Museum hinter Stacheldraht - aber mit Qualitätssiegel

Fischerhude. An der Einfahrt steht immer noch der Stacheldraht, den ein benachbarter Landwirt hier auf seinem Grund und Boden gezogen hat. Direkt dahinter - derzeit mit Schnee besonders einladend aussehend - befindet sich das Otto-Modersohn-Museum, das jetzt in Hannover offizielle Weihen von der Kultusministerin Johanna Wanka erhielt. Eine unabhängige Kommission erkannte dem Fischerhuder Privatmuseum ein Qualitätssiegel zu.
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Museum hinter Stacheldraht - aber mit Qualitätssiegel
Von Uwe Dammann

Fischerhude. An der Einfahrt steht immer noch der Stacheldraht, den ein benachbarter Landwirt hier auf seinem Grund und Boden gezogen hat. Direkt dahinter - derzeit mit Schnee besonders einladend aussehend - befindet sich das Otto-Modersohn-Museum, das jetzt in Hannover offizielle Weihen von der Kultusministerin Johanna Wanka erhielt. Eine unabhängige Kommission erkannte dem Fischerhuder Privatmuseum ein Qualitätssiegel zu.

Das Museumskonzept ist ausgezeichnet, das Personal qualifiziert und die finanzielle Basis dauerhaft, heißt es in der Urkunde zur Museumsregistrierung 2010, die Johanna Wanka überreichte. "Wir freuen uns sehr über die Anerkennung und Auszeichnung unserer langjährigen Arbeit am Werk Otto Modersohns und seines künstlerischen Umfeldes", sagt Antje Modersohn, Enkelin des Malers Otto Modersohn. Gelobt wird das Leitbild und das Museumskonzept. Im Bereich des Forschens und der Dokumentation des Nachlasses von Otto Modersohn erreiche das Museum eine entsprechende Qualität, hob die Ministerin hervor. Ziel der Museumsregistrierung ist es, zur Weiterentwicklung und Zukunftssicherung der Häuser beizutragen. Die Anerkennung kommt für das Otto-Modersohn-Museum zum richtigen Zeitpunkt. Für das Frühjahr ist ein weiterer Anbau geplant.

Unterdessen ist der Streit mit einem Landwirt, der kurzerhand einen Stacheldraht vor die Einfahrt des Museums gezogen hat, die zu seinem Privatweg gehört, nicht abgeschlossen. Der Stacheldraht ist noch vorhanden, aber das Museum hat eine weitere Einfahrt an einer gemeindeeigenen Straße eingerichtet, so dass die Zufahrt zum Parkplatz garantiert ist.

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