Stadionsicherheit ist Thema beim VSK

Mobiler Zaun statt Fan-Käfig

Osterholz-Scharmbeck. Vor dem Jugendschöffengericht in Wolfenbüttel müssen sich derzeit acht Männer verantworten. Ihnen wird unter anderem zur Last gelegt, im November 2009 an einer gewaltsamen Auseinandersetzung im Waldstadion von Osterholz-Scharmbeck beteiligt gewesen zu sein. Beim Oberligisten VSK Osterholz-Scharmbeck sind die Verantwortlichen seit der Hooligan-Randale nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen. Sie haben das Sicherheitskonzept für das Stadion gemeinsam mit dem Niedersächsischen Fußballverband und in Absprache mit der Polizei ausgebaut und verfeinert.
28.03.2011, 05:00
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Von Lutz Rode

Osterholz-Scharmbeck. Vor dem Jugendschöffengericht in Wolfenbüttel müssen sich derzeit acht Männer verantworten. Ihnen wird unter anderem zur Last gelegt, im November 2009 an einer gewaltsamen Auseinandersetzung im Waldstadion von Osterholz-Scharmbeck beteiligt gewesen zu sein. Beim Oberligisten VSK Osterholz-Scharmbeck sind die Verantwortlichen seit der Hooligan-Randale nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen. Sie haben das Sicherheitskonzept für das Stadion gemeinsam mit dem Niedersächsischen Fußballverband und in Absprache mit der Polizei ausgebaut und verfeinert.

Dass baulich bislang nichts verändert worden ist, hängt damit zusammen, dass der Fußballverband einen Passus in seinen im Juli 2010 verschärften Sicherheitsrichtlinien vorerst ausgesetzt hat: Die Vorgaben sehen die Errichtung einer festen Umzäunung für den Gästefanblock vor, den die Kenner kurz Fan-Käfig nennen. Derzeit reicht es aus, bei Risikospielen einen mobilen Zaun auf der Tribüne zu errichten, mit separatem Wurst- und Getränkestand sowie eigenen Toiletten. Zweimal ist das beim VSK in der laufenden Saison umgesetzt worden - bei der Partie gegen Meppen und gegen Oldenburg. Der VSK hält diese Maßnahmen für ausreichend, die Errichtung eines festen Zauns würde fünfstellige Kosten nach sich ziehen. Mit der Regionalliga-Reform wird das Thema "Käfig" wieder auf die Tagesordnung kommen.

Beim Fußballverband sieht man erste Anzeichen dafür, dass die verschärften Richtlinien Wirkung zeigen. Die Zahl der Vorfälle habe sich verringert, sagt Eckehard Schütt, Vorsitzender des Fußballverbandes Osterholz und Mitglied der Kommission, die die schärferen Vorgaben ausgearbeitet hat.

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