Mathe-Ass Max Weidenhöfer

Mit ihm ist zu rechnen

Der Schüler Max Weidenhöfer hat sich in der Region vor allem durch seine Fähigkeiten am Schachbrett einen Namen gemacht. Aber auch in der Mathematik macht ihm so leicht niemand etwas vor, wie er nun bewies.
19.03.2019, 17:52
Lesedauer: 2 Min
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Von Stephen Kraut
Mit ihm ist zu rechnen

Nicht nur beim Schach gehört er zu den Besten: Beim Landesfinale der Mathematik-Olympiade erreichte der Leester Max Weidenhöfer den dritten Platz.

Janina Rahn

Weyhe-Leeste. Als der Leester Max Weidenhöfer an diesem Nachmittag zu Hause ankommt, hat er nicht viel Zeit. Er hat später noch Fußballtraining, doch zuvor steht etwas anderes auf seinem persönlichen Plan: die Rückschau auf ein besonderes Ereignis, nämlich das Landesfinale der Mathematik-Olympiade des Vereins Mathematik-Olympiade Niedersachsen. Dort setzte sich der Elfjährige gegen rund 200 andere Schüler durch und holte sich den dritten Platz. Ganz zufrieden war er damit aber nicht, wie er zugibt.

„Ich wollte eigentlich schon früher daran teilnehmen“, erklärt Max Weidenhöfer. Die Anmeldung dafür hätte aber die Schule übernehmen müssen, und das Gymnasium Syke, das der Junge besucht, habe in den vergangenen Jahren nicht an dem Wettbewerb teilgenommen. Umso mehr freute Max Weidenhöfer, der sonst vor allem auf Schachturnieren zu Hause ist, dass er dieses Mal dabei sein konnte. Die ersten beiden Runden waren für ihn dann auch kein Problem, und so ging es für den Leester und seine Eltern zum Landesentscheid nach Göttingen.

„Es ist schon etwas anderes als ein Schachturnier“, berichtet Max Weidenhöfer. Zum einen habe das an der Umgebung, einem Vorlesungssaal des Mathematik-Campus, gelegen. „Die ganze Uni war ziemlich groß“, sagt er. Seine Mutter Anke erinnert ihn allerdings: „Du hast auch schon in einer Eishockey-Halle in Tschechien Schach gespielt.“ Der Sechstklässler überlegt kurz, grinst dann. „Das war ziemlich cool, man hörte alle möglichen Sprachen dort“, weiß er noch.

Ein weiterer Unterschied zu einem Turnier sei aber auch das Umfeld gewesen, versucht er zu erklären. „Es ist etwas anderes, wenn die Leute neben einem ein Geodreieck statt Schachfiguren in der Hand haben“, so Max Weidenhöfer. Doch der Leester, der für den TuS Varrel Schach spielt, ließ sich davon nicht aufhalten und erreichte in der dreistündigen Prüfung den dritten Platz. Er hadert mit sich, erklärt zwar: „Die Aufgaben waren ziemlich schwierig.“ Die größte Herausforderung sei es jedoch gewesen, die Lösungswege und Ergebnisse zu kommentieren. „Da wusste ich nicht immer, was genau ich schreiben soll“, sagt er. In der Schule sei man trotzdem stolz auf die Leistungen in Göttingen gewesen. Eine Kopie seiner Urkunde habe es inzwischen auch in die Vitrine zu den übrigen Erfolgen der Schüler geschafft.

Und ein klares Ziel für die nächste Teilnahme hat der Elfjährige auch schon: das Bundesfinale. Das stand dem Sechstklässler in diesem Jahr noch nicht offen, ab dem kommenden Schuljahr kann er daran teilnehmen. „Dafür muss man im Landesfinale den ersten Platz belegen“, weiß seine Mutter. Aber der Schüler ist optimistisch, konnte er bei der jüngsten Auflage doch einige Erfahrungswerte sammeln. Ein Talent für die Arbeit mit Zahlen habe sich aber schon früh abgezeichnet: „Ich habe immer die Aufgaben für einen Jahrgang über mir gerechnet“, berichtet Max Weidenhöfer.

Ob es sich beruflich auch einmal um Mathe drehen soll, weiß der Junge noch nicht. „Ich kann es mir vorstellen, es kann aber auch etwas anderes werden“, sagt er. Sein nächstes Ziel liegt nun erst einmal wieder beim Schach. Bei einem Vorbereitungsturnier auf die Bremer Meisterschaften will er seine Wertungszahl, die sogenannte Elo-Zahl, verbessern. Nun geht es aber erst einmal zum Fußball. Der Leester spielt außerdem noch Volleyball, räumt zu beiden Sportarten aber ein: „Da bin ich nicht der Beste.“ Ehrgeiz ist aber trotzdem immer da.

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