Neuauflage im kommenden Jahr zumindest schon einmal angedacht Musikfest Gast in Worpswede

Worpswede. Wenn ein Bild sich anschickt zu klingen, wenn Melodien und Farben sich zu einem Strudel vermengen, wenn riesige Schattenfiguren und der Brunnen von Waldemar Otto wie die Kulisse für ein Orchester anmuten, dann vereinen sich Künste - so geschehen beim ersten Besuch des Musikfests Bremen in Worpswede. Für das Programm "Künstlerfreundschaften" verwandelte sich die Große Kunstschau zum Konzertsaal und wurde der Platz am Fuße des Museums zur Orchesterbühne unter freiem Himmel.
13.09.2011, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Musikfest Gast in Worpswede
Von Undine Zeidler

Worpswede. Wenn ein Bild sich anschickt zu klingen, wenn Melodien und Farben sich zu einem Strudel vermengen, wenn riesige Schattenfiguren und der Brunnen von Waldemar Otto wie die Kulisse für ein Orchester anmuten, dann vereinen sich Künste - so geschehen beim ersten Besuch des Musikfests Bremen in Worpswede. Für das Programm "Künstlerfreundschaften" verwandelte sich die Große Kunstschau zum Konzertsaal und wurde der Platz am Fuße des Museums zur Orchesterbühne unter freiem Himmel.

Drei Konzerte bot das Musikfest in Worpswede: Im kubischen Ausstellungssaal verzückte der junge französische Pianist Bertrand Chamayou mit einem virtuosen Spiel, das in Teilen einem Ravel-Debussy-Rausch glich und sich in seiner Extase mit den Farben der Gemälde zu vermischen schien. Vor dem Heinrich Vogeler Gemälde "Sommerabend" (1905) in der von Bernhard Hoetger geschaffenen Rotunde spielte das Ensemble Contraste Stücke von Claude Debussy und Gabriel Fauré, mit denen die französischen Musiker nahezu die Illusion erzeugten, dass ein Gemälde zu klingen vermag.

Kraftvoll und basisdemokratisch fiel das dritte Konzert des Tages aus. "Spira Mirabilis" nennen sich rund 50 junge Musiker aus führenden europäischen Orchestern, die ohne Dirigent konzertieren. Unter freiem Himmel interpretierten sie beispielsweise Beethovens innere Zerrissenheit ebenso eindrücklich wie das Scherzo aus Franz Schuberts Sinfonie Nr. 8 C-Dur.

Drei Konzerte verwoben zu einem wohl klingenden Ganzen: "Das ist Musikfest", schwärmte Musikfest-Intendant Thomas Albrecht. Er hält solcherart musikalischen Besuch in der Großen Kunstschau für ausbaufähig. Diesem Gedanken zeigte sich auch Karl-Heinz Marg, Kuratoriumsvorsitzender der Kulturstiftung des Landkreises, recht zugetan. Ob das Museum im nächsten Jahr tatsächlich wieder Spielort für das Musikfest Bremen wird, darauf wollte sich nach den Konzerten jedoch noch keiner der beiden Verantwortlichen festlegen.

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