Musik Berlin hingegen war bereits vor zwei Jahren für ihre Interpretation von Händels "Saul" im Verdener Dom begeistert gefeiert worden. Das Ensemble, das zur Weltspitze der Kammerorchester zählt, unterhält eine enge Verbindung zum RIAS-Chor. Solisten sind Lydia Teuscher (Sopran, Ruth Sandhoff (Alt), Colin Balzer (Tenor) und Jens Hamann (Bass); die musikalische Leitung hat RIAS-Chefdirigent Hans-Georg Rademann.

Albert wies auf die besondere Verbindung zwischen den beiden Komponisten hin. Abgesehen von Haydn habe Mozart keinen anderen zeitgenössischen Komponisten so sehr geschätzt, wie den um gut 20 Jahre älteren Johann Christian Bach. Beide waren in ihrer Jugend Meisterschüler des großen Musikpädagogen und -theoretikers Padre Martini in Bologna, der zu seiner Zeit als "höchste Instanz" in allen Fragen des Tonsatzes galt und durch die Ausbildung junger Meister Einfluss auf das Musikschaffen und die stilistische Entwicklung in ganz Europa nahm. Und das ganz ohne Telekommunikation - es habe mit Postkutsche und Briefe-Schreiben funktioniert, bewunderte Albert diese frühe "musikalische Globalisierung".

Interessant wird es auch aus diesem Blickwinkel sein, Auffassung und Ausdrucksform beider Komponisten, die sich im übrigen beide dem Freimaurertum zugewandt hatten, zu vergleichen.

Albert freute sich, dass hier auch in diesem Jahr der qualitative Ansatz, exemplarische Wiedergaben zu gewährleisten, ideal verwirklicht werden könne. "Wenn man einen großen Raum hat, dann muss man deshalb nicht lauter spielen. Dann kommt es umso mehr auf die Tragfähigkeit, Diszipliniertheit und Differenziertheit des Klangbildes an." Darum stehen nicht Klangwucht, sondern Durchhörbarkeit und Transparenz im Vordergrund der Verdener Konzerte - und die Sakralität des großen Raumes mit seiner besonderen Atmosphäre, die visuell und emotional gefangen nehme.

Als Vertreter des Hauptsponsors für das Verdener Konzert brachte Thomas Windgassen, Leiter der EWE Geschäftsregion Cuxhaven/Delmenhorst, seine Vorfreude zum Ausdruck: "Das Verdener Konzert ist seit 2002 eine der tragenden Säulen unseres Engagements." Windgassen freute sich besonders über die gute Kommunikation mit den Schulen in Achim und Verden. Auch in diesem Jahr werde den Schülern der Musik-Leistungskurse der kostenlose Besuch des Konzertes ermöglicht. Und auch andere Klassen und Schulen könnten sich um Freikarten bewerben.

Der Vorverkauf läuft; für Karten der höheren Kategorien ist Eile geboten. Karten gibt es bei Nordwest-Ticket und CTS eventim zu Preisen zwischen 15 und 60 Euro.

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